Die ersten zwei Läufe des Jahres & mal wieder etwas Verletzungspech
Die guten Nachrichten kommen natürlich zuerst: Die beiden Läufe, die für den März geplant waren, haben nicht nur stattgefunden, was sie ja auch so gemacht hätten, sondern ich war auch dabei. Endlich mal wieder. Und beide haben auf ihre Art echt Spaß gemacht. Fangen wir mal mit dem ersten an.
Lauf der Sympathie 2026
Der Lauf der Sympathie ist ein vergleichsweise kleiner Lauf, der von Falkensee nach Spandau führt. Er fand dieses Jahr zum 37. Mal statt und obwohl er quasi direkt um die Ecke ist, bin ich vorher noch nie dabeigewesen. Aber grundsätzlich passte das ganz gut, denn zum Zeitpunkt des Laufes war ich noch auf etwas kürzeren Distanzen unterwegs. Die 10 Kilometer dieses Laufes wären ohnehin dran gewesen und fix mit dem Bus nach Falkensee und dann heimlaufen ist ja auch ganz witzig.
Ein erstes Staunen oder vielmehr Kopfschütteln kam dann am Tag der Startnummernabholung. Das konnten wir – meine Frau war beim Lauf mit dabei – in den Spandau Arcaden erledigen. Es war am Ausgabestand recht wenig los, so dass es eine Sache von wenigen Minuten war. Zu Hause aber fiel mir dann auf, dass die Startnummern irgendwie gebraucht wirkten. Sie waren ein wenig geknittert und die Löcher für die Befestigung waren nicht mehr wirklich rund.
Obendrein war die Adresse des Sponsors, eines Spandauer Autohauses, mit einer neuen Adresse überklebt. Ich zeigte das bei Instagram und siehe da, mein Verdacht stimmte: Die Startnummern werden tatsächlich nach dem Lauf wieder eingesammelt und im Folgejahr erneut verwendet. Aber mal ehrlich: Neue Startnummern kosten nicht die Welt und es ist doch auch schon logistisch viel einfacher, fix neue Startnummern zu beschaffen, als die alten zu glätten und dann noch ordentlich neue Adressen draufzukleben. Die paar Euro sollte der Sponsor doch wirklich lockermachen können. Alternativ macht man halt das Startgeld etwas teurer. Aber wiederverwendete Startnummern? Echt mal, das ist wirklich eine krass peinliche Nummer!
Der Lauf selbst war erwartungsgemäß nett, die Strecke kannten wir gut und da meine Frau das Tempo vorgab, ging es für mich recht gemütlich zur Sache. Die Stimmung auf der Strecke passte, neben der Strecke war es hingegen ziemlich ruhig, Aber das ist hierzugegend ja üblich. Da wird lieber tagelang in den sozialen Medien über kurzzeitige Straßensperrungen lamentiert, als sich einfach mal mit den Sportlern darüber zu freuen, dass so viele Menschen Spaß haben.
Nebenbei trafen wir noch etliche Leute, die wir von Instagram her kennen. Allerdings haben wir uns hinterher ganz schnell verkrümelt. Am Rathaus Spandau war es rappelvoll und so haben wir nur fix die Startnummern abgegeben – fürs nächste Jahr 😆 – und dann einen ganz entspannten Lauf nach Hause gemacht.
Generali Prague Half Marathon 2026
Gleich zwei Wochen später stand dann Prag auf dem Zettel. Das ist ja letztes Jahr wegen Krankheit ins Wasser gefallen und auch dieses Jahr wackelte es, weil ich ja Anfang des Jahres den Unfall hatte. Aber es ging alles gut und wir machten uns auf die Reise. Gleich am Anreisetag hieß es dann, Startnummern holen und wir staunten nicht schlecht, was für eine lange Schlange aus der Halle kam, in der es die Nummern geben sollte.
Ganze 450 Meter lang war sie und ein Helfer des Veranstalters flitzte mit Megaphon an der Schlange entlang und sagte, dass es wohl locker 3 bis 4 Stunden dauern könne, weil aus Sicherheitsgründen immer nur wenig Leute in die Halle durften. Allerdings hatten wir Glück und es dauerte keine Stunde, bis wir am Stand für die Startnummern standen. Nach insgesamt 65 MInuten Wartezeit hatten wir sie dann in der Hand.
Am Samstag stand dann endlich der Halbmarathon selbst an. Ich hatte zwar ein wenig Bedenken, dass es in der Metro sehr voll werden könnte, immerhin war sie inzwischen die einzige Option um von der anderen Seite der Moldau zum Start zu gelangen. Aber glücklicherweise waren nicht alkle so früh unterwegs wie wir, weshalb es vergleichsweise leer war.
An der Metrostation war es dann deutlich besser organisiert, als es am Vortag noch den Anschein machte. Direkt am Ausgang standen schon Einweiser und zeigten den richtigen Weg. Vor Ort gab es dann eine so genannte Technical Area, in der sich die Zelte für die Taschenabgabe befanden, sowie Toiletten und Umkleidemöglichkeiten. Und vor allem ausreichend von allem.
Im Bereich der Startblöcke traf ich dann noch auf zwei Kollegen, andere Bekannte und Freunde traf ich leider nicht, obwohl ich von einigen wusste, dass sie ebenfalls dabei sind. Aber es gibt Schlimmeres, gelle?!
Das Wetter spielte übrigens richtig gut mit. Noch wenige Tage vorher war fetter Regen angesagt, der verschwand dann aber rechtzeitig aus den Vorhersagen und es wurde ein richtig schöner Tag mit strahlendem Sonnenschein. Die Stimmung auf und an der Strecke hätte besser nicht sein können und zur Stadt selbst muss man ja kaum etwas sagen. Prag ist an sich eine wunderschöne Stadt und dort laufen, macht richtig Spaß.
Die Strecke führte dabei mal eben direkt über den Altstädter Ring (Staroměstské náměstí), was wieder eine witzige Gemeinsamkeit mit dem Lauf der Sympatie ist. Denn auch in Spandau gibt es einen Altstädter Ring und der wurde beim Lauf zumindest gekreuzt. In Prag hingegen ging es quer drüber, mitten durch den Ostermarkt, der zu diesem Zeitpunkt dort stattfand. Und wer Prag kennt, der weiß genau, wie viele Touristen auf dem Altstädter Ring unterwegs sind. Und mittendurch ging dann mal eben die Laufstrecke. In Deutschland wäre das vermutlich undenkbar.
Und um es jetzt nich ausufern zu lassen, mal ganz kurz: Der Halbmarathon war echt toll. Eine tolle Strecke, super Stimmung auf und an der Strecke und zur Stadt selbst muss man ja kaum etwas sagen. Prag ist eben eine wunderschönde Stadt und hier an einer solchen Veranstaltung teilnehmen zu können, ist ein echtes Erlebnis.
Verletzungspech
Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten. Denn abgesehen von den Unfallfolgen aus dem Januar und den üblichen Wehwehchen durch meine Vorerkrankungen war ich nun schon beinahe vier Wochen verletzungsfrei. Das war dem Schicksal wohl zu viel und so geschah es dann am Montag früh, dass ich mit demm rechten Fuß auf einer schrägen Kante aufkam, das Fußgelenk umknickte und zack, lag ich im Dreck.
Der Fuß schmerzte zwar, aber ich setzte den Lauf fort. Das das ging, deutet zum Glück datauf hin, dass weder etwas gebrocen, noch etwas gerissen war. Und auch den Tag über, beim Sightseeing in der Prager Burg (Pražský hrad), hielt der Fuß durch. Es schmerzte zwar, aber ich konnte ihn halbwegs normal belasten. Allerdings kam der Schreck am Dienstagmorgen. Das Fußgelenk war auf gut doppelte Größe angeschwollen. Also beließ ich es bei einer klitzekleinen Rinde Streakerhalt.
Inzwischen, fünf Tage danach, sind wieder etwas längere Strecken drin un der Fuß selbst schmerzt nur noch, wenn ich direkt auf dem Gelenk herumdrücke. Und die Schwellung ist auch nur noch sehr gering vorhanden, also fast verschwunden. Also scheine ich alles in allem doch Glück gehabt zu haben und die Sache ich bald komplett erledigt. Drückt mir die Daumen, dass es dann endlich mal etwas länger ohne Verletzungen weitergeht. 🙂
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