Dies ist das World Press Photo 2024. Aufgenommen hat es Mohammed #Salem, ein 1985 geborener palästinensischer Fotojournalist. Das Bild wirkt auf den ersten Blick vertraut – eine Frau, die ein Kind auf dem Schoß hält. Doch in diesem Fall ist es kein Symbol für Geborgenheit, sondern ein Bild der Trauer: Es zeigt die 36-jährige Inas Abu #Maamar in Chan Junis im #Gazastreifen, im Arm hält sie den Leichnam ihrer Nichte #Saly. Die Fünfjährige wurde am 17. Oktober mit vier Familienmitgliedern bei einem israelischen Luftangriff getötet. Fotograf Mohammed Salem, der 2010 schon einmal bei den World Press Photo Awards ausgezeichnet worden war, beschreibt sein Bild als »kraftvollen und traurigen Moment, der zusammenfasst, was im Gazastreifen geschehen ist«. Foto: Mohammed Salem / Reuters

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Auszeichnung: Ein Bild aus dem Gazastreifen ist das Pressefoto des Jahres

Eine Frau hält ihre getötete Nichte: »Tief bewegt« war die Jury der World Press Photo Awards von diesem Bild aus Chan Junis. Auch Fotografen, die für den SPIEGEL arbeiten, sind wieder unter den Gewinnern vertreten.

DER SPIEGEL