Bis Ende des Jahres sollen Computer bei der Jagd auf IS-Kämpfer in Syrien und im Irak die Bilder der Drohnenkameras so auswerten können, dass sich IS-Kämpfer oder verdächtige Aktivitäten erkennen lassen und dann auch Angriffe gestartet werden können. Ein weiterer Schritt zum autonomen Kampfroboter, auch wenn hier noch erst "nur" um das schnelle Erkennen und Klassifizieren geht, was aber schwieriger ist, als ein einmal ausgemachtes oder bestimmtes Ziel automatisch zu verfolgen und zu beschießen. Zudem ist Maschinenlernen für Prozesse, an deren am Ende das Abfeuern von Waffen stehen wird, gleich ob ein Mensch oder ein Roboter abdrückt, ein bedenkliches Vorgehen, wenn das System Falsches lernt und sich dies nicht mehr nachvollziehen oder abtrainieren lässt. Und wenn alles auch noch ganz schnell gehen muss, wird es noch bedenklicher.
Man könne, so Shanahan, der für das Projekt verantwortlich ist, das Problem nicht lösen, indem man mehr Menschen als Bild-Analysten für einsetzt. Nach Beschreibungen ist es eine extrem anstrengende Tätigkeit, über Stunden mehrere Bildschirme zu beobachten, um Ziele auszumachen, die dann womöglich mit Raketen der Drohne beschossen werden. Man müsse dies smarter machen, da die Analysten von der Bilderflut überwältigt würden und die meiste Zeit nur "gewöhnliche, administrative Aufgaben erledigen, die mit dem Starren auf Videos verbunden sind".
https://www.heise.de/tp/features/Das-Pentagon-forciert-algorithmische-Kriegsfuehrung-3714650.html https://www.heise.de/tp/features/Das-Pentagon-forciert-algorithmische-Kriegsfuehrung-3714650.html #
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