»Così fan tutte« an der Oper Leipzig: musikalisch und visuell überzeugend
Daniel Floyd
Wolfgang Amadeus Mozart hat Leipzig auf seiner Reise zum und vom preußischen Hof zweimal besucht: vom 20. bis 23. April und vom 8. bis 17. Mai 1789. Die Oper Leipzig hat einige seiner beliebten Opern (»Le nozze di Figaro«, »Don Giovanni« und »Die Zauberflöte«) in ihr Repertoire aufgenommen und nun Mozarts dritte und letzte Zusammenarbeit mit dem Librettisten Lorenzo Da Ponte hinzugefügt. Die zweiaktige Opera buffa »Così fan tutte, ossia La scuola degli amanti«, KV 588, wurde am 26. Januar 1790 im Wiener Burgtheater am Michaelerplatz uraufgeführt und wird heute in Aufführungen meist gekürzt, indem Rezitative und bestimmte Musiknummern weggelassen werden. Die Premiere der Neuproduktion unter der Regie von Katharina Thoma (Bühne: Sibylle Pfeiffer/Kostüme: Irina Bartels) an der Oper Leipzig am 13. September 2025 umfasste den größten Teil der Partitur, mit Ausnahme des Rezitativs und Duetts für Ferrando und Guglielmo in der vierten Szene des 1. Aktes „Non piangere, idol mio! … Al fato dan legge“ und die Arie für Ferrando „Ah, lo veggio, quell’anima bella“ in der sechsten Szene des zweiten Aktes. Diese Aufführung war meine zweite Begegnung mit einer Inszenierung von Thoma in Leipzig: Im Januar 2023 habe ich ihren »Don Giovanni« rezensiert. (Rezension der Premiere v. 13. September 2025) […]
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