Merz rief die Töchter,
Oh! Da rief er kritische Geister
Dobrinth, sein Hau-drauf-dagegen,
muss nicht lang überlegen.
Zusagen und Geld mit Kuli streichen
Die AFD jubelt über dergleichen.
I
Ich war immer froh und erleichtert über Sophie von der Tanns Beiträge. So viel Arbeit und Mut um so genau und objektiv wie möglich zu berichten.
taz vom Mittwoch, 3.12. (Seite 13)
Was wir schützen müssen
von Ann-Kathrin Leclere
Sophie von der Tann wird für ihre Nahostberichterstattung mit dem Friedrichs-Preis ausgezeichnet und erfährt nun schärfste Kritik. Das ist ein Angriff auf die Pressefreiheit
https://www.taz.de/!6134451Was wir schützen müssen
Sophie von der Tann wird für ihre Nahostberichterstattung mit dem Friedrichs-Preis ausgezeichnet und erfährt nun schärfste Kritik. Das ist ein Angriff auf die Pressefreiheit
TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH#Merz: Nach “Die Jugend von heute” , “Stadtbild” tauchen “Töchter” auf. Als Kronzeug*innen wird alle*s zitiert für Neues und Anderes oder auch mal Ungemütliches wie es in allen Zeiten und für alle Generationen zu bewältigen war.
In welchen Städten war Merz? Wo gehen seine Töchter spazieren? Wo hat es ihnen warum nicht gefallen? Das können echte Erlebnisse sein.
Alles andere sind Vorurteile, alte Hüte, die Ressentiments schüren.
Kanzler Merz lebte in USA, im Flugzeug und im Sauerland, das ich ebensowenig kenne wie Merz echte „Stadtbilder”. Er ist der Klage der alten Generationen aufgesessen, die seit der Antike nicht nur über die Jugend klagen, sondern auch “wia’s in dr Altschtadt scho widr ausschaut.”
Talkshow: Mitglied Dobrinth: Liebt sein eigenes Sprechen, aber gar nicht das Sprechen einer grünen Abgeordneten. Deshalb über-spricht er sie gerne wie eine obere Stimme im Chor; zuhörendes Publikum ist ihm egal.
Lanz-Talk vom 9.9.: Bild im Protokoll am nächsten Tag:Robin Alexander(1) und Faeser mit Dobrindt (2). Und: Mansplaining auf der ganzen Linie. Die Wiedergabe wirkt wie ein Bericht über die Standpunkte von Alexander und Lanz. Die Akteurin der Regierung nach Merkel und vor Merz wurde als weibliches Beiwerk behandelt , mit dauernden Unterbrechungen von ihren männlichen Nachbarn und einer Befragung am Ende, deren Ergebnis für die beiden in Medienpolitik “erfahrenen Checkern” schon feststand.
CDU/CSU: verstehen “freie” Grenzen als vorrangig frei von Asyl-Bewerbern, nicht als frei für Reisende, Arbeitende und Bürger*innen in Europa.
CSU und CDU sehen sich als Politiker befreit von der generellen Geltung von Gesetzen. Sie lassen lieber Volkes Meinung sprechen, berufen sich auf zukünftige Gesetze, die sie gerne hätten, und - wie Trump - nutzen sie das ( Königs-) Recht der „ersten Tat am ersten Tag nach der Wahl“.
“Die Welt ist eine andere geworden seit Aschaffenburg” (Könnemann, CDU). Sie drückt das Gefühl vieler aus, das aus einem Jahrzehnt wachsender Gewalt gegen einfache Menschen gespeist ist. Zahlen über Zahlen zeigen, das Lösungen kompliziert sind und noch nicht im Konsens existieren. Ein Politiker wie Merz will alle Knoten zerschneiden und - wie Gott oder Trump - am ersten Tag seiner (!) Regierung einfach alle rausbuchsieren - Tür zu! Politik ist Handeln - aber nicht ohne Grundgesetz und Europa!
Die politische Offensive der CDU verläßt das bisherige Einverständnis, dass Rechtsstaat bedeutet, Gesetze in Einzelfällen anzuwenden und dabei Strafbarkeit und Resozialisierung im Auge zu behalten. Stattdessen wird laut erklärt, wer zweimal schwarz fährt ist undankbar, integrationsunwillig und nicht würdig hier zu leben.
Wie soll jemand, der so holterdipolter denkt unsere Gesellschaft führen und Probleme lösen.?