"Wenn nicht genügend Geld da ist, muss halt gespart werden" - dieser so selbstverständlich klingende Satz fiel gerade bei DLF Nova in Bezug auf die Ausgaben von Krankenkassen. Und diese als so selbstverständlich verkaufte Darstellung ärgert mich. Weil ich denke: Na klar, in einer Gesellschaft, in der uns unser Lebensstil krank macht, ist Gesundheit halt teuer.

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Mir wird da zu wenig nachhaltig und langfristig hingeschaut. Denn Menschen, die wirklich auf Krankenkassenleistungen angewiesen sind (ich mein nicht Husten, Schnupfen, Heiserkeit), müssen jetzt schon unfass krass dafür kämpfen, dass diese Leistungen bezahlt werden.

Das wird nicht besser werden, wenn Krankenkassen "sparen" müssen. Stattdessen müsste es eigentlich eine Systemanalyse geben. Was macht Menschen krank?

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Wo und wie können wir dafür sorgen, dass Menschen weniger häufig von bestimmten Erkrankungen betroffen sind?

Das kann schon bei Infrastruktur anfangen. Lärm, Luftverschmutzung, Stress machen Menschen zB krank. Lässt sich das reduzieren? Na klar. Zum Beispiel durch Infrastrukturprojekte. Da, wo zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren sicher möglich ist, machen das mehr Menschen. Gleichzeitig werden die Luft besser und der Lärm weniger (zB durch weniger Autos).

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Grüne Inseln für das Mikroklima. Mehr Bewegung hilft dem Stoffwechsel. Dieses "es muss halt gespart werden" macht den Horizont für Lösungen so so klein. Es schürt Ängste. Ängste produzieren Stress ... Stress belastet die Psyche. Und auch das kann Folgeerkrankungen verursachen. Wir werden alle im Laufe unseres Lebens Erfahrungen mit Krankheiten machen oder Verletzungen. Wir können alle ein bisschen was tun, um uns möglichst gesund zu erhalten. Aber es muss eben auch möglich gemacht werden.

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P.S. Ich möchte hier nicht Menschen mit Behinderungen ausschließen. Die Umgebung sollte so gestaltet sein, dass sich alle Menschen besser bewegen können, die sich bewegen wollen. Auch mit Gehhilfen und Rollstühlen können und wollen sich Menschen bewegen. Auch Kinder brauchen mehr Platz und sind da sicherer unterwegs, wo es weniger Autoverkehr gibt.

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@fraunora Es muss an Krankenkassen gespart werden. Wir brauchen nicht 378 oder wie viele Krankenkassen. Jede mehr verursacht unnötige Kosten. Die Krankenkassen sollten sämtliche Werbung/Marketing einstellen, genauso wie Bonusprogramme für Leute, die ihr Fitti auch selbst bezahlen könnten, und unwissenschaftlichen Scheiß nicht mehr bezahlen.
@FrauZeitlos @fraunora
Gesundheit gehört nicht privatisiert.
Es gibt Bereiche da braucht man keinen Aktionär
@fraunora Als würde an Gesundheitskosten zu sparen nicht langfristig massiv andere Kosten (oder halt fehlende Einnahmen) verursachen.
@Lisseuse Auch das. Es ist zu kurz und wirklich gar nicht nachhaltig gedacht
@fraunora Ein solcher Denkansatz hat mir in sehr vielen Debatten der letzten Zeit gefehlt, zB: Selbst wenn #Verbrenner und #Ölheizungen irgendwie CO_2-neutral betrieben werden könnten, emittieren sie auch mit den besten Filtertechniken Ruß und Stickoxide, die für unsere #Gesundheit schädlich sind. #AutofreieInnenstädte sind eben auch gesündere Innenstädte. #Ökolandbau schont nicht nur die #Biosphäre, sondern verringert auch die für unsere Lungen so gefährlichen NH_4+-Emissionen uswusf...
@fraunora es ist eigentlich auch genügend Geld da. Es ist nur wo anders. Man hat die Einkommen und damit die Sozialeinnahmen gedrückt. Deshalb ist auf einmal gar nichts mehr bezahlbar.