Auf der ‚All Eyes on Gaza‘ - Demonstration am Großen Stern in Berlin, 27.09.2025 - gegen deutsche Waffenlieferungen an Israel und für eine entschlossene Positionierung gegen den Genozid an den Palästinensern in Gaza, aufgerufen von
#medicointernational und
#amnestydeutschland . Ich bin, wie nach Veranstalterangaben mehr als 100 000, da. Die Veranstalter geben vor allem Palestinensischen Stimmen Raum. Die Schilderung von Vertreibung, Exil und Ermordung sind erschütternd und hoffnungslos, die Kraft mit der erzählt wird, bewundernswert. Es ist gut, hier zu sein, trotzdem ich es nicht bis zu Ende aushalte (wegen aufkeimender Angst in der engen Menschenmenge - ich bin nahe der Bühne und hier ist es sehr eng -, aber auch inhaltlicher Konflikte) Ich verstehe die unbedingte Notwendigkeit, das Töten zu stoppen. Es gibt wohl nichts Versöhnliches zu sagen. Die Schilderungen des Vorgehens der IDF verursachen mir die gleiche Erschütterung, wie es die Schilderung des von der Hamas begangenen Massakers am 7. Oktober 2023 tat. Dieses rechtfertigt das Töten nicht, und keinen Genozid. Und nur insofern wird der 7. Oktober erwähnt, dieses Massaker wird aus den Zusammenhängen entfernt, die ausschließlich als Kolonisierung Palestinas durch Israel erzählt werden. Es werden Seiten eingenommen, die Taten der ‘eigenen’ Seite gefiltert. Wo es keine Hoffnung gibt, da wird nur noch die Schuld geklärt.
Oft höre ich, dass die die hier seien, auf der ‚richtigen Seite‘ seien, dass man dann erzählen könne, wo man gewesen sei, wenn die Enkel fragen. Vermutlich bin auch ich deswegen hier. Wenn das alles ist, ist es unendlich traurig (und das ist es natürlich sowieso).
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#eyesongaza #stopgenocide #stophate