chris köver

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Was uns diese Woche umgetrieben hat? Dass zu viele mächtige Männer nach wie vor einen Scheiß darauf geben, wenn Frauen (und andere marginalisierte Menschen) Bedürfnisse anmelden.

Zu ihnen gehört Bundeskanzler Friedrich Merz. Aber bei weitem nicht nur er.

Unser Wochenrückblick.

https://netzpolitik.org/2026/kw-13-die-woche-als-tausende-gegen-digitale-gewalt-auf-die-strasse-gingen/

KW 13: Die Woche, als Tausende gegen digitale Gewalt auf die Straße gingen

Die 13. Kalenderwoche geht zu Ende. Wir haben 16 neue Texte mit insgesamt 151.177 Zeichen veröffentlicht. Willkommen zum netzpolitischen Wochenrückblick.

netzpolitik.org

RE: https://mastodon.social/@ckoever/116300501429196386

Danke für diesen Text, Chris. Die Erstellung von Deepfakes ist eine Handlung der Unterwerfung, des sich-gefügig-machens. Dass in einer patriarchalen Gesellschaft Änderungen des Strafgesetzbuchs diese Form von Gewalt nicht verhindern werden, liegt auf der Hand, von opportunistisch hervorgekramten Forderungen nach Klarnamenpflicht und VDS ganz zu schweigen. Aber das ist eine fundamental andere Diskussion, als die, ob es nicht doch irgendwie okay ist, diese Gewalt „nur“ im
Privaten auszuüben.

Wer meint, sexualisierte Deepfakes zu erstellen, sei irgendwie okay, so lange man sie für sich behält, hat es wirklich nicht verstanden. Grüße gehen raus an alle, die das auch in unserer Kommentarspalte so sehen.

https://netzpolitik.org/2026/digitale-gewalt-das-lass-ich-mir-nicht-nehmen/

Digitale Gewalt: Das lass‘ ich mir nicht nehmen

Der Fall von Collien Fernandes schockiert viele. Erschreckend sind allerdings auch die Reaktionen: Menschen verteidigen jetzt ihr vermeintliches Recht, sexualisierte Deepfakes ohne Zustimmung zu erstellen. Und sie offenbaren damit, wie hartnäckig sich alte Machtansprüche halten.

netzpolitik.org

Einen Investigativjournalisten wegen Spionage anklagen, weil er seine Arbeit macht, das ist next level, selbst für Ungarn.

https://www.latimes.com/world-nation/story/2026-03-26/hungarys-government-files-charges-against-prominent-journalist-for-alleged-espionage

Hungary's government files charges against prominent journalist for alleged espionage

The journalist, Szabolcs Panyi, focuses on national security and intelligence reporting and has published extensive reports detailing Russian influence operations in Hungary as well as the relationship between Moscow and Hungary's foreign minister.

Los Angeles Times

Wenn wir über sexualisierte Deepfakes reden, dann geht es dabei auch um Kinder, die das mit anderen Kindern machen. Was schon zeigt, dass Strafrecht allein da nicht die Lösung bringen wird.

https://abcnews.com/Technology/wireStory/teens-probation-after-ai-create-fake-nudes-classmates-131406651

Teens get probation after using AI to create fake nudes of classmates

Two teenage boys have been given probation after using artificial intelligence to create hundreds of fake nude photos of their classmates

ABC News

5. Zuletzt stellt der Entwurf mit einem eigenen Paragrafen auch das heimliche und unerlaubte Tracking einer anderen Person unter Strafe. Das zielt auf eine weitere Form von digitaler Gewalt: den Einsatz von Spionage-Apps oder Trackern, um jemanden digital zu stalken.

Mehr dazu: https://netzpolitik.org/2026/digitales-stalking-er-wusste-immer-genau-wo-ich-war/

Digitales Stalking: „Er wusste immer genau, wo ich war“

Aikos Ex-Partner verwanzt ihr Handy. Er kann sehen, was sie liest, was sie tippt, wo sie ist. Er lauert ihr immer wieder auf und verfolgt sie bis nach China. Dieser Fall zeigt, wie invasiv und bedrohlich frei verfügbare Spionage-Apps sind.

netzpolitik.org
4. Die Verbreitung - nicht das Erstellen – von Deepfakes soll aber auch dann strafbar sein, wenn sie geeignet sind, dem Ansehen einer Person „erheblich zu schaden“. Das hat dann gar keine sexualisierte Komponente mehr und würde für alles mögliche gelten.
3. Und weiterhin wird es jetzt strafbar, Aufnahmen von einem bekleideten Hintern oder der Brust zu machen, wenn diese "in sexuell bestimmter Weise abgebildet sind“. Die Kölnerin Yanni Gentsch hatte mit einer Petition Nachbesserungen hierfür gefordert.
2. Es geht aber noch weiter: Der Entwurf stellt auch voyeuristische Aufnahmen unter Strafe. Bislang war es nur strafbar, Menschen heimlich nackt in einem „besonders geschützten Raum“ zu filmen – nicht aber in einer öffentlichen Sauna, einer Umkleide oder am Strand. Das ändert sich jetzt.
1. Bereits das Herstellen von sexualisierten Deepfakes soll strafbar sein. Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Zur Begründung schreibt das BMJ, schon damit sei der "ehrverletzende Charakter und der Eingriff in die Persönlichkeitsrechte" der Betroffenen gegeben.