#EffectiveMicroorganisms sind eine umweltfreundliche Alternative zur Chemie: im Gegensatz zur Kompostierung fermentiert Bokashi organische Abfälle, um sie in verfügbare Nährstoffe ...
Yes, mit lokalem Bodentransplantat impfen halte ich für das vielversprechendste!
Das 'Bodenleben'TM gibt mir hochpreisiger organischer Schnelldünger-vibes. Das würde die Effekte in den Studien auch erklären... (bin da immer etwas überskeptisch, sorry)
Die sagen auch nicht wirklich was drin ist. Und "aminosäuren" ist halt bissi unklar... das bedeutet entweder dass sie es das Rezept geheimhalten wollen oder dass die ihren Fermentationsprozess nicht ganz im Griff haben und da halt immer unterschiedliche Zusammensetzung raus kommt.
Dass an manchen Standorten (wie der ex-Mistkiepe vom @hof auf der jetzt die Eiche wachsen soll) wenig bzw nicht die passenden mykorrhiza im Boden schlummern, kann durchaus passieren.
Das Verständnis über Mykorrhiza und Durchbrüche bei der Inokulation haben zB den kommerziellen Pinus-Anbau im Globalen Süden erst möglich gemacht. Davor sind die die Setzlinge aus den Baumschulen häufig nichts geworden. Die Exoten-Monokulturplantagen haben wir also auch der Mykorrhizaforschung zu verdanken, yay! 😵
Mykorrhizaforschung ist natürlich trotzdem toll und wichtig, wollte das nur als Beispiel nehmen, warum beim Anbau von Pflanzen mit Verpflanzungsschritt Mykorrhiza (und andere inokula) durchaus was bringen können.
Sollten allerdings die richtigen sein. Mykorrhiza sind zwar generell weniger spezifisch als zB rhizobien (die bei Leguminosen die Stickstoffixierung erledigen), aber es kommt auf die Spezies an.
---- Achtung, nächstes Nerdlevel! ----
Bei den Mykorrhiza gibts die evolutionsmässig uralten arbuskulären Mykorrhiza (die in den Wurzel in die Zellen eindringen um den Nährstoffaustausch zu organisieren), von denen es nur ein paar hundert Spezies gibt und die deshalb ziemlich versatil sind. Arbuskuläre Mykorrhiza sind hauptsächlich an den typischen Gärtnereipflanzen (ausnahme: Kreuzblütler, Lupine, Gänsefussgewächse und ein paar mehr). Die Ectomycorrhiza haben sich parallell aus verschiedenen Pilzparasiten rausentwickelt, die bemerkt haben dass sie viel mehr zu Kohlenstoff vom Baum bekommen wenn sie ihm was zurückgeben. (Die meisten Bäume haben eher Ectomycorrhiza, allerdings gibt es auch viele die mit sowohl mit arbuskulären als auch mit Ectomykorrhiza eine Symbiose eingehen.)
So, das ist deshalb interessant, weil die Ectomykorrhiza etwas spezifischer sind (sind ja erst später evolutioniert, als die Pflanzen schon diversifizierter waren) und da gibt es mehrere tausend Spezies.
-> Deshalb kann es durchaus sein, dass deine Eiche gerade nicht die passenden Myks findet. So.
(auch wenn ich inokulationen extrem kritisch gegenüberstehe weil da oft mit relative schwacher Evidenz irgendwelche Produkte verkauft werden, die halt mal im Labor/Gewächshaus ein paar prozent mehr irgendwas gesteigert haben. Und natürlich hilft die Ideologisch "Wir wissenschaftlys rühren in der Ökologie rum, von der wir zwar eigentlich kaum verstehen wie sie funtkioniert, aber solange ein Vermarktungsfähiges Produkt dabei rauskommt, ist ja alles super").
Aber wie gesagt, kann trotzdem funktionieren, unter gewissen Bedingungen.
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