RE: https://mastodon.social/@AwetTesfaiesus/116792319629382167

Ich finde es nämlich wirklich erstaunlich, dass nach dem 2. Weltkrieg in den Gesellschaften der beteiligten Staaten ein krasse Umverteilung von Immobilieneigentum nach unten (!) statt gefunden hat.

Das war ja der Normalfall vor dem Beginn des Kapitalismus gewesen und wurde dann die Ausnahme im Kapitalismus und dann kamen die späten 40er bis 60er und die Generation, die gekämpft hatte wurden zu Eigentümern am Land.

Zumindest im Westen. Gewaltiger Wohlstandstransfer eigentlich.

@AwetTesfaiesus “Transfer” klingt nach Umverteilung. Es war aber eher eine starke Vergrößerung des gesamten zu verteilenden Kuchens, an der die Arbeitnehmer beteiligt wurden.

Letzteres hörte mit Thatcher/Reagan auf.

@zerology Nein. Das deutsche Staatsgebiet wurde deutlich kleiner. Und die Westdeutschen Länder haben 5 (?) Mio. Displaced Persons aufgenommen. Viele davon kamen zu Wohneigentum. Das ist (!) m.E. ein Transfer nach unten.

@AwetTesfaiesus Transfer heißt, jemand hatte danach weniger. Meinst Du das auch so?

Wer?

@zerology na die Leute, denen das Land vorher gehört hat auf dem jetzt die Ostpreußen-Flüchtlinge ihre Häuschen bauen konnten. Meist Bauern.

@AwetTesfaiesus @zerology

Was hier aber auch passiert: Landwirtschaftliche Nutzfläche – die einen relativ geringen Bodenpreis hat – wurde durch Ausweisung von Bauland plötzlich sehr viel wert. Klar, durch Ausweisung von Neubaugebieten konnten plötzlich viele Bauland erwerben, wovon vor allem die Bauern mit Connections im Gemeinderat reich wurden, ohne daß sie wirklich viel Grund abgeben mußten. Das zusätzliche Bauland wurde quasi aus dem Nichts erschaffen, das war keine klassische Umverteilung.

@Lapizistik @AwetTesfaiesus @zerology
Der Besitz der Besitzenden wurde aufgewertet, weil nach Krieg alles knapp ist und mehr wert, und auch die Besitzlosen, sogar die Geflüchteten konnten zu Besitz kommen im Zuge des #Wirtschaftswunder ; 'schaffe, schaffe, Häusle baue' wurde zum Erfolgsmodell über Jahrzehnte.
...soweit ich mich erinnere...
Der Boden ist inzwischen 'ausgelaugt', die Beschwörung von #Wachstum hohles Gekrächz. Wir brauchen wieder einen Krieg, meinen manche.

@Lapizistik @AwetTesfaiesus @zerology
für neues #wachstum brauchen wir einen neuen Krieg... bringen wir die Folgeregierung auf Ideen.
Und damit ist mein Spass-pensum für heute verbraucht, nein.
Wieso hatten und haben andere Länder kein #Wirtschaftswunder nach #Krieg
Weil die Bedingungen auch stimmen müssen; nicht nur dass Raum für Neues und Unternehmungen da ist, sondern es müssen auch die Skills und das Investitionspotential da sein.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/unternehmer-till-wahnbaeck-wagniskapital-fuer-afrikas-start-ups-100.html

#Entwicklungshilfe #Nr037

„Keine Almosen“: Wie Till Wahnbaeck in afrikanische Start-ups investiert

Mit seinem Unternehmen Impact wandelt Till Wahnbaeck Spenden in Wagniskapital und schafft Jobs durch afrikanische Start-ups: nachhaltig und wirksam.

Deutschlandfunk Kultur
@Lapizistik @AwetTesfaiesus @zerology
Deutschland nach dem Krieg hatte noch immer eine reiche, investierende Kaste, bestehende Strukturen die nur repariert werden mussten und, dazu den #Marshallplan .Die Aliierten unterstützten so eifrig, statt Reparaturkosten zu fordern, dass Deutschland bald besser dastand als die Aliierten selber. Trotz Reparatuen stand auch die DDR noch besser da als die anderen im Osten... zehrte aber von der Substanz, weil kaum noch Innovation usw.
@Lapizistik @AwetTesfaiesus @zerology
Und was mit dem Rest der Welt? Kriege gibt es ja genug...
Kriege 'lohnen' sich wie gesagt nur, wenn man nachher wieder aufbauen kann bzw., für diejenigen die den Job kriegen; lohnt sich also für China und amerikanische Rohstoffkonzerne, und ein paar peanuts am Rande für Immobilientykoons. Und die korrupte Führungsspitze der jeweiligen Länder...
@Lapizistik @AwetTesfaiesus @zerology
Das Gegenmodell sehen wir hier im #DLF Beitrag mit #TillWahnbaeck ,wo unter der moderierenden Begleitung des Amtes der #Entwicklungshilfe ganz konkret und nah an der Sache, an Regierungen vorbei #Nr032 ,die #Globalisierung von Unten realisiert wird.