1. Jan 1925: Auf der Jahrestagung der American Astronomical Society #AAS stellt Edwin #Hubble seine Erkenntnisse über den #Andromedanebel #M31 als Galaxie außerhalb der Milchstraße vor.

Sterneninseln auf Kollisionskurs: Wann trifft die Andromeda-Galaxie die Milchstraße?

Franziska Konitzer Autorin Karl Urban Moderator

Als der fränkische Astronom Simon Marius im Jahr 1612 erstmals sein Fernrohr auf einen nebligen Fleck im Sternbild Andromeda richtet, kann er noch nicht ahnen, was er da eigentlich sieht: Marius beschreibt „schimmernde Strahlen, die um so heller werden, je näher sie dem Zentrum sind.“ Den Lichtglanz im Zentrum erscheint dem Astronomen wie „wenn man aus großer Entfernung eine brennende Kerze durch ein durchscheinendes Stück Horn betrachtet“. Damit ist wohl Simon Marius der erste Astronom, der den Andromedanebel durch ein Fernrohr beobachtete.

Spätere Beobachtungen mit besseren Fernrohren und Teleskopen ergeben, dass dieser Andromedanebel spiralförmig ist. Und im Jahr 1912, fast genau dreihundert Jahre nach Simon Marius, richtet der Astronom Vesto Slipher sein Teleskop gen Andromedanebel und findet dabei heraus: Dieser recht hübsche Spiralnebel kommt mit Karacho auf uns zugeflogen: Slipher ermittelte für den Nebel eine sogenannte Radialgeschwindigkeit von 300 Kilometern pro Sekunde.

Heutzutage wissen wir, dass der Andromedanebel überhaupt kein Nebel ist – sondern eine eigenständige Sterneninsel. Sie ist also eine Galaxie genau wie unsere Milchstraßeund wie sie ein Teil der Lokalen Gruppe, gehört somit zu unserer unmittelbaren kosmischen Nachbarschaft. Die Andromedagalaxie ist derzeit rund 2,5 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Allerdings: Diese Entfernung wird immer geringer, denn wegen ihrer hohen Radialgeschwindigkeit scheint es so, als würde die Andromedagalaxie direkt auf die Milchstraße zufliegen.

Deshalb gilt es seit fast einem Jahrhundert eigentlich als ausgemachte Sache, dass die Andromedagalaxie und die Milchstraße irgendwann zusammenstoßen und miteinander verschmelzen werden: Aus den zwei Spiralgalaxien würde so eine einzige, größere elliptische Galaxie werden.

Und doch war und ist noch vieles unklar bei dieser potenziellen kosmischen Kollision: Wird es einen frontalen Zusammenstoß geben? Oder eher eine Art Streifschuss? Oder fliegt die Andromedagalaxie auch einfach an der Milchstraße vorbei?

In dieser Folge erzählt Franzi von der lange erwarteten Verschmelzung der Milchstraße mit der Andromedagalaxie – und was diese mit galaktischer Eschatologie, Tangentialgeschwindigkeiten und Messunsicherheiten zu tun hat.

Episodenbild: NASA, ESA, STScI, Till Sawala (University of Helsinki), DSS, J. DePasquale (STScI)

1. Jan 1925: Auf der Jahrestagung der American Astronomical Society #AAS stellt Edwin #Hubble seine Erkenntnisse über den #Andromedanebel #M31 als Galaxie außerhalb der Milchstraße vor.
Nutzt den #Herbst, den #Andromedanebel live anzugucken. Ich war am Wochenende ziemlich erstaunt, dass KuratorInnen der Ausstellung zu Kunst und Technik im #Frankfurt|er #Liebieghaus die uns nächstgelegene richtig große Galaxie am Südhimmel verorten:
https://blog.tfiu.de/das-verschwinden-der-nacht-in-der-skulpturensammlung.html
#zuengeln #Astronomie
Engelszüngeln: Das Verschwinden der Nacht in der Skulpturensammlung

Milchstraße & Andromeda
02.08.2022, 23:23 MESZ

#NikonD7200 | 18mm | f/3,5 | 20x10 Sek. | ISO 6400 | 08/2022
#Milchstraße #MilkyWay #Andromeda #Galaxy #Galaxie #Astrofotografie #Astrophotography #Astro #trees #treescape #Bäume #Baumkronen #Andromedanebel