@fasnix @alineblankertz @malteengeler @sonjalemke Es braucht nicht unbedingt eine neue Partei, aber es braucht neue Leute. Es braucht mehr Frechheit von linker Seite, mehr linksradikale Unverschämtheit, mehr Provokation. Anstatt einfach nur bekannte alte sozialdemokratische Texte abzuspulen, braucht es Linke, die Maximalforderungen stellen. Radikale Umverteilung, maximal mögliche Arbeitszeitverkürzung, volle Gleichberechtigung für alle. Die radikale Rechte hat jahrzehntelang das Overton Window verschoben durch derartige Provokationen, hat den gesamten öffentlichen Diskurs nach rechts verschoben. Es braucht radikale Linke, die die Grenzen des Sag- und Denkbaren hart nach links verschieben. Kein Kuscheln mit Konservativen oder Liberalen, kein Anbiedern an Seeheimer-SPDler, die schon lange nicht mehr sozialdemokratisch sind, stattdessen ganz offen darüber reden, die Strukturen des Kapitalismus, des Nationalismus, der Heteronormativität, der konservativen Kultur und Tradition auseinanderzunehmen. Je mehr die Öffentlichkeit sich das Maul darüber zerreißt, desto besser. Nicht versuchen, auf die anderen Parteien zuzugehen, sondern über die andere Welt reden, welche möglich wäre, wenn die Bourgeoisie weg wäre und das Kapital demontiert. Nicht versuchen, Bürgys an die Wahlurnen zu bringen, sondern Autonome, Punker, Bohemiens, radikale Unzufriedene. Nicht die kulturell konservativen Proletarier zu umgarnen versuchen, die gegen ihre materiellen Interessen AfD wählen, weil sie Schwuchteln und Transen hassen, sondern deren aus der Familie verstoßene queere Kinder.