Die gestrige #Radsternfahrt des @ADFC_Muenchen zeigte wieder einmal, dass sehr viele Menschen bessere #Radwege fordern. Schon in Garching (erstes Bild) war der aus Freising kommende Zug riesig, in der Stadt dann waren die Straßen voll mit Radfahrer:innen. Dass sogar der neue Münchner OB mitradelte, macht Hoffnung, dass die Anliegen der Radfahrer:innen endlich ernst genommen werden.

@leo @ADFC_Muenchen

Was ich vor allem super finde, dass so viele Kinder dabei sind (und die meisten scheinen auch einen riesen Spaß dabei gehabt zu habe). Ich weiß nicht wie es den Eltern ging, aber ich hatte nie das Gefühl, dass es für die Kleinen irgendwie gefährlich gewesen wäre.

@truls46 @ADFC_Muenchen Ja, ich hatte auch meistens ein gutes Sicherheitsgefühl für meinen Sohn (14), dank der sehr guten Sicherung durch die Polizei und weitgehend verständnisvolle Autofahrende. Mit kleineren Kindern wäre ich die Überlandstrecken, auf denen ja nur eine Fahrbahn gesperrt war (der Gegenverkehr fuhr mehr oder weniger zügig vorbei) aber nicht gefahren.

@leo @ADFC_Muenchen

Die zurück rudernden Statements von grüner Seite zur Verkehrswende irritieren mich aber doch etwas. Man begibt sich durch Übernahme von Begriffen wie dem von konservativer Seite unterstellten "Kulturkampf" und der vom OB geäußerten Behauptung jeder Radlfahrer würde auch Auto fahren unnötig in die Defensive.

@fenstersims @ADFC_Muenchen hm, habe ich so noch gar nicht mitbekommen, wäre aber in der Tat schade. Wer, wenn nicht die Grünen, sollte den Mut haben, den Leuten zu erklären, warum die Verkehrswende nötig ist?

@leo @ADFC_Muenchen

This!

Von der Mona klang das ja schon im Zuge von Mango so und gestern auch vom Dominik auf der Bühne am Königsplatz.

@fenstersims @leo @ADFC_Muenchen Auch wenn ich Auto fahre will ich an erstklassiger Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger vorbeifahren statt an Mordsstreifen, Holperstrecken und zugeparkten und zugewachsenen Gehwegen.

@neuimneuland @leo @ADFC_Muenchen

Die laute Brummbrummminderheit der man hier nach dem Wort redet will aber am liebsten keine Radinfrastruktur sehen und keine Radfahrer, erst recht nicht auf der Fahrbahn.

@neuimneuland @fenstersims @ADFC_Muenchen Den Punkt sollten wir vielleicht viel mehr spielen bzw. den ADAC spielen lassen. Also nicht nur aus sightseeing-Gründen will ich im Auto gerne schöne Radwege sehen. Es ist ja auch wirklich mega nervig, wenn man selbst im Auto sitzt und Radfahrer fahren kreuz und quer über die Straße (weil sie eben keine guten Radwege haben). Eine ordentlich getrennte Infrastruktur macht auch das Autofahrer stressfreier.

@leo @neuimneuland @ADFC_Muenchen

Diese Widersprüchlichkeit müsste doch jedem ins Gesicht springen.

- Man will keine Radwege bauen aber auch keine Radfahrer auf der Fahrbahn
- Man will keine E-Scooter auf Gehwegen aber Autos sind ok
- Man will sichere Schulwege aber keine Falschparker abschleppen
- Man will nicht im Stau stehen aber wehe wenn jemand Alternativangebote fördert
- Man will Tunnel aber keine Baustellen
- Man will sparen aber nicht die kostengünstigste Mobilität fördern

usw usf

@fenstersims @leo @neuimneuland @ADFC_Muenchen Haha, nein. Dafür müsste man ja denken können.

@tessarakt @fenstersims @leo @[email protected]

Die Sternfahrten sind Feel-Good-Events, ähnlich wie manche "gegen Rechts"-Demo.

Hab ein paar Mitfahrer gefragt, wie viele Falschparker sie dieses Jahr angezeigt haben: "Keinen, weil sie keine Denunzianten seien."

Als dann Krause über Schönwetterradler, Autofahren sowie "Kosten, Lücken, Kinder" schwadronierte, konnte ich mir ein lautes "Buh, aber für Olympia wird Kohle verpulvert!" nicht verkneifen. Die Blicke der Umstehenden hätten mich fast getötet.

@geospatialist

Ich war auch sehr verwundert, dass der OB Applaus für seinen peinlichen Auftritt bekam. (Von uns nicht)

@[email protected] @fenstersims @leo

@geospatialist @tessarakt @fenstersims @leo Jaja, die Kosten. Kosten für Straßenbrücken, Ampeln, Parkflächen für Autos, darunter viele die nur selten genutzt werden, die aus Faulheit nicht in der Garage stehen sowie abertausende Anhänger und Wohnmobile. Für kaputtgefahrene Verkehrsschilder, Wartehäuschen oder einfach abgenutzte Fahrbahnen. Für Tunnel sowie deren Technik und Reparatur (siehe Link). Werden alle als gottgegeben hingenommen. Für maximal bequemes Brummbrumm.

https://stadt.muenchen.de/news/sanierung-im-luise-kiesselbach-tunnel.html

Sanierung des Brandschadens im Luise-Kiesselbach-Tunnel

Vom 1. Juli bis 2. August 2026 muss der Tunnel auf Grund abschließender Instandsetzungsarbeiten in Fahrtrichtung Nord vollständig gesperrt werden.

@geospatialist @tessarakt @fenstersims @leo Dazu die Folgekosten bei Extremwetterereignissen (Hitzewellen, Starkregen) durch übermäßige Bodenversiegelung für MIV und zu wenig Grünflächen und Bäume. Wird alles hingenommen.
@geospatialist @tessarakt @fenstersims hm, Olympia in München fände ich eine gute Sache — WENN, dafür bestehende Infrastruktur recycelt oder nachhaltig verbessert wird. Außerdem: vielleicht ist das der Booster, den die Tram- und U-Bahn-Projekte brauchen?
Geld ist genug da in München, es liegt nur bei den falschen Leuten. 😉 Im Ernst: Parkraum sinnvoll bewirtschaften bring schon mal etliche Millionen, Steueroasen (Grünwald etc.) trocken legen noch mehr.

@leo @geospatialist @tessarakt

Woher soll denn dann plötzlich all die Kohle kommen während man sich rechtlich & finanziell ans IOC verschenkt?

"Vielleicht" hilft nicht weiter und "vielleicht" wird die CSU ja dennoch an Parkgebühren aus der Nachkriegszeit festhalten.

@fenstersims @geospatialist @tessarakt Mein Eindruck ist, dass es bei einigen Verkehrsprojekten, insb. bei den "kleineren" Verkehrswendeprojekten (Radinfrastruktur, Straßenbahnen) oft nicht am Geld hängt, sondern an der Planung / Priorisierung der Maßnahmen. Da könnte eine harte Deadline und ein bisschen "schaffen wir"-Spirit durchaus helfen.

@leo @geospatialist @tessarakt

Mag sein wäre aber auch irgendwie ein Offenbarungseid.

@leo @fenstersims @tessarakt
Die Stadt hat ein Bewerbungskonzept eingereicht für die Spiele frühestens 2036, 2040 oder 2044.

Wenn man Olympia braucht um die paar Radwegerl in 10 Jahren... ernsthaft?

LA war kommerziell ein Gewinn und vielleicht noch der Stadtumbau in Barcelona, aber ansonsten gibt es kein einziges positives Beispiel.

Und bevor wieder 72 und der U-Bahn Mythos als Argument daher kommt...

Das ist keine Zukunftsstrategie, das ist Nostalgie im Infrastruktur-Feigenblatt.

@geospatialist @fenstersims @tessarakt wieso ist ein historisches Vorbild Nostalgie?

Ja, ich würde mir auch wünschen, dass der Umbau der Stadt im Sinne der Verkehrswende viel schneller vorangeht. Tut er aber nicht. Mal sehen, ob und wie sehr Dominik Krause das beschleunigen kann. Plausibler scheint mir, dass Olympia die Prozesse beschleunigt. Die Besonderheit in München wäre ja, dass existierende Anlagen wiederverwendet würden. Das wäre doch schön.

"Das wäre doch schön."

Leider leider ist die Sanierung des Olympiastadions sehr teurer, die temporäre Schwimmhalle kostet auch viele Kosten und manche Anlagen sind nach 50 Jahren leider wegen den Anforderungen nicht mehr auf dem neuesten Stand.

Aber wir haben ja dank Olympia 72 schon U-Bahnen. Die Tram nach Daglfing wird sowieso gebaut und der BMW-Tunnel ist für Olympia auch sehr wichtig. Prioritäten müssen gesetzt werden. Der Schnellradweg nach STA muß dann nach #Olympia weitergeplant werden.

@geospatialist @tessarakt @fenstersims es gibt viele Wege, sich für bessere Radverkehrspolitik einzusetzen. Anzeigen stellen ist sicher nicht der einzige Weg!

@leo @tessarakt @fenstersims
Ja, setzen wir lieber darauf, dass Olympia irgendwann neue Parkhäuser, einen besseren ÖPNV und hüpsche Geh-/Radwege bringt. 😉

Die Geh-/Radwege in meinem Viertel wurden jedenfalls nicht durch Klatschen, Hoffen oder Träumen von falsch geparkten Autos befreit, sondern dadurch, dass bestehende Regeln durchgesetzt wurden. Zur Not eben durch Privatanzeigen.

Freie und sichere Wege brauchen keine Zukunftsvisionen, sondern konsequentes Handeln.

@fenstersims @leo @ADFC_Muenchen wenn andere aus allem einen Kulturkampf machen wollen kannst du diesen nicht verhindern. Du kannst ihn aber positiv besetzen u z. für eine lebenswerte Mitweltkultur werben.

@tluhh @leo @ADFC_Muenchen

Ich werde mich beharrlich weigern aus dem Streben nach:
- Nachhaltigkeit
- Sicheren Schulwegen
- Vision Zero
- Barrierefreiheit
- Lebenswerten Städten
- Gleichberechtigter Mobilität
usw usf
einen Kulturkampf machen zu lassen oder gar einen irrwitzigen Ideologievorwurf zu bestätigen.