Aktuell in der HörBar: Ryūichi Sakamoto
Vielleicht war Ryūichi Sakamoto (1952–2023) Mitte der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts der am meisten gespielte und gehörte Komponist, ohne dass man allerdings seine kurzen Stücke als «Werke» wahrgenommen hätte. Denn von ihm stammen viele der standardmäßig im Nokia 8800 (2005) verbauten Sounds und Signale. Seine Filmmusik und CD-Produk
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#EMusik #ZeitgenssischeMusik #MilanLabel #RyichiSakamoto
Vielleicht war Ryūichi Sakamoto (1952–2023) Mitte der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts der am meisten gespielte und gehörte Komponist, ohne dass man allerdings seine kurzen Stücke als «Werke» wahrgenommen hätte. Denn von ihm stammen viele der standardmäßig im Nokia 8800 (2005) verbauten Sounds und Signale. Seine Filmmusik und CD-Produktionen blieben eher etwas für Kenner, die sich zwischen den Stilwelten Jazz, Pop und «New Classics» bewegen. Trotz seines fortgeschrittenen Krebserkrankung ging Sakamoto wenige Monate vor seinem Tod noch einmal ins Aufnahmestudio. So ist das Album Opus ein kreativer Kraftakt, der nicht
Aktuell in der HörBar: 72 Preludes / Mao Fujita
So kann man ein neues Jahr beginnen! Nicht (nur) mit einem Blick zurück, sondern auch mit einem Blick nach vorn, wie in diesem Doppelalbum und den versammelten 72 Préludes. Dabei bedeutet der Blick nach vorne nicht die Verleugnung des Gewesenen und Gehörten. Das macht für mich Mao Fuji
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So kann man ein neues Jahr beginnen! Nicht (nur) mit einem Blick zurück, sondern auch mit einem Blick nach vorn, wie in diesem Doppelalbum und den versammelten 72 Préludes. Dabei bedeutet der Blick nach vorne nicht die Verleugnung des Gewesenen und Gehörten. Das macht für mich Mao Fujita als Jungstar am Klavier auf wirklich überraschende und faszinierende Weise deutlich. Chopin wird nicht romantisch überhöht, sondern von Bachs Wohltemperiertem Klavier aus weiter gedacht. Die vielfältigen musikalischen Emotionen erscheinen in präziser Klarheit, ebenso gezügelt wie befreit. Ein Glücksfall für diesen so oft
Aktuell in der HörBar: Liszt / Mark Viner
Eine Sammlung von zwölf Klavierstücken, die man nicht ohne weiteres mit Franz Liszt in Verbindung bringt. Dabei hat es sich der Tasten-Virtuose mit der Komposition von Weihnachtsbaum nicht gerade leicht gemacht – zwischen 1873/74 und 1882 entstanden insgesamt vier Fassungen für zwei Hände und weitere für zwei Klaviere. Nicht alle se
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Eine Sammlung von zwölf Klavierstücken, die man nicht ohne weiteres mit Franz Liszt in Verbindung bringt. Dabei hat es sich der Tasten-Virtuose mit der Komposition von Weihnachtsbaum nicht gerade leicht gemacht – zwischen 1873/74 und 1882 entstanden insgesamt vier Fassungen für zwei Hände und weitere für zwei Klaviere. Nicht alle seiner Werke haben diese Aufmerksamkeit und Vielgestaltigkeit erfahren. Im Erstdruck mit dem Hinweise «zumeist leichter Spielart» versehen, erfordern die Stücke schon eine gewisse Souveränität im gestaltenden Spiel. Sonst drohen einige der bearbeiteten Weihnachtsweisen (In dulci jubilo, Adeste fideles) «durchrauschen», während
Aktuell in der HörBar: Paavo Järvi / Pelleas und Melisande
Passend zum Schönberg-Jubiläumsjahr wurde diese Aufnahme gleichsam aus dem Archiv oder der Schublade gezogen. Wer das Kleingedruckte im Booklet liest, findet als Datum dieser Aufnahme die Jahre 2012 und 2014. Dass diese Einspielung mehr
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Passend zum Schönberg-Jubiläumsjahr wurde diese Aufnahme gleichsam aus dem Archiv oder der Schublade gezogen. Wer das Kleingedruckte im Booklet liest, findet als Datum dieser Aufnahme die Jahre 2012 und 2014. Dass diese Einspielung mehr als ein Jahrzehnt auf dem Buckel hat, hört man ihr allerdings nicht an. Der naheliegende Vergleich mit einem guten Wein, der im Barrique gereift ist, mag natürlich nicht ganz so stimmig (so schön er auch wäre): Während sich der Wein in einem guten Fass durch chemische Prozesse entwickelt, bleibt eine digitale Aufnahme so lange sie liegt
Aktuell in der HörBar: Kavall – Inmitten
Ferdinand Kavall spielt hier Gitarre, in den einzelnen Stücken jeweils ein zentrales musikalisches Problem oder Phänomen aufnehmend. Der Gitarrist sitzt inmitten einer Wabe aus sechs Lautsprechern. Heraus kommt eine Grundstimmung, die man wegen ihrer minimalen Verarbeitungsdichte und -geschwindigkeit als meditativ bezeichnen kön
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Ferdinand Kavall spielt hier Gitarre, in den einzelnen Stücken jeweils ein zentrales musikalisches Problem oder Phänomen aufnehmend. Der Gitarrist sitzt inmitten einer Wabe aus sechs Lautsprechern. Heraus kommt eine Grundstimmung, die man wegen ihrer minimalen Verarbeitungsdichte und -geschwindigkeit als meditativ bezeichnen könnte. Am Ende muss jede und jeder für sich entscheiden, ob ihm das «zu wenig» reich genug ist, oder ob sie oder er sich lieber mit anderer Musik die Zeit teilen möchte.
Aktuell in der HörBar: Gregor Joseph Werner / Requiem
In die Musikgeschichte ist Gregor Joseph Werner (1695–1766) vor allem als Vorgänger von Joseph Haydn als Hofkapellmeister in Eisenstadt eingegangen. Glücklicherweise haben sich die Esterházy’schen Archive erhalten – u
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In die Musikgeschichte ist Gregor Joseph Werner (1695–1766) vor allem als Vorgänger von Joseph Haydn als Hofkapellmeister in Eisenstadt eingegangen. Glücklicherweise haben sich die Esterházy’schen Archive erhalten – und damit auch ein Großteil der Werke Werners. Diesen widmen sich Lajos Rovatkay und das von ihm geleitete Ensemble la festa musicale aus Hannover schon seit geraumer Zeit mit Konzerten und hochkarätigen Einspielungen, die nicht nur für einen musikalisch weitgehend unbekannten Meister werben, sondern vor allem die faszinierende Qualität seiner Tonsprache deutlich machen. Werner war offensichtlich ein ausgezeichneter Kontrapunktiker – nicht im
Aktuell in der HörBar: Ukrainian Preludes / Jascha Nemtsov
In der Kürze liegt die Würze – sagt man. Ob das aber auch für jedes Prélude gilt? Die Musikgeschichte des 19. aber auch 20. Jahrhunderts ist voll von solch kurzen Stücken. Sie basieren (meist) auf einer einzigen Idee, beschreiben in de
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In der Kürze liegt die Würze – sagt man. Ob das aber auch für jedes Prélude gilt? Die Musikgeschichte des 19. aber auch 20. Jahrhunderts ist voll von solch kurzen Stücken. Sie basieren (meist) auf einer einzigen Idee, beschreiben in der Regel genau einen Affekt und lassen sich sowohl einzeln wie auch als Zyklus vergleichsweise unproblematisch rezipieren – auch wenn die eine oder andere Nummer von der Tonsprache her ungewohnt erscheinen mag. Auf diesem Album sind es drei Zyklen, die Jascha Nemtsov zum Teil erstmalig eingespielt hat – zwischen 44
Aktuell in der HörBar: Das Neue Orchester / Christoph Spering
Keine Vision, aber auch kein Trugbild. Diese Einspielung (3 CDs) mit nicht weniger als neun Kantaten kommt äußerlich äußerst bescheiden daher, über
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Keine Vision, aber auch kein Trugbild. Diese Einspielung (3 CDs) mit nicht weniger als neun Kantaten kommt äußerlich äußerst bescheiden daher, überzeugt aber interpretatorisch auf ganzer Linie. Schon auf dem Cover sind nur die entsprechenden BWV-Nummern vermerkt, erst im Booklet erfährt man eher beiläufig, dass es sich um eine Auswahl aus dem sogenannten Choralkantaten-Jahrgang handelt, den Bach 1724/25 konzipierte und dennoch nicht vollständig mit allen Werken bestückte (über die Gründe wird bis heute spekuliert). In der Mehrzahl sind es eher weniger gespielte Kantaten, die hier zum Zuge kommen, und so