Selbsternannte "Liberale" wie der Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt rufen verkappt zu Gewalt gegen die #LetzteGeneration auf während Politiker:innen von grün bis ganz rechts den friedlichen Protest der Gruppe als "Unangebracht", "Gewalt", "Erpressung" oder "Extremismus" diffamieren. Und während aufgepeitschte Autofahrer im Arbeitswahn Sitzblockaden in Akten der Selbstjustiz auflösen, sagt die Berliner Innensenatorin, dass man "leider" leider leider gegen Selbstjustiz vorgehen müsse.
Was hier gerade passiert, ist eine gefährliche Radikalisierung. Und es sind nicht die "Klimakleber", die sich hier radikalisieren, sondern die bürgerliche Mitte. Angestachelt von rechten Stimmungsmachern wie Poschardt & Konsorten, billigen Zwistprofiteuren wie Oliver Pocher und Politiker:innen, die vollkommen Maß und Mitte im Umgang mit demokratischem Protest verloren haben.
Letztlich ist die Situation natürlich vollkommen durchgeknallt: Der Klimawandel ist da und wird immer sichtbarer - aber die Gesellschaft arbeitet sich an den Überbringern der schlechten Botschaft ab, während die Bundesregierung ihre Klimapolitik bis zur Unkenntlichkeit aufweicht. Klar, dass man da lieber über die bösen Klimakleber und ihre ach so illegitimen Methoden reden will - das lenkt ab vom Versagen und ist Motor fürs Weiter so.
Wenn diese gefährliche Radikalisierung so weitergeht, dann wird es irgendwann einen Toten bei einer Sitzblockade geben. Überfahren von jemand, der sich im Recht sieht. Oder totgeschlagen von den Bluthunden Poschardts.