Was man als (neuer) #Betriebsrat schnell verinnerlichen sollte: Es geht nicht um dich. Es geht nicht um deine Abteilung. Es geht immer um alle. Du bist gewählt um die Interessen aller im Betrieb zu repräsentieren. Das führt manchmal zu Konflikten. Im Betriebsrat und auch mit einzelnen Mitarbeitern. Da muss man sich ein dickes Fell zulegen.
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Nicht jede Beschwerde ist eine Benachteiligung. Einzelfälle sind dann hilfreich, wenn sie ein strukturelles Problem offenbaren. Du wirst nicht immer die Einzelfälle lösen können oder dürfen. Das Gesetzt regelt das klar. Das tut manchmal weh. Wenn man sagen muss "Da musst du selbst ran. Mit Anwalt. Als Betriebsrat darf ich keine Rechtsberatung leisten."
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"Wer schreibt, der bleibt" wird zu deinem besten Freund. Mach Protokolle. Notizen. Schreib und pflege Timeline Dokumente. Sammel die Einzelfälle, auch über Jahre hinweg um genug Material zu haben wenn man die Keule auspacken will oder muss. Das Archiv des Betriebsrats ist sakrosankt. Da darf keiner ran. Nur der Betriebsrat. Und ein gut gepflegtes Archiv ist Gold wert.
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ADDENDUM: Und das Erste was du abschliesst, schon wenn du dich als Kandidat aufstellen lässt, ist eine Rechtsschutzversicherung mit Arbeitsrechtsschutz. Viele Versicherungen haben eine Wartezeit für Arbeitsrechtsschutz, typisch sind 60-90 Tage bevor der Schutz greift. Aber ohne geht nicht, meiner Meinung und Erfahrung nach. Hoffen wir das du es nie brauchst, aber wenn es hart auf hart kommt, ist es unglaublich beruhigend zu wissen das du sie hast.
@jwildeboer Wie wäre es mit gewerkschaftlichen Rechtsschutz? Die Rechtssekretär*innen sind Spezialist*innen im Arbeits- und Sozialrecht.
@MariCharlot Klar, wer Mitglied in einer Gewerkschaft ist bekommt da auch gute und (meistens) schnelle Hilfe. Die eigene Rechtsschutzversicherung deckt aber noch mehr Felder ab. Und es gibt auch viele Betriebsräte die nicht Mitglied in einer Gewerkschaft sind.