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@TheRiver2010 Das hoffen wir alle auch. Danke!


@Lebensstrom
@toottheologin
War bei mir zum Glück auch so, dass meine Eltern bis zuletzt für sich sorgen konnten und keine externe Pflege gebraucht haben. Ich hätte es auch nicht gekonnt.
Gut, dass du das für deine Tante tun kannst.
@angel Es ist immer ein Abschätzen. Leider sind es oft genau jene Kinder, denen die Eltern wenig Selbstvertrauen mit auf den Weg gegeben haben, die in diese Falle stürzen.
@Lebensstrom Ja, das ist sie. Ich hoffe, der Gutachter für den Pflegegrad sei gestern oder heute endlich gekommen. Das ist alles so beelendend, wie langsam die Mühlen mahlen. Und dabei geht wertvolle Zeit für Reha verloren.
Danke für dein Mitgefühl.
@bruno @_DigitalWriter_
Linux Mint kenne ich nicht. Mir gefallen Zorin und Elementary sehr gut. Kann mir beide gut als ideal für Umsteiger*innen vorstellen.

Für mich habe ich jetzt noch Fedora auf einen Stick geladen, weil ja diese Manjarokrise im Hintergrund winkt. Gefällt mir ebenfalls sehr gut.

Letztlich sind es wohl für bereits Linux nutzende User*innen eher so kleine Details, die letztendlich matchentscheidend sind.
Da ist diese eine Situation, die mich immer wieder sehr beschäftigt. Und wütend macht.

Thema: Alte Eltern pflegen.

Eine liebe Freundin, knapp über 70 inzwischen, verlor vor ein paar Jahren ihren Vater. Ihre Mutter fiel aus allen Wolken. Sie hatte keine Ahnung vom Leben, weder von Versicherungen, noch von Geld, von Steuererklärungen etc.. Ihr Göttergatte hatte sie auf Hände getragen, ihr alle Steine aus dem Weg geräumt. Noch nicht einmal ein eigenes Bankkonto hatte sie.

Unsere Freundin hat sich um alles gekümmert, Erbschaft, Papierkram, Versicherungen, Bankkonto. Auch darum, dass die sehbehinderte alte Dame einen Pflegegrad bekam und damit Anspruch auf Unterstützung, pflegerisch und finanziell.

Unsere Freundin betreute ihre Mutter und besuchte sie fortan täglich. Anspruch auf das Pflegegeld erhebt sie nicht, zumal die Mutter es ihr auch nicht anbietet. Sie hat ja sowieso kaum Ahnung von all diesen Dingen.

Dass die Mutter-Tochter-Beziehung schwierig ist, muss ich hier vielleicht noch erwähnen. Die Mutter dankte es ihrer Tochter nie, dass sie sich täglich um sie kümmerte, nahm alles selbstverständlich hin. Wenn die andere, weiter weg wohnende Tochter allerdings zu Besuch kam, wurde diese gelobt für jeden Finger, den sie rührte, während unsere stets anwesende Freundin kaum wahrgenommen wurde.

Ich habe unserer Freundin oft gesagt, sie solle sich mehr um sich selbst kümmern und ihre Mutter an eine Pflegerin gewöhnen, zumal sie selbst gesundheitlich auch angeschlagen ist (Rheuma). Sie hat seit dem Tod ihres Vaters ihre eigenen Bedürfnisse hintangestellt, und sie ging, auch wenn es ihr nicht gut ging, zur fordernden Mutter, hatte kaum mehr Zeit für sich und ihre künstlerischen Projekte. Auch ging sie zu spät zum Arzt ...

Im Dezember 25 musste sie notfallmäßig ins Krankenhaus und inzwischen hat sie nur noch ein Bein. Sie sitzt in der Kurzzeitpflege und wartet auf einen Platz in der Reha und auf den Umzug in die neue behindertengerechte Wohnung, die Freund*innen ihr bereitstellen.

Die Mutter wurstelt derweilen allein, will, so viel ich weiß, keine Pflege annehmen. Und unsere Freundin fühlt sich noch immer verantwortlich.

Neulich sagte sie zu uns, dass sie letztlich genau die Rolle des Vaters weitergeführt habe, anstatt ihrer Mutter das Leben in der heutigen Welt näherzubringen. Das bereut sie heute.

Vor kurzem sagte diese Mutter zu ihr am Telefon, dass sie sich im Haus gestoßen habe. Sie sehe ja nicht so gut.

Dann sagte sie: »Du weißt ja gar nicht wie das ist, wenn man nicht richtig gehen kann!«

Zu unserer Freundin, die zurzeit im Rollstuhl auf die Reha und auf das Gehenlernen mit Prothese wartet.

Jedes Mal, wenn ich an diesen Satz denke, werde ich furchtbar wütend und entsetzlich traurig.

Ich bin ja schon dafür, Eltern zu unterstützen, aber nicht um jeden Preis.

Und ich finde schon, dass älter werdende Eltern sich von ihren Kindern unterstützen lassen dürfen und Bedürfnisse anmelden, aber auch das nicht um jeden Preis.

Es ist wohl keine Beziehung so fragil wie die zwischen Eltern und Kindern.
Der Liebste hat am Freitag den vor Wochen schon waschmaschinegewaschenen Autoschlüssel dank purem Ersatz der Batterie wieder zum Laufen gebracht (ein neuer hätte wohl über 200 CHF gekostet).

Heute hat er das Ersatzhinterrad meines E-Bikes gegen das reparierte Originalrad zurückgetauscht.

Des Weiteren hab ich heute Elementary- und Zorin-OS auf 2 Sticks geschoben – zum Testen und Installieren für umsteigewillige Windowsnutzende.

Wir könnten glatt ein eigenes Repair- u/o Diday-Café eröffnen.

#Diday #Repaircafé #Linux
Lesetipp:
»Ladies and Gentlemen and everybody beyond
Das haben wir heute im Angebot:
• Gefährliche Gleichsetzung: Israel-Kritik wird häufig mit Antisemitismus vermengt. Wie führen wir eine differenzierte Debatte, in der Menschen nicht auf gesichtslose Karikaturen reduziert werden?
• Binswangers Wochenkommentar: Medienminister Albert Rösti interpretiert das Abstimmungsergebnis zur Halbierungsinitiative frei nach seinem Gusto – und betritt damit autokratisches Terrain
• Migrationspolitik mit Herz: Während in den USA Immigranten brutal ausgeschafft werden, will Spanien Einwanderinnen unbürokratisch integrieren. Eine neue Folge des Podcasts «Update!»

Ihr
@[email protected]«

https://www.republik.ch/2026/03/14/republik-am-wochenende
Wer Israel kritisiert, gerät selbst in die Kritik. Warum ist das so? Zudem: Eine neue «Update»-Folge und Binswangers Wochenkommentar

@Harald Wechselwirkung. 🤷🏼‍♀️
Wenn ich die Rentenperspektiven anderer in meinem Alter (ü60) höre, denke ich, wie anders die Welt von arbeitsweltkompatiblen Menschen im Vergleich zu jener von Menschen wie mir doch ist. Total andere Ausgangslagen, die sich auf alle Lebensbereiche auswirken.

Immerhin werde ich schon mit 63 Jahren frühpensioniert, sprich: von der einen zur anderen Kasse weitergereicht, doch ich werde wohl lebenslänglich Ergänzungsleistungen brauchen. (Ja, immerhin gibt es diese Möglichkeiten, worüber ich sehr froh bin. Ich lasse mir meine Würde nicht nehmen.)

Warum? Ich konnte schon seit Mitte 20 nicht mehr voll arbeiten, weil ich dazu nicht genug (Anpassungs-)Energie hatte; und seit 9 Jahren bin ich ganz raus. Für eine Nichterwerbsfähigkeitsrente war ich 2 % zu wenig kaputt. Dabei hätte ich, da bin ich mir sicher, statt zu kosten, weiterarbeiten können, allerdings unter anderen Bedingungen. Home-Office zum Beispiel.

Doch leider werden Menschen, die anders ticken lieber ausgemustert als mitgedacht. Außerdem braucht es ja Feindbilder; Schmarotzer*innen, auf denen sich herumhacken lässt und die sich nicht wehren können.

In meinem Kanton wird in zwei Wochen darüber nachgedacht, ob die Sozialhilfebezüger*innen noch weniger Geld bekommen sollen.