Ich habe nie das Gefühl, in der Welt genug zu hinterlassen, um mich selbst hinreichend davon zu überzeugen, dass ich existiert habe.
@afelia Und das ist okay.

@afelia Am Ende bleibt nichts.

Und wenn ich mir ansehe, was wir in den letzten 2 Jahrhunderten so alles geschaffen haben (sollen), wird davon noch viel weniger bleiben.

Wir finden Ruinen von Zivilisationen, die vor Tausenden Jahren existiert haben.

Wir erschaffen nichts, das die Zeit überdauert.

@afelia Uff. Definiere "Welt". Sie ist so abartig groß, dass nichts, was ein Mensch oder die Menschheit an sich jemals getan hat noch tun könnte, auch nur einen Hauch hinterlassen würde. Aber unserer bisherigen Erkenntnis nach verlässt nichts materielles unser Universum - das heißt, der Sternenstaub, aus dem wir bestehen, wird wieder Sternenstaub, aber bleiben.

@afelia vielleicht solltest Du was handwerkliches machen. Es sind schon so viele Spuren von Dir in den Köpfen der Menschen, dass Du nicht erwarten kannst, da noch mehr zu hinterlassen.

Wenn Du mich fragst: ich finde Deine Werke bringen uns weiter. Also gerne mehr davon.

@ingo_wichmann @afelia Sie hat ein Talent für optisch ansprechende Gestaltung und ein Auge für Farbkombinationen...

@afelia Was bleibt von uns? Was bleibt in 2.000 Jahren, in 10.000 Jahren, in 100.000 Jahren?

Freigesetzter fossiler Kohlenstoff, Ewigkeitschemikalien und hochradioaktiver Müll.

@afelia

Ohne Größenwahnkomplex lebt es sich tatsachlich leichter 

Aber Trump und Musk und Co dürfte es viel nicht anders gehen.

@afelia oh, oh - das spricht mir aus der Seele.
@vicgrinberg @afelia vielleicht ist es ein Wesenskern des menschseins, etwas dauerhaftes hinterlassen zu wollen und damit dem Tod ein Schnippchen zu schlagen?
@vicgrinberg @afelia Dabei seid ihr beide wohl deutlich weiter dabei als die meisten.
@afelia Ich habe dich und deine Expertise schon so oft und gerne wahrgenommen. Insofern ... Ich ahne aber, was du meinst, mich bremst leider meine chronische Krankheit aus.
@afelia Darüber hab ich noch nie nachgedacht. Und ich glaub, dabei belass ich es. Ich will hier und jetzt gesehen werden, und meiner Nachwelt möglichst wenig Schaden zufügen. Das reicht mir eigentlich.
@afelia hm, crazy. sowohl von der wahrnehmung als vom ziel her.
@afelia wir sollten Dir alle mehr danken für alles <345
@afelia sozusagen gegen das Recht auf vergessen (ich hatte schon immer das Gefühl, daß mit diesem "Recht" was nicht stimmt)
@afelia Huch? Da habe ich Mühe, zu verstehen. Ich bin dir noch nie persönlich begegnet, aber ich weiß, dass du existierst. Und ich weiß, dass von dir ein längerer Nachklang bleiben wird als von mir.
Aber...bei philosophischen Fragen bin ich etwas wackelig auf den Beinen.
@afelia Ist es klug, sich selbst Druck zu machen, etwas, den Tod Überdauerndes zu hinterlassen? Wer in der Gegenwart nach humanitären Grundsätzen lebt und diese verteidigt, muss sich über den Rest keine Gedanken machen. Take it easy and keep cool 😎
@afelia Wer zufällig ein Dichter wie Horaz ist, mag vielleicht von sich sagen können, dass er der Welt etwas hinterlassen hat, was "dauerhafter als Erz" ("aere perennius") ist.
Für mich ist das aber nix. Mich tröstet hingegen der Gedanke, dass alles, was aus Liebe getan wird, eingewoben bleibt in unser weiter bestehendes menschliches Netzwerk und somit irgendwie weiterhin Kreise zieht. Und als gläubiger Mensch hoffe ich, dass alle Liebestaten letztlich in Gott Bestand haben, wie Paulus schreibt.
@afelia Es ist vielleicht gar nicht so wichtig, ob man existiert oder nicht. Die Literatur ist voll von Geschichten über Leute, die nie existiert haben.
@afelia also mich hast du schon hinreichend überzeugt :)
@afelia ähem, Du bist mein menschlicher Goldstandard? 🤷

@afelia Musste den Satz mehrfach lesen.

Ist das was du da sagst, nicht genau die philosophische Einstellung per se? Ist das nicht die Essenz eines kritischen Geistes, kritischen Denkens überhaupt?
Ich für meinen Teil denke: ja. Wir können uns nie sicher sein, die Unendlichkeit (das Überzeitliche) zu berühren. Aber trotzdem versuchen wir es. In dem Wissen um diesen Umstand finden wir uns als wacher Mensch mit offenen Geist. Ich finde, diese Einstellung zeichnet uns als Mensch aus.

Oder kurz und polemisch runtergebrochen: hast du viel Brainpower hat, hast du automatisch auch Probleme.

@afelia
Ich sehe, dass es oft die Erwartung gibt, dass das Leben mir ein wohliges Gefühl geben müsste, wenn ich genug in die Welt gebracht habe. Ich denke nicht, das es da ein Genug gibt.
Genügsamkeit ist eher eine Haltung als ein Gefühl. Es braucht in meinen Augen genügsame und ungeduldige Menschen gleichermaßen, damit ein Wandel funktionieren kann. Gut wäre beides zu können.
@afelia
Ich glaube das liegt vielleicht am Wörtchen "Welt", das immer größer und anders ist als gemeint.
Ich habe es für mich daher umgedeutet, dass ich eigentlich der Welt möglichst wenig von mir antun möchte.
Wenn ich Feedback bekomme, dass ich auf die Menschen in der Welt um mich herum irgendetwas positiv bewirke, bin ich schon glücklich.
Das macht mich nicht unkritisch gegenüber meinem Tun. Daher besteht immer ein Ansporn, mehr zu tun.
Aber die Welt und mein Erbe stehen nicht im Fokus.

@afelia

Das Gefühl ist leider berechtigt. In ca. 80 weiss keiner mehr, dass es dich (oder mich) gegeben hat.

@Ann_Effes Das ist ok. Was andere denken, ist mir egal. Ich will die Gelegenheit haben, mein ganzes Potential zur Schönheit in der Welt zu machen. Wenn ich es weiß, ist es cool.

@afelia Hier Tee und Wärmflasche für dich.

Und ich selber sehe jetzt zu, was ich tun kann, um schlimmes zu verhindern, damit das Hinterlassene auch bleibt.

@afelia
du bist in den Köpfen derer die dich kennenlernen durften und der Teil lebt weiter, was willst du mehr : )
@Marina Weisband

Jeder Mensch, jeder einzelne, hinterlässt genug, egal ob er nun eine Stunde oder 100 Jahre auf dieser Welt verbracht hat.
Das Genug der nichtsehenden anderen ist niemals ein Maßstab.

((Relevant ist leider das Zuviel, das manche Menschen meinen hinterlassen zu müssen.))
@afelia einfach mal nen Rechenzentrum abfackeln?
@afelia es ist schon etwas länger her, da fand ich die Idee, ganz reizvoll, gar keine Spuren zu hinterlassen. Aber dann hab ich Söhne gezeugt. Und das war nicht der einzige Plan, der nicht aufgegangen ist.

@afelia

Du hast keine Ahnung, wie großartig wir dich finden. Und das meine ich sehr ernst.

@afelia Ich finde du hast in dieser Welt schon mehr als genug hinterlassen! Das hat sogar so viel Gewicht, dass es eine eigene Gravitation besitzt :)

Ich wünsche dir, dass dich dein Gefühl motiviert weiter zu leuchten, auch widriger Umstände zum Trotz.

Viel Kraft, Ausdauer und Hoffnungsfreude.
Dir und allen Lesern.

Alles Gute.

@afelia
Wir stehen immer auf den Schulter von anderen.
Und andere werden auf unseren stehen.
Das genügt schon.
@afelia Also am schnellsten wäre etwas schönes kaputt machen.
@afelia dann lieber in Vergessenheit geraten
@afelia ,oft gelesen, dass Schriftsteller und Künstler gerade mit ihrem bekanntesten Stück nicht sehr zufrieden sind, eigentlich ein anderes für ihr Hauptwerk halten oder überhaupt was anderes machen wollten als womit sie Erfolg hatten...
Während noch viel mehr verkannte #Genie überhaupt keinen öffentlichen Erfolg haben, #SchöneVerlierer
'ch glaub der grösste Impäkt strahlt aber gar nicht über einzelne Werke aus, sondern das ganze Mensch, wie es steht oder liegt.
@afelia
Oft merkt man gar nicht, wessen Leben man gerade 'rettet' und wohin ein leicht gesprochenes Wort noch flattern mag...
Und wie ging der 'Kathegorische Imperativ' - lebe so als solle jede Minute ein Beispiel sein. Nee, das ist viel verlangt. Du bist ein Beispiel, selbst wenn du nichts weiter tätest als das zu sein.
Marina Weisband

German author, psychologist and former politician

@afelia vielleicht hast Du etwas Taoismus in Dir, gewürzt mit unterwegs sein?
„Eine gute Wanderin hinterläßt keine Spuren.“
Laotse