Höre gerade den onnes and tooze podcast zu #china s Handelsüberschüssen ( https://foreignpolicy.com/podcasts/ones-and-tooze/ ), und will euch einen Gedanken empfehlen.
Die beiden sprechen darüber, dass das #Handelsdefizit erstmal insofern kein Problem darstellt, als "wir" uns darüber freuen könnten, dass wir gute und billige chinesische Produkte kaufen könnten, und alles, was die dafür wollten, sei unser Geld. Wir können ihnen wenig anbieten, aber bekommen dennoch gute Unterhaltungselektronik (irgendwann könnte das ein Problem werden, zB wenn wir nicht mehr in € und $ zahlen dürfen, aber bis dahin…).
Jetzt gibt es aber eine spezifische Branche, die den Diskurs um das Handelsdefizit anschiebt, und das ist die #Auto industrie. Da gab es mal einen technologischen Vorsprung, und mit der Umstellung auf Elektromobilität ist rammen wir den gerade in den Boden bzw eigentlich ist der Zug abgefahren. Klar könnten die europäischen Hersteller auch billige #Elektroautos herstellen, was gute für europäische Konsument*innen wäre, aber das würde die Gewinnmargen der Hersteller zerstören, deshalb leiten sie lieber ihre Kohle in Form von Dividenden aus der Branche raus und hinterlassen verbrannte Erde. Und die verbrannte Erde hat die Gestalt einer Mittelschicht, die vor Wohlstandsverlusten steht und deshalb offen für faschistische Ideen wird.
Das fand ich interessant, als Ansatz für eine materialistische Analyse über den methodischen #Nationalismus hinaus.