Felix Lehmann

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Themen: Rechtsextremismus, Naturschutz von Rechts
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Provokante Oper in Stuttgart - Wie finden die Zuschauer die „Sancta“-Aufführung?

Bei der aktuellsten Aufführung der umstrittenen Opernperformance in Stuttgart ist niemand in Ohnmacht gefallen. Stattdessen gab es einhelligen Jubel vom Publikum.

Stuttgarter Nachrichten
Florentina Holzinger: Wieso ihr Stück „Sancta“ ausgerechnet in Stuttgart spaltet

Skandale sind seit jeher Bestandteil großer Theater-Aufführungen. Aber dass in der Staatsoper Stuttgart Florentina Holzingers Stück „Sancta“ so kontrovers aufgenommen wurde, sagt auch viel über den Kulturbetrieb (nicht nur) in Stuttgart aus

Für weitere Informationen und die Einordnung des Netzwerks „Tradition, Familie, Privateigentum“ (TFP) lohnt sich die Recherche von
@lina_dahm:
https://www.aida-archiv.de/2023/08/08/kreuzritter-gegen-die-moderne/
Kreuzritter gegen die Moderne – a.i.d.a. Archiv München

Das extrem rechte, ultrakatholische Netzwerk „Tradition, Familie, Privateigentum“ und die fundamentalistische „Deutsche Vereinigung für Christliche Kultur“, die sich antifeministisch und queerfeindlich positioniert.

Diese Mobilisierung reiht sich in die Motivationen rechter Akteur*innen auf verschiedensten Ebenen ein, Kunst und Kultur mit politisch-progressiven Ansprüchen in ihrer Freiheit zu beschneiden und sie teils ganz konkret über Entzug öffentlicher Förderungen zu verunmöglichen.

Es gab/gibt auch Aufführungen ohne größere Zwischenfälle, wie sie medial teils unzutreffend verbreitet wurden. Denn: Die teils undifferenzierte Berichterstattung basiert oft nicht auf Eindrücken vor Ort.

Spätestens seit der #Sancta-Aufführung am Samstag ist klar, dass extrem rechte Akteur*innen die Gelegenheit nutzen, um sich Gehör für ihre Anliegen zu verschaffen. Am vergangenen Samstag haben mindestens zwei Gruppierungen gegen die Aufführung vor die Oper Stuttgart mobilisiert:

Florentina Holzingers Operninszenierung „Sancta“ und die fundamentalistische, christliche Rechte: Neben sachlicher Diskussion erfahren die Choreografin Florentina Holzinger und ihr Team mit der erhöhten medialen Aufmerksamkeit seit Anfang Oktober Anfeindungen und Bedrohungen.
Alle Veranstaltungen haben Hinweise auf die evtl. verstörenden Inhalte. Dennoch ist es erwartbar und verantwortungsvoll, dass Zuschauende die Aufführung (kurz) verlassen können.

Die Woche startet mit einer neuen Folge meines Podcasts „Antifeministische Allianzen“.

In der zweiten Folge, mit dem Titel „cuius regio, eius religio“, geht es um die lange Geschichte des §218 StGB, welche Auswirkungen die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen hat und wie die aktuelle Regelung Räume für radikale AbtreibungsgegnerInnen schafft.

Links und RSS-Feed findet Ihr auf meiner Webseite: https://antifeministischeallianzen.wordpress.com/home/podcast/

Podcast „Antifeministische Allianzen“

Antifeminismus schlägt Brücken. In Parlamenten, auf der Straße und im Netz finden sich Versatzstücke antifeministischer Ideologie und bergen das Potential verschiedene antidemokratische Strömungen …

Antifeministische Allianzen