1936 veranstaltete Deutschland in Berlin und Kiel die #OlympischeSommerspiele. Kiel bewirbt sich nun ganz bewusst AUCH für das Jahr 1936 zum 100. Jahrestag von Hitlers Olympiade.

Auf der einzigen Erinnerungsseite (https://www.kiel.de/de/bildung_wissenschaft/stadtarchiv/erinnerungstage.php?id=142) zum Jahr 1936 schreibt die Stadt Kiel unter anderem (und zitiert dabei Zeitungen von damals) :

> Der Adolf-Hitler-Platz, heute Rathausplatz, ertrank in Fahnen aller Nationen. Auf dem Seegartenplatz, nun in eine steinerne Fläche umgestaltet, war auf einem fünfteiligen, 4 m hohen Sockel eine große Weltkugel von 2,20 m Durchmesser installiert.

> „So werden auch die Olympischen Segelregatten dazu beitragen, daß das klare Licht des Olympischen Feuers, ... Künder des großen Friedenswillens unseres Führers und seines Volkes sein wird. So mögen die Olympischen Spiele im Segeln in Kiel jenen Ablauf nehmen, der Ausdruck einer Gesinnung und eines Willens ist. Tage des Festes, des Friedens, der Ritterlichkeit, der Kameradschaft und der Freude stehen vor uns.“

> Hitler erschien am 10. August in Kiel. Höhepunkt des Rahmenprogramms war die Rückgabe der bronzenen Schiffsglocke des Schlachtkreuzers „Hindenburg“, der bei Scapa Flow 1919 versenkt und zehn Jahre später gehoben worden war.

> Die Olympischen Spiele des Jahres 1940 in Japan fanden nicht statt. Am 1. September 1939 hatte Deutschland den Zweiten Weltkrieg entfesselt.
Autorin: Christa Geckeler (1937 - 2014)

Diese Seite zeugt, zusammen mit der aktiven Bewerbung für das Geschichtsjahr 1936 von der absoluten Geschichtsvergessenheit in Kiel und Berlin und beim #DOSB.

Ich sehe dann schon heute die Naziaufmärsche 1936, vielleicht haben wir dann schon die AfD Bundesregierung und unsere Demokrat:innen dienen sich (erneut) als Steigbügelhalter an.

Vergessen wir nicht:


Im Jahr 1936, während der Olympischen Spiele in Berlin, befand sich die Judenverfolgung und die allgemeine Unterdrückung politischer Gegner und Minderheiten im nationalsozialistischen Deutschland bereits in einem fortgeschrittenen Stadium – auch wenn die NS-Führung während der Spiele versuchte, das Ausmaß der Repressionen zu vertuschen.

Das heißt Jüdinnen:Juden wurden verfolgt, auch jüdischer Sportler:innen! Eien Durchführung bedeutet auch eine Normalisierung der Verfolgung und Faschismus.

Der IOC verkauft ja auch T-Shirts mit dem Motiv aus 1936 in seinen Jobs (siehe https://www.rbb24.de/sport/beitrag/2026/02/berlin-sport-olympia-ioc-shirt-1936-verkauf-kritik-politik.html NS-Ästhetik? IOC verteidigt Verkauf von Shirts zu Olympia 1936 in Berlin)

> Klara Schedlich, Sprecherin für Sportpolitik der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, wirft dem IOC vor, "dass es seine eigene Geschichte offenbar nicht ausreichend reflektiert".
Sie forderte, den Verkauf zu stoppen. "Die Olympischen Spiele 1936 waren ein zentrales Propagandainstrument des NS-Regimes. Das T-Shirt erweckt optisch den Eindruck, an diese Ästhetik anzuknüpfen." Ohne kritische Einordnung sei "diese Bildwahl problematisch und für ein T-Shirt ungeeignet."

Konsequent wäre, dieses Datum auszuschließen.

Aber der Oberbürgemeister Kämpfer führt ja auch seinen Olympia-Spaziergang am 8. März in Schilksee (14 Uhr, Start Solling 22) durch am #Weltfrauentag . Es wird immer mehr deutlich, wie wenig diese Bewerbungen zu Ende gedacht sind, ganz abgesehen davon, dass die Finanzierung und Kosten vollkommen unsicher sind.

Mit den Olympischen Spielen wollen die Verantwortlichen nur eine große Sause in ihrer eigenen Stadt veranstalten und sich in ihrem Glanz sonnen. Für die meisten Menschen, vor allem die lokale Bevölkerung bleibt die Teilnahme sowieso unbezahlbar. Wir können aber damit rechnen, dass wir von den eigenen Stränden vertrieben werden, dass Fahrspuren für die Überholspur der Funktionäre reserviert werden. Und was am Ende wirklich für den Breitensport bleibt, ist fraglich. Primär ist das eine große Werbeveranstaltung, die Großkonzernen gehört mit Werbe- und Übertragungsrechten. Lokale Unternehmen und Gastronomien werden erfahrungsgemäß eher leer ausgehen.

Die Bewerbungen spalten die Bevölkerung in Befürworter:innen und Gegner:innen. Sie werden Leute nicht zusammenführen. Und Kiel hat genug andere Probleme, um die es sich dringend kümmern muss. Wir haben gerade erst eine Haushaltssperre hinter uns und die Aussichten sind düster. Stadtteile wie Gaarden werden zugunsten von Schilksee weiter benachteiligt, weil sie olympisch uninteressant sind.




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