Manuel Wiemann

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#Edeka lockt Kund:innen mit einem Nachhaltigkeits-Label für Palmöl. Dabei ist das Logo irreführend - und verhindert gewaltsame Landkonflikte und Umweltzerstörungen nicht. Deshalb mahnen @foodwatch_de und #ECCHR ab. Details: https://www.foodwatch.org/de/trotz-nachhaltigkeits-label-foodwatch-und-ecchr-werfen-edeka-verbrauchertaeuschung-mit-gutguenstig-produkten-vor
Trotz Nachhaltigkeits-Label: foodwatch und ECCHR werfen Edeka Verbrauchertäuschung mit Gut&Günstig-Produkten vor

Edeka bewirbt Pflanzenfett und Margarine der Eigenmarke Gut & Günstig mit dem Siegel des Runden Tisches für Nachhaltiges Palmöl (RSPO), obwohl es nach allen dem ECCHR und foodwatch vorliegenden Erkenntnissen beim Anbau des Palmöls in Guatemala systematisch zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung kommt.

FW DE
Werbung, die Lebensmittel als besonders kindgerecht und gesund anpreist, ist oft irreführend. Dadurch werden Kinder, Jugendliche und ihre Eltern zum Kauf und Konsum von Lebensmitteln verleitet, die viel zu viel Zucker und/oder viel zu viel Fett enthalten, um noch als gesund zu gelten. Ich bin mir mit meinem Freund, dem Minister @cem_oezdemir deshalb absolut einig und unterstütze das Ampel-Vorhaben, diese Art von Werbung zu verbieten. @foodwatch_de
➡️Sinnvoller ist es, wenn Unternehmen Geld in eigene Klimaschutz-Maßnahmen stecken, anstatt hoch fragwürdige CO2-Gutschriften zu kaufen. Deshalb braucht es ein Verbot des Greenwashings mit #klimaneutral-Werbung, #BMWK!
Die Bäuer:innen in Peru hingegen haben wohl nur 1% des Geldes erhalten, wie unsere Schätzung zeigt - 30% hätten ihnen mindestens zugestanden. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt des Projektes. Sie sollen den Wald schützen. Aber alle anderen nehmen den großteil des Geldes ein.
Profiteur 3⃣ nahm am meisten ein: 55 Millionen USD💰 gingen vermutlich an den Projektbetreiber (BAM)! Waldschutzprojekte lohnen sich - für die Betreiber.
Profiteur 2⃣: Auch #Verra strich schätzungsweise mehr als 1,6 Millionen USD ein: Die Gutschriften sind VCS-zertifiziert. Hannah Knuth und Tin Fischer haben kürzlich gezeigt, wie wenig Verlass auf solche Zertifizierungen ist: "Ein Haufen Schrott": https://www.zeit.de/2023/04/co2-zertifikate-betrug-emissionshandel-klimaschutz
CO₂-Zertifikate: Der große Klimabetrug

Konzerne haben sich offenbar über Jahre hinweg mit Zertifikaten freigekauft, die deutlich weniger CO₂ einsparen als versprochen. Die Geschichte eines globalen Skandals

ZEIT ONLINE
Profiteur 1⃣: Für die Vermittlung der CO2-Gutschriften schlug #ClimatePartner ca. 77% drauf. Das macht schätzungsweise 1,2 Millionen EUR💰 Einnahmen mit diesem Projekt. Die Kunden von ClimatePartner nennen sich #klimaneutral - obwohl die Gutschriften heiße Luft sind.
Das Problem: Das #Kompensationsprojekt (Tambopata, Peru) dürfte laut unseren Recherchen keine CO2-Gutschriften verkaufen: Der zu schützende Wald wird weiter abgeholzt und die Berechnungen für Zertifikate sind stark übertrieben.
#Klimaneutral-Werbung ist ein millionenschweres Geschäftsmodell, an dem viele profitieren - nur das #Klima geht meist leer aus. Bei #foodwatch haben wir nachgerechnet: Heiße Luft brachte wohl mehr als 55 Mio $ - aber kaum Geld für die Bäuer:innen im Projekt. Ein Klima-Fake 🧵