Der geplante #DeutschlandStack ist in aller Munde. Aber welche Anforderungen muss er erfüllen, welche Rolle spielt Open Source und wie kann er Länder und Kommunen in Sachen Digitalisierung wirklich voranbringen?

Diese und weitere Fragen diskutieren Ann Cathrin Riedel, Martin Hagen, Leonhard Kugler, Jutta Horstmann, Dirk Gernhardt und Felix Kronlage-Dammers auf dem #UniventionSummit am 29. Januar in Bremen.

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Beim #DeutschlandStack kommt einem sofort #GaiaX in den Sinn, was mittlerweile mehr tot als lebendig ist. Das Ganze ist jedenfalls Buzzword kompatibel.

https://www.heise.de/news/Deutschland-Stack-2-0-Vom-abstrakten-Fundament-zum-digitalen-Betriebssystem-11144718.html

Deutschland-Stack 2.0: Vom abstrakten Fundament zum digitalen Betriebssystem

Nach der ersten Konsultationsrunde schärft der Bund das Gesamtbild für die nationale Cloud- und IT-Infrastruktur nach – mit neuen Schwerpunkten wie KI-Agenten.

heise online

#DeutschlandStack 2.0: Vom abstrakten Fundament zum digitalen Betriebssystem

» Die Neuaufnahme definiert Leitplanken wie […] das Prinzip „Made in EU“ für Marktlösungen. Dazu kommt eine Priorisierung: Eigenentwicklungen sollen vorrangig als #OpenSource realisiert werden. Beim Zukauf von Marktlösungen sind europäische Anbieter zu bevorzugen, sofern sie die Souveränitätskriterien erfüllen. «

https://www.heise.de/news/Deutschland-Stack-2-0-Vom-abstrakten-Fundament-zum-digitalen-Betriebssystem-11144718.html

Deutschland-Stack 2.0: Vom abstrakten Fundament zum digitalen Betriebssystem

Nach der ersten Konsultationsrunde schärft der Bund das Gesamtbild für die nationale Cloud- und IT-Infrastruktur nach – mit neuen Schwerpunkten wie KI-Agenten.

heise online
Der #DeutschlandStack soll die Verwaltungs-IT modernisieren – doch Transparenz bleibt Fehlanzeige. Das @digitalministerium hält Konsultationen hinter verschlossenen Türen ab. Kritiker:innen warnen: Wenn Open Source nur draufsteht, aber nicht drin ist, profitieren am Ende wieder die großen Tech-Konzerne.
➡️ https://netzpolitik.org/2025/deutschland-stack-open-source-vor-verschlossenen-tueren/
#OpenSource #Digitalpolitik #Verwaltungsdigitalisierung

#DeutschlandStack: #OpenSource vor verschlossenen Türen
https://netzpolitik.org/2025/deutschland-stack-open-source-vor-verschlossenen-tueren/#netzpolitik-pw

Kernfrage im Rahmen der #DStack Diskussion ist tatsächlich, ob aber eigentlich vor allem wie das #BMDS Verbindlichkeit auf den Stack bekommen wird. Zugleich ist das auch Thema der Umsetzungsverpflichtung aus Kapitel 4 der föderalen #Modernisierungsagenda (https://www.digitale-verwaltung.de/SharedDocs/kurzmeldungen/Webs/DV/DE/2025/12_modernisierungsagenda.html)

@esthermenhard

Deutschland-Stack: Open Source vor verschlossenen Türen

Das Digitalministerium will beim Deutschland-Stack möglichst zügig vorankommen und ist dafür offenbar zu weitgehenden Zugeständnissen bereit. Fachleute kritisieren den intransparenten Konsultationsprozess und warnen davor, dass Tech-Konzerne bei der Verwaltungsdigitalisierung noch mehr an Einfluss gewinnen.

netzpolitik.org

“Deutschland-Stack”

Open Source vor verschlossenen Türen

Das Digitalministerium will beim Deutschland-Stack möglichst zügig vorankommen und ist dafür offenbar zu weitgehenden Zugeständnissen bereit. Fachleute kritisieren den intransparenten Konsultationsprozess und warnen davor, dass Tech-Konzerne bei der Verwaltungsdigitalisierung noch mehr an Einfluss gewinnen.

Der Deutschland-Stack ist eines der größten Digitalisierungsvorhaben im schwarz-roten Koalitionsvertrag. Auch in ihrer Modernisierungsagenda beschreibt die Bundesregierung den D-Stack als entscheidende Technologie-Plattform, um die öffentliche Verwaltung zu digitalisieren.

Ein Technologie-Stack enthält in der Regel mehrere Komponenten, um Software zu entwickeln, zu betreiben und zu warten. Dazu gehören unter anderem Werkzeuge für die Entwicklung: Programmiersprachen, Datenbanken und Schnittstellen. Laut Agenda soll der Deutschland-Stack eine einheitliche IT-Infrastruktur bereitstellen, auf der die Verwaltung zum Beispiel Basisdienste betreibt, etwa Systeme, über die Wohngeld verrechnet wird oder das Begleichen von anfallenden Gebühren.

Allerdings ist weiterhin unklar, was den Stack im Detail ausmachen soll. Fest steht bislang nur: Die Zivilgesellschaft soll bei dem Thema offenbar nicht groß mitreden. Und auch das Thema Open Source kommt allenfalls am Rande vor. Profitieren könnten davon ausgerechnet die Tech-Konzerne, auch wenn deren Angebote die Anforderungen an die digitale Souveränität kaum erfüllen können.

Intransparenz und geringes Interesse an der Zivilgesellschaft

Dass viele Fragen noch offen sind, zeigt auch der Konsultationsprozess zum Stack, den das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) organisierte. Bei dem Beteiligungsverfahren konnten Verbände, Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen ihre Vorschläge und Anforderungen zu bestimmten Vorhaben einreichen. Die einzelnen Stellungnahmen und Rückmeldungen sind über die Plattform openCode öffentlich einsehbar – als ganze Konsultationsbeiträge von öffentlichen IT-Dienstleistern, Nicht-Regierungs-Organisationen und privaten Herstellern oder als Anregungen zu einzelnen Fragen. So wies der Verband Green Software auf die Umweltbelastung durch Software hin und Dirk Gernhardt vom IT-Referat München fragt: Sollten konkrete Produkte und Technologien in Vergabeverfahren verbindlich gefordert werden können, „liefert der Deutschland-Stack dafür den rechtlichen Rahmen“?

Parallel zu dem Verfahren fanden geschlossene Workshops mit ausgewählten Beteiligten statt. Thilak Mahendran von der Agora Digitale Transformation kritisiert (PDF), dass das BMDS weder die Teilnehmenden noch die Ergebnisse dieser Workshops bislang transparent gemacht hat. „Dies widerspricht dem Anspruch eines offenen Verfahrens.“ Auch habe das Ministerium die Zivilgesellschaft nicht aktiv in den Beteiligungsprozess einbezogen, so Mahendran gegenüber netzpolitik.org. Über Wochen habe das Stichwort „Zivilgesellschaft“ auf der Website zum D-Stack gefehlt.

Neben Mahendran war auch die ehemalige Bundestagsabgeordnete und Digitalaktivistin Anke Domscheit-Berg zu einem Workshop zum Thema Open Source eingeladen, den die Open Source Business Alliance (OSBA) auf eigene Initiative am 5. Dezember in den Räumlichkeiten des BMDS veranstaltete. Unter den Teilnehmenden waren Open-Source-Unternehmer*innen sowie Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft, von Open-Source-Stiftungen, aus der Politik und von Behörden sowie zwei Vertreter*innen aus dem Digitalministerium.

Allerdings scheint das Ministerium diesem Workshop nicht allzu große Bedeutung beizumessen. Auf einer Konferenz des Hasso-Plattner-Instituts Anfang Dezember habe Staatssekretär Markus Richter davon gesprochen, dass der Beteiligungsprozess zum Deutschland-Stack abgeschlossen sei, erinnert sich Anke Domscheit-Berg gegenüber netzpolitik.org. „Da hatte der Workshop der OSBA noch gar nicht stattgefunden.“

Schwammige und unverbindliche Kriterien

Außerdem ist weiterhin offen, welche Dienste und Cloud-Angebote in den Stack aufgenommen werden und welche nicht. Dafür brauche es klare Vorgaben, einschließlich roter Linien, de Mindeststandards definieren müssen, so Domscheit-Berg. Bislang seien die vorgegebenen Kriterien aber nicht nur schwammig, unambitioniert und teils sogar kontraproduktiv für das Ziel digitaler Unabhängigkeit, sondern außerdem auch noch unverbindlich formuliert: „Durch das Fehlen einer Bewertung entlang der Kriterien ist kein Ausschluss vom Tech-Stack gegeben“, heißt es im entsprechenden Dokument.

Der überschaubare Kriterien-Katalog soll demnach nur einen Eindruck darüber vermitteln, ob und inwiefern die fragliche Technologie für den Stack etwa digital souverän, interoperabel und vertrauenswürdig ist.

Ob eine Software oder Cloud-Lösung digital souverän ist, lässt sich laut Katalog entlang von sechs Stufen kategorisieren. Die Mindestestufe 0 erfüllt ein Angebot nur dann, wenn es Nutzenden ermöglicht, „mit überschaubarem Aufwand“ zu einer „vergleichbaren Alternative“ zu wechseln. Können die Nutzenden Einfluss darauf nehmen, wo Daten gespeichert werden, sei die Lösung zu 20 Prozent digital souverän (Stufe 1). Erlaubt das Angebot es darüber hinaus, Einfluss „auf den Anbieter oder zur aktiven Teilnahme an der Community“ zu nehmen, sei sie zu 40 Prozent digital souverän. Die höchste Stufe 5 erreicht eine Lösung, wenn sie „die Möglichkeiten zum vollumfänglichen Einfluss“ beinhaltet. Der Kriterien-Katalog schweigt sich darüber aus, worin diese Möglichkeiten bestehen.

Ohne eine klare Zielvorstellung davon, was digitale Souveränität „im Kontext des Deutschland-Stacks konkret bedeutet“, könne das Kriterium jedoch nicht „zweckdienlich“ umgesetzt werden, hält eco, der Verband für Internetwirtschaft, in seiner Stellungnahme zum Deutschland-Stack (PDF) fest. Dabei sei grundsätzlich fraglich, ob digitale Souveränität den anderen Kriterien gleichgestellt sein sollte.

Vorrang von Open Source ist gesetzlich vorgeschrieben

Die öffentliche Vergabe an sogenannte Hyperscaler, die große Rechenzentren und eine flexible Skalierung etwa von Cloud-Diensten anbieten. reguliert der Katalog nicht. Dabei wird digitale Souveränität in der Regel auch als technologische Unabhängigkeit von Big Tech verstanden. Ebensowenig räumt Stack offener Software verbindlich Vorrang ein, wie es etwa das E-Government-Gesetz des Bundes (EGovG) tut.

Das EGovG regelt die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Digitalisierung der Bundesverwaltung. Dort heißt es konkret: „Die Behörden des Bundes sollen offene Standards nutzen und bei neu anzuschaffender Software Open-Source-Software vorrangig vor solcher Software beschaffen, deren Quellcode nicht öffentlich zugänglich ist oder deren Lizenz die Verwendung, Weitergabe und Veränderung einschränkt.“

Dennoch gebe es immer wieder Ausschreibungen explizit für Hyperscaler, so Domscheit-Berg. Ein Beispiel dafür sei die aktuelle Ausschreibung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie für Clouddienste von Amazon, die beim Betrieb der deutschen Forschungszentrale zum Einsatz kommen sollen. Der Deutschland-Stack müsse so etwas künftig verhindern. Andernfalls riskiere man, dass sich Konzerne wie Microsoft, Amazon und Google im Stack fest einrichten und sich so die technologische Abhängigkeit von ihnen verfestigt. „Wenn man den Deutschland-Stack abschalten kann, zwingt man die öffentliche Verwaltung in die Knie“, warnt Domscheit-Berg.

Marktrelevanz ist dem Digitalministerium wichtig

Das Digitalministerium will die Angebote der Tech-Konzerne für den Deutschland-Stack aber offenbar nutzen. Heiko Hartenstein, Referent und Leiter Architekturmanagement Dienstekonsolidierung im Digitalministerium, räumt dem Kriterium der Marktrelevanz klar Vorrang ein. Das Ministerium verfolge das Ziel, „möglichst schnell und einfach digitale Angebote zu schaffen“. Dabei gehe es darum, „das abzuholen, was schnell verfügbar ist“, so Hartenstein beim Workshop der OSBA. Gerade Hyperscaler könnten hier punkten.

Das Digitalministerium will nun bis Mitte Februar die Ergebnisse der Konsultation und der Workshops auswerten und das Konzept des Deutschland-Stacks überarbeiten. Spätestens dann wird sich wohl zeigen, ob sich das Ministerium die Kritikpunkte aus dem Workshop zu Open Source zu Herzen nimmt oder nicht.

Esther Menhard ist freie Autorin bei netzpolitik.org. Sie recherchiert zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und nimmt dazu gerne Hinweise entgegen. Von Haus aus Philosophin, interessiert sie sich für Datenethik, die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Digitalität, AdTech, Open Access und Open Source. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon Bluesky. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

“Deutschland-Stack” – Beueler-Extradienst

Der #Deutschlandstack bleibt ein Rätsel. Trägt er zu dig. Souveränität bei (eig. Ziel) o zementiert er Abhängigkeit von BigTech (Tendenz)?

In @netzpolitik_feed@chaos.social.org schreibt @esthermenhard darüber, inkl meiner Kritik zu den akt. Entwicklungen, insb. zu #opensource, schrägen Kriterien zur Bewertung von Lösungen u zum Beteiligungsprozess beim #DEStack nach Teilnahme am Workshop der @OSBA zu OSS im DStack ⬇️

https://netzpolitik.org/2025/deutschland-stack-open-source-vor-verschlossenen-tueren/

#39C3

Deutschland-Stack: Open Source vor verschlossenen Türen

Das Digitalministerium will beim Deutschland-Stack möglichst zügig vorankommen und ist dafür offenbar zu weitgehenden Zugeständnissen bereit. Fachleute kritisieren den intransparenten Konsultationsprozess und warnen davor, dass Tech-Konzerne bei der Verwaltungsdigitalisierung noch mehr an Einfluss gewinnen.

netzpolitik.org

pandolin.io:
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Mia san Microsoft: Wie Bayern den Deutschland-Stack blockiert. Und sich selbst schadet.
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".. Während 15 Länder auf offene Standards setzen, klammert sich Bayern an überholte Muster und irrt in ein digitales Biedermeier."

"Dataport vs. AKDB: Verpasste Chancen im Vergleich Nord gegen Süd"

https://www.pandolin.io/mia-san-microsoft-wie-bayern-den-deutschland-stack-blockiert-und-sich-selbst-schadet/

3.12.2025

#Abhängigkeit #AKDB #Bayern #Cloud #Dataport #Deutschland #DeutschlandStack #DigitaleSouveränität #IT #Microsoft #OpenSource #Software

Mia san Microsoft: Wie Bayern den Deutschland-Stack blockiert. Und sich selbst schadet.

Bayern blockiert als einziges Bundesland den Deutschland-Stack und riskiert damit, digitale Souveränität zu verspielen. Während 15 Länder auf offene Standards setzen, klammert sich Bayern an überholte Muster und irrt in ein digitales Biedermeier.

pandolin.io
Stellungnahme der OSBA zum Deutschland-Stack | OSBA – Open Source Business Alliance

Der Deutschland-Stack ist eines der wichtigsten Digitalvorhaben der Bundesregierung zur Stärkung der digitalen Souveränität und der IT-Wirtschaft. Die Open Source Business Alliance (OSBA) unterstützt…

OSBA – Open Source Business Alliance

Diese Punkte waren den Teilnehmenden am Workshop zum Deutschland-Stack besonders wichtig:

👉 klarer Open-Source-Vorrang im Deutschland-Stack
👉 strenge Verbindlichkeit der Kriterien
👉 ambitionierte messbare Ziele.

Vielen Dank an alle, die teilgenommen und die Diskussion bereichert haben! 🙏

Wir bleiben auf jeden Fall am Ball und werden auch die weiteren Entwicklungen eng begleiten.

#OpenSource #DeutschlandStack

https://osb-alliance.de/verbands-news/open-source-workshop-zum-deutschland-stack

@smphr @sven @fkr @bkastl @ankedb @YannickAntonio

Open-Source-Workshop zum Deutschland-Stack | OSBA – Open Source Business Alliance

Am 5. Dezember 2025 veranstaltete die OSBA im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung einen Open-Source-Workshop im Rahmen der Konsultation zum Deutschland-Stack.

OSBA – Open Source Business Alliance