Ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige klingt für viele Erwachsene toll. Für das queere Kind im Dorf, das behinderte Kind ohne Freunde vor Ort, das Mobbingopfer auf dem Schulhof oder den Außenseiter kann es aber verdammt hart sein. Das Netz ist nicht nur TikTok und Katzenvideos. Es ist oft die einzige Möglichkeit, Menschen zu finden, die einen verstehen. Wer alles verbietet, sperrt nicht nur Bullshit aus. Er sperrt auch Hoffnung, Gemeinschaft und Hilfe aus. Das ist ein grausamer Holzhammer und hat mit Jugendschutz nichts zu tun.

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@Lancker Was denkst du über die Möglichkeit, dass man nur Accounts für Jugendliche wegfallen, die Nutzung ohne Account aber weiter möglich bleibt? Ich frage, weil ich selbst kommerzielle Social Media fast immer ohne Account verwende. So ist man dem Algorithmus nicht ganz so schlimm ausgeliefert.
@hobo_ahoi Ich frage mich dabei immer, wie Kinder und Jugendliche, die z.B. queer, behindert oder schwer krank sind, damit umgehen werden. Was nehmen wir diesen Kindern? Sie dürfen dann noch lesen, aber ihre Teilhabe am Leben ist weg. Der schwule Junge auf dem Dorf, die Auti, die in der Schule gemobbt wird, der Rollifahrer, der sich mit anderen austauschen will. Das Kind im Reinraumzimmer. Alle diese Menschen haben dank SM ein Tor zur Welt, und wir haben einfach nicht das Recht, es ihnen zu nehmen. Zumindest bin ich mir sicher das wir nicht das Recht dazu haben.