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rösch, kurator der neuen sonderausstellung in der @topographie.de betont:
wir haben eine andere situation als in den 1950/60/70er jahren, wo eine schlussstrichforderung viel präsenter war.
auch wenn heute 30-40% parteien wählen, geschichtsrevisionistisch unterwegs sind, würde der bundeskanzler nicht an den gräbern in bitburg stehen. wir sind nicht in einer situation wie weimar, die demokratie ist zu retten.
mathias rösch @FAU kurator der ausstellung, zeogt auf, wie es weiter mit der vermittlung gehen muss:
1. stärker aufzeigen, wie eine rassitische gesellschaft entsteht. wie ging es nach 1945 weiter, dass menschen die entschädigung und die erinnerung verwehrt wurden?
2. mehr kommunikation über die zeit des nationalsozialismus mit jugendlichen aller couleur.
mathias rösch von @FAU, kurator der ausstellung, zeigt einen ausschnitt eines schulaufsatzes aus den 1950er jahren, in dem polen pauschal mit negativen konnotationen assoziiert werden (ich poste bewusst kein bild davon). er fragt: was, wenn wir an diesem stand stehen geblieben wären?
Für schwule Männer gab es keinen Tag der Befreiung. Das Motto war nicht "nie wieder", sondern "weiter so". Viele schwule KZ-Häftlinge wurden nicht befreit, sondern direkt in Gefängnishaft überführt.
1959 bestätigte das Bundesverfassungsgericht die generelle Kriminalisierung einvernehmlicher männlicher Homosexualität unter Erwachsenen unter Berufung auf das "Sittengesetz".
Homosexuelle NS-Opfer blieben jahrzehntelang vom öffentlichen Gedenken ausgeschlossen. Das erlittene Unrecht wurde stattdessen gerechtfertigt und fortgeführt.
Die BRD behielt den §175 bis 1969 in der von den Nazis verschärften Form bei. Nach dem Krieg wurden in der Bundesrepublik geschätzt 50.000 - 65.000 schwule Männer nach §175 verurteilt.
Mehrere Anläufe, den §175 ganz zu streichen, scheiterten im Bundestag. Erst 1994 wurde der Paragraf vollständig gestrichen.
Die allermeisten schwulen / bisexuellen NS-Opfer erlebten die bis 2002 verschleppte Rehabilitation und Entschädigung nicht mehr.
Die wissenschaftliche Aufarbeitung anderer queerer NS-Opfer ist bis heute lückenhaft.
fahrradkorso zum bebelplatz, spaciba sagen.