Literatur als Frühwarnsystem – von Pandemie-Romanen bis Klimafiktion - Kolumne

Man sagt, Schriftsteller hätten kein Gespür für die Zukunft. Sie sitzen in Cafés, rauchen zu viel und schreiben über Gefühle. Und doch sind sie es, die immer wieder das Unvorstellbare zuerst denken. Bevor Virologen über Reproduktionsraten sprachen, hatte Albert Camus schon seine Pest. Bevor Satelliten den Klimawandel fotografierten, malte J. G. Ballard in den 1960ern die überfluteten Städte der Zukunft. Vielleicht ist Literatur deshalb das zuverlässigste Warnsystem der Moderne – eines, das wir ...

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