Links eine Treppe. Rechts eine Treppe.
Wenn hier einfach eine gerade Brücke gebaut worden wäre, würden viel weniger Menschen behindert.

Sbahnhof Pichelsberg

#Westend #barrierefreiheit #Berlin #ÖPNVFürAlle

@coba Okay, S-Bahnhof Pichelsberg. Der östliche Ausgang hat einen Fahrstuhl, was den Bahnhof zumindest zugänglich macht. Der westliche Ausgang hat nur eine Treppe, was signifikante Umwege für behinderte Menschen bedeutet.

Was aber hat diese Konstruktion (wenn man eine Treppe akzeptiert) mit schlechter Zugänglichkeit zu tun? Ist eine einzige, elendig lange Treppe, wie z.B. in Südkreuz und Gesundbrunnen wirklich besser als zwei kurze Treppen, wo man sicher stehenbleiben und verschnaufen kann?

@taschenorakel die Anwohner*innen links vom Bahngleis und die rechts vom Bahngleis könnten eine ebenerdige Brücke in ihrem Alltag gut gebrauchen. Gerade müssen sie erst eine Treppe runter und dann eine Treppe wieder rauf, wenn sie die Schienen queren wollen.

Zugang zum Bahngleis müsste dann auch per Fahrstuhl oder Rampe möglich sein.

@coba Ich sehe: Deine Perspektive sind die Menschen, die einfach die Bahnstrecke überqueren wollen, statt den Bahnsteig zu betreten oder zu verlassen. Diese Konstruktion ist eindeutig für Benutzer*innen des Bahnsteigs optimiert, nicht für die Anwohner.

Ich sehe Deinen Punkt.

Ist echt so ein Beispiel, wo Interessen kollidieren und abgewogen werden müssen und dass einfach mal "perfekt machen" gar nicht so einfach ist.

Beiden Brückenteile einfach als Rampe bauen, scheitert am Winter.

@coba Absoluter Konsens natürlich, dass diese Abwägung überhaupt nicht notwendig wäre, würden wir einfach Janis MacDavids "All inclusive" aufgreifen und ohne Diskussion den zweiten Fahrstuhl bauen.

@coba Irgendwo aber auch eine Luxusdiskussion, wenn man bedenkt, dass viele Bahnsteige außerhalb Berlins überhaupt keinen zweiten Ausgang haben, oder dass wir die Bahn dazu zwingen, kostendeckend zu arbeiten. Ein zweiter Fahrstuhl kollidiert mit dem (meiner Meinung nach falschen) Ziel "Kostendeckung".

Und jetzt muss ich erst mal ausspülen, weil das Wort "Luxusdiskussion" im Zusammenhang Inklusion einen ganz üblen Nachgeschmack im Mund hinterlässt. Einfach so viele falsch Prioritäten hier.

@coba Wie baut man eine "gerade Brücke" unter der ein Zug durchfahren kann? Man wird ein mind. einer Stelle einen Fahrstuhl brauchen, den es ja wohl gibt.

@andreas_tengicki Momentan hat die Brücke zwei Knicks, sie geht von oben, da wo die Fußgänger*innen herkommen, einige Treppenstufen nach unten, dann ein kleines Stück gerade, und dann wieder einige Treppenstufen hoch. Der Zug würde auch bei einer höheren Brücke problemslos darunter durch fahren können.

Der Fahrstuhl ist am anderen Eingang des Bahnhofs und ein weiteres Problem.

@coba Ok, jetzt verstehe ich Dich, Danke. Jetzt will ich lernen. Warum ist der Knick ein Problem?

@andreas_tengicki weil ich z.b. mit Kinderwagen oder Rollator auf meinem Fußweg durch die Nachbarschaft behindert werde.

Aus meiner Sicht, wäre das hier relativ leicht anders gestaltbar gewesen. Deshalb als Beispiel für eine Gestaltung, die Hindernisse hinzufügt.

Bahnschienen trennen Nachbarschaften und sind nur durch Brücken oder Tunnel überquerbar. Mein Wunsch ist, dass Menschen, die solche Bauwerke planen mehr an die Nachbarschaft denken.