Was ich als Kind erleben musste, wäre mit echter Inklusion nicht möglich gewesen. An der Sonderschule wurde ich im Schwimmunterricht öffentlich bloßgestellt und gezwungen, nackt teilzunehmen, weil ich meine Sachen "vergessen" hatte.

Das war erniedrigend. Das war beschämend. Das war Machtmissbrauch. Meine Würde zählte nicht. Meine Gefühle zählten nicht.

An einer Regelschule wäre so etwas undenkbar gewesen. Dort gelten klare Regeln zum Schutz von Kindern. Diese Erfahrung hat mich geprägt. Und genau deshalb kämpfe ich für echte Inklusion. Damit Kinder sicher sind. Damit so etwas nie wieder passiert.

#Inklusion #Behinderung #Blindenschule #Missbrauch

Beim Schularzt mussten wir uns ganz ausziehen. Nackt. Alle Jungen und Mädchen in einer Reihe. Wir warteten, bis wir einzeln reingerufen wurden. Ich habe mich geschämt. Ich war nur ein Kind. Das war #SchwarzePädagogik. #Blindenschule #Gewalt #EinfacheSprache
Ich war traurig, hatte Angst und wollte nicht mehr zur Schule. Die Lehrerin sagte: „Dann geh doch zur #Sonderschule, wenn du heulen willst.“ Ich war schon auf einer. Das war #SchwarzePädagogik. Das war Erniedrigung. #Blindenschule #Trauma #EinfacheSprache
Ich habe im Unterricht mit den Augen gelesen, nicht mit den Händen. Die Lehrerin schimpfte: „Du bist hier nicht im Lesezoo!“ Ich war aber nicht blind. Ich war nur sehbehindert. Ich wurde beschämt. Das war #SchwarzePädagogik. #Gewalt #Blindenschule #EinfacheSprache
2/2 Wir waren aber nicht alle blind. Ich war nur sehbehindert. Ich wurde gedemütigt. Das war #SchwarzePädagogik. #Blindenschule #EinfacheSprache
1/10 Ich habe in der Grundschulezeit keine Freundschaften schließen können. Nicht weil ich nicht wollte. Sondern weil ich jeden Tag sechs Stunden im Taxi oder Bus saß. Drei Stunden hin zur #Blindenschule. Drei Stunden zurück. Kein #Kind bleibt da noch zum Spielen.
!/3 Stell dir vor, du bist #Sonderschüler. Eine #Blindenschule. Du bist #sehbehindert. Deine Welt ist nie ganz hell, nie ganz dunkel. Aber du siehst. Und dann, in der Pause, musst du aufs Klo. Du gehst rein. Finsternis. Kein #Licht. Du tastest dich vor, stolperst, deine Hand landet in der Schüssel.
5/10

„Geheilt“, dachte ich mir. Ich träumte von einer normalen #Schule, von einem Leben ohne die ewige Dunkelheit der #Blindenschule. Ich stellte mir vor, wie ich Comics lese, wie ich in einem normalen Klassenzimmer sitze. Doch kaum war ich zu Hause, fuhr meine Mutter mit mir zu meiner Augenärztin. Sie hatte auch so ein Gerät, das klickte. Und wieder sollte ich sagen, was ich sehe. Ein Test, den ich sehr ernst nahm.
2/10

Ich fand es fast lustig. Ein Augenarzt? In der #Blindenschule? Ich dachte, hier sei klar: „Ihr seid blind.“ Warum also wissen wollen, was ich noch sehen kann? Der Arzt stellte sich als „Landesarzt für Blinde und Sehbehinderte in Hamburg“ vor. Ein beeindruckender Titel. Ich dachte mir nur: „Hat wohl nicht für mehr gereicht.“ Seine Aufgabe: herausfinden, wie gut ich wirklich sehe. Und so begann ein seltsames Spiel.
1/10

Ich war acht Jahre alt. #Blindenschule in Hamburg. Ein Ort, der Dunkelheit nicht nur lehrte, sondern förmlich feierte. Räume wurden abgedunkelt, Handtücher über die Hände gelegt, damit ich #Punktschrift nicht mit den Augen lese. Auf den Toiletten gab es kein Licht. „Blinde brauchen kein Licht“, sagten sie. Es war, als wollte man uns alle auf Biegen und Brechen blind machen. Doch dann hieß es plötzlich: „Du gehst zum Augenarzt.“