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Extremraum Totenreich – Podcast E126
Sümpfe, Vulkane, Wüsten und das Weltall: All das sind extreme Räume, die wir betreten, aber auch wieder verlassen können. Es gibt jedoch eine Grenze, die wir nur einmal überschreiten: In dieser Folge betreten wir das Totenreich.
Bild: Dantes Inferno, Visceral Games/EA
Extreme Räume
Der Begriff des Extremraumes tritt in dieser Folge in einer Doppelrolle auf: Zum einen beschreibt er einen extremen Lebensraum, in dem eine oder mehrere Bedingungen als extrem gelten (z.B. extreme Hitze, extreme Temperaturwechsel). Er spielt aber auch im Konzept der Raumsemantik nach Lotman eine Rolle. In diesem erzähltheoretischen Ansatz werden Texte nach ihrer räumlichen Ordnung hin betrachtet. Ein klassisches Zelda-Areal lässt sich beispielsweise in zwei Räume gliedern: einen Tempel und einen Außenbereich. Diese beiden Areale sind disjunkt voneinander getrennt und haben eine Grenze, die ohne Weiteres nicht passiert werden kann. Beispielsweise kann man das Fischmaul in Link’s Awakening nicht betreten, weil das umgebende Wasser zunächst unpassierbar ist. Der Außenbereich repräsentiert dabei oft Sicherheit und Vertrautheit, während das Innere eines Tempels für Gefahr und Transformation steht.
Zwei sehr gegensätzliche Räume werden mitunter als Extremräume bezeichnet. Insbesondere werden aber auch semantisch dichte Areale eines Raumes als Extremraum bzw. -punkt bezeichnet. Ein Tempel in Zelda spitzt sich beispielsweise in dem Bossraum zu, in dem die Themen und Mechaniken des Tempels eine konzentriert sind und eine zentrale Rolle spielen.
In dieser Podcast-Folge versuchen wir, Spiele zu identifizieren, in denen die Wüste raumsemantisch eine besondere Rolle spielt – und werden dabei fündig! Außerdem geht es um Illusion und Halluzination.
Zu Gast
Host
TLDR
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00:00:31 Intro und Begrüßung
00:02:41 Was gibt es neues bei Jolina?
00:03:37 Informationen zu ADHS-Diagnostik & Wartezeiten
00:08:06 Extremraum Totenreich: Was stellt man sich darunter vor?
00:09:23 Darstellung des Totenreichs in Spielen: Teil 1 – Hölle & Unterwelt am Beispiel Hades
00:11:24 Stoffliche und unstoffliche Existenzebenen in Soul Reaver
00:12:56 Die Schattenwelt in The Legend of Zelda: A Link to the Past
00:13:25 Bürokratischer Verwaltungsbezirk in Death’s Door & Dragonball Z
00:15:42 Darstellung der Hölle in Dantes Inferno
00:22:03 Der Übergang zwischen physischen und metaphysischen Räumen
00:25:28 Warum gibt es diese Darstellungen und Spielen?
00:30:12 Gibt es Spiele in denen der Protagonist ein einfacher Mensch ist und den Tod überwindet?
00:37:33 Pakte, Verträge & Verhandlungen
00:40:30 Darstellung des Totenreichs in verschiedenen Videospielen: Teil 2
00:41:55 Spiritfarer: Abschied, Verlust und der Umgang damit
00:45:15 Humor als Kontrast zum Tod – Prim & Afterparty
00:48:14 Gameplay Implikationen verschiedener Interpretationen des Totenreichs
00:52:31 Assoziative Implikationen
00:58:32 Pyschologische Implikationen
01:02:18 Symbolik
01:10:57 Outro
Psychologie und Konzepte
Literatur und Links
Games
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#Extremraum #GriechischeMythologie #Groteske #Hölle #Jenseits #Limbus #Mythologie #Raum #Raumsemantik #Tod
Was passiert im Jenseits? In der Romcom „Eternity“ muss sich Joan nach ihrem Tod entscheiden, mit welchem ihrer beiden Ehemänner sie die Ewigkeit verbringen will.
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In „Eternity“ muss sich Joan nach ihrem Tod zwischen ihren beiden Ehemännern entscheiden. Mit wem wird sie die Ewigkeit verbringen?
Quarks #ScienceCops:
Der Fall Oliver Lazar: Beweise für das Jenseits?
Ist es möglich, mit Toten zu sprechen? Professor #OliverLazar glaubt daran - und sagt, er habe konkrete Beweise dafür. In seiner #EREAMS-Studie will er objektive Belege für Botschaften aus dem #Jenseits gefunden haben
Webseite der Episode: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/quarks-science-cops/audio-der-fall-oliver-lazar-beweise-fuer-das-jenseits-100.html
Mediendatei: https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/podcast/weltweit/fsk0/338/3383065/3383065_64572425.mp3
Ist es möglich, mit Toten zu sprechen? Professor Oliver Lazar glaubt daran - und sagt, er habe konkrete Beweise dafür. In seiner EREAMS-Studie will er objektive Belege für Botschaften aus dem Jenseits gefunden haben. Wir werfen einen genaueren Blick auf diese Studie: Mit welchen Methoden versucht Oliver Lazar, Jenseitskontakte wissenschaftlich zu untersuchen? Was führt er als Beweise an? Und wie wissenschaftlich kann eine Studie zum Leben nach dem Tod überhaupt sein?
Ganz ohne Glauben geht’s nun mal nicht. Das muß die Clique um Resi (Sarah Mahita) im Jenseits feststellen. Denn dort – im Jenseits – finden sich die Vier nach einem Autounfall wieder. Das heißt, in einer bayerischen Zweigstelle. Die nun soll feststellen, ob die Seele im Jenseits verbleiben darf oder im alles verschlingenden Nichts verschwinden muß.
Bedingung: Frau oder Mann müssen irgendwie glauben...
Zweigstelle – ein Komödie mit vier Todesfällen und einer Jenseits-Behörde
Ganz ohne Glauben geht’s nun mal nicht. Das muß die Clique um Resi (Sarah Mahita) im Jenseits feststellen. Denn dort – im Jenseits – finden sich die Vier nach einem Autounfall wieder.
Das heißt, in einer bayerischen Zweigstelle. Die nun soll feststellen, ob die Seele im Jenseits verbleiben darf oder im alles verschlingenden Nichts verschwinden muß.
Bild: Filmbild-Jugendclique in der „Zweigstelle“, Fotonachweis ©: Filmfest München 2025, Luis Zeno Kuhn/WeltkinoBedingung: Frau oder Mann müssen irgendwie glauben. Und da beginnt bei dieser Jugend-Clique das Problem: der eine ist zwar kastholisch getauft aber hat höchstens mal an „ein Land vor unserer Zeit“, aus einem Trickfilm, geglaubt, als Kind; die andere bekennt sich mutig zu ihrem Unglauben – und so weiter und so weiter.
Was dann in den etwa 90 Filmminuten abläuft, ist Behördenalltrag auf „Jenseits“ – manchmal richtig witzig und manchmal etwas überdreht. Aber sympatisch sind die Filmfiguren irgendwie alle.
Regisseur Julius Grimm treibt das kommödiantische Jenseits-Spiel manchmal bis ins Groteske und „verfängt“ sich zuweilen auch darin.
Nicht immer war mir bewußt, wer oder was da jetzt parodiert wird: die Jenseitsbehörde oder die deutsche Behörde allgemein oder die meist an nichts glaubende junge Generation oder die verwirrenden Jenseitsvorstellungen in den Köpfen von so vielen oder die emotionslosen Bestattungsmitarbeiter in Deutschland. Jedenfals liefert das alles viele Gags und bringt so manchen herzhaften Lacher hervor.
Bild: Filmbild-Bestattungs-Team, Fotonachweis ©: Filmfest München 2025, Luis Zeno Kuhn/WeltkinoUnd, bunt und einladend ist das Jenseits des Regisseurs Julius Grimm mit seiner Kamera-Frau Lea Dähne nicht – eher steril einfarbig, kalt und zum Davonlaufen.
Die bunteste Stelle im Film ist fast als Resi ihren Kopf aus der Himmelsformation heraussteckt. In diesem Jenseits möchte eigentlich niemand bleiben.
„Zweigstelle“ ist der erste abendfüllende Spielfilm des Regisseurs aus Regensburg.
Beim „Filmfest“ Im Juli in München wurde der Film mit dem Publikums-Preis geehrt und im September in Leipzig hat „Zweigstelle“ die „Filmkunstmesse“ eröffnet und dann auch den Publikumspreis gewonnen.
„Zweigstelle“ ist sicherlich nicht der ganz große Filmkracher, beschert aber doch einen vergnüglichen Fimabend – und vielleicht einen anregenden Diskussionsabend bei einem Glas Wein. Und über was sollte man da diskutieren?
Vielleicht darüber an was ich glaube oder die junge Generation heute oder dass man eher an „Nichts“ glaubt.
Thomas Bohne
ZWEIGSTELLE
GENRE: Komödie
PRODUKTION: Deutschland 2025
REGIE: Julius Grimm
LÄNGE: 105 Minuten
KINOSTART: 09.10.2025
AUSZEICHNUNGEN: Publikums-Preis beim Filmfest in München und der Filmkunstmesse in Leipzig
Der #Begriff #Commons bezeichne #Ressourcen, die aus #selbstorganisierten #Prozessen des gemeinsamen #bedürfnisorientierten #Produzierens, #Verwaltens, #Pflegens und/oder #Nutzens (#Commoning) hervorgehen. Commons werden vielfach „#jenseits von #Markt und #Staat“ verortet, womit vor allem gemeint ist, dass in Commons-Kontexten andere #Handlungslogiken dominieren als in diesen beiden Bereichen.