„Die Ohnmacht der ausgebeuteten Klassen im Kampf gegen die #Ausbeuter erzeugt ebenso unvermeidlich den Glauben an ein besseres Leben im #Jenseits, wie die Ohnmacht des Wilden im Kampf mit der Natur den Glauben an #Götter, #Teufel, #Wunder usw. erzeugt. Denjenigen, der sein Leben lang arbeitet und Not leidet, lehrt die Religion #Demut und #Langmut hienieden und vertröstet ihn mit der Hoffnung auf himmlischen Lohn. Diejenigen aber, die von fremder Arbeit leben, lehrt die Religion #Wohltätigkeit hienieden, womit sie ihnen eine recht billige Rechtfertigung ihres ganzen #Ausbeuterdaseins anbietet und Eintrittskarten für die himmlische #Seligkeit zu erschwinglichen Preisen verkauft. Die #Religion ist das #Opium des Volks. Die Religion ist eine Art geistigen Fusels, in dem die #Sklaven des Kapitals ihr #Menschenantlitz und ihre Ansprüche auf ein halbwegs menschenwürdiges #Leben ersäufen.“
Wladimir Iljitsch Uljanow, Sozialismus und Religion, 1905
