Ich weiß, die Anfrage ist fast aussichtslos, aber ich versuche es trotzdem: Die Freundin der Tochter einer Freundin hatte sich in Hamburg einen American Bulldog angeschafft, obwohl die Haltung hier verboten ist. Es kam, wie es kommen musste: Der Hund muss seine Familie verlassen und kommt in einer Woche ins Tierheim, wenn ihn nicht jemand adoptiert. (1/2)

Meine Freundin und ich sind total fassungslos wie man sich so verantwortungslos gegenüber einem Tier verhalten kann. Der Hund kann schließlich nichts dafür. Er hat ein liebes und sanftmütiges Wesen und lebt harmonisch mit Kindern zusammen. In SH, NI, MV, BB und TH ist die Haltung übrigens erlaubt.

Bitte gerne teilen und DM bei Interesse.

WARUM, ich meine, WARUM schafft man sich ausgerechnet ein Tier an, das in Deinem Bundesland verboten ist?!?

Ich checke es einfach nicht.

Habe gerade nachgefragt: Die junge Frau hatte in wohl auch aus einer Familie "freigekauft", in der er es nicht gut hatte. Es war naiv. Aber offensichtlich gut gemeint.
@lovinurbanism das arme Tier, echt... da sieht man, wie viel Sorgfalt und Planung da rein geflossen sind (nix)...

@wurzelmann

Hatte mich auch schon gefragt, wer ihn überhaupt nach Hamburg vermittelt oder verkauft hat. Und die junge Frau hat ihn wohl auch schon aus einer Familie "freigekauft", in der er es nicht gut hatte. Es war naiv, aber offensichtlich gut gemeint. Nun ja.

@lovinurbanism wurden vielleicht die Gesetze geändert? 🤷‍♂️
@lovinurbanism Ach Mann, der Arme. Die sitzen gern mal ewig im Tierheim weil sie nur an erfahrende HalterInnen mit Kenntnisnachweis abgegeben werden und das mag richtig sein, aber ich hoffe sehr, er findet vorher jemanden.
@lovinurbanism Ohne die näheren Umstände wirklich zu kennen, bilde ich mir darüber keine Meinung außer, dass es sicher für den Hund nicht gut ist, von seiner Familie getrennt zu werden.
Mir ging es vor Jahren in Nds. so, dass meine Hündin über Nacht zum Kampfund gemacht wurde. Nicht weil sie was getan hat sondern die Gesetzgebung. Das ist die Schuld der Gesetzgeber und meist purer Aktionismus.
@KatKatNeugetier @lovinurbanism In Niedersachsen gibt es aber keine Rasselisten (mehr). Hunde können von den örtlichen Ordnungsruf Ämtern Auflagen bekommen, wenn sie auffällig wurden.
@feodora @lovinurbanism Ja, das war aber mal so. Und ja, die einzelnen Auflagen wiegen manchmal sehr schwer. Und die Vorurteile von Menschen ebenso.

@lovinurbanism

Verdammt. Der arme Kerl. :|

@Schwester_Philomena

Ja, absolut. Ich würde ihn nehmen, wenn ich nicht auch in Hamburg wohnen würde.

@lovinurbanism

Als wir unseren jetztigen Kater vor etwa vier Jahren aus dem Tierheim geholt haben, hat uns die Tierpflegerin von "Leo" erzählt, auch ein "Listenhund"... der bereits über 10mal ins Heim zurück gebracht worden war, weil sich die Leute ab der Mitnahme immer mit dem Arsch drauf gesetzt haben, was die Tiertrainerin ihnen vorher tagelang eingebläut hatte.

Ich kann bis heute nicht aufhören, an ihn zu denken.

@Schwester_Philomena

Hamburg hat aufgrund der Tötung von Volkan auch extrem strenge Hundegesetze. (Und ich habe eben erstmalig den Wikipedia-Eintrag dazu gelesen. Der ist nichts für schwache Nerven.)

https://de.wikipedia.org/wiki/Todesfall_Volkan_Kaya

Todesfall Volkan Kaya – Wikipedia

@lovinurbanism

Oh ja... ich erinnere mich. Ich selbst bin auch schon gebissen worden. Menschen verursachen diese Dinge... durch Qualzucht, durch Ignoranz, durch Gewalt.

Ich möchte hier neu formulieren: Es sind nicht alle Menschen, aber es ist immer ein Mensch.

@Schwester_Philomena @lovinurbanism Ja,und es sind Menschen, die Kampfhunde züchten und Menschen, die Kampfhunde kaufen.
Beides sollte verboten sein. Es gibt keinen Grund, warum diese Hunde existieren sollten. Der Hundekampf ist verboten und die Natur hätte solch eine Art nicht hervorgebracht.

@flammlachs @lovinurbanism

Das ist exakt das, was ich unter Qualzucht einordnen würde.

Hier ein Beispiel, das vielleicht genauer zeigt, wie ich das meine:
> [...] Ihre ursprüngliche Aufgabe war es, Ratten im häuslichen Umfeld zu töten. Daraus entwickelte sich der brutale Sport des „Rattenbeißens“. Bei diesen blutigen Wettkämpfen gewann der Hund, der in kürzester Zeit möglichst viele Ratten tötete.

@flammlachs @lovinurbanism

Ab ca. 1810 wurden diese Hunde unter dem Namen „Bull-and-Terrier“ bevorzugt für Hund-gegen-Hund-Kämpfe in der Grafschaft Staffordshire eingesetzt.
[...]
Wie alle Hunde doggenartiger Rassen hat auch der Staff durch seine - über eine lange Zeit - traurige Geschichte ein geringes Drohverhalten und eine hohe Reizschwelle. Denn um früher im Kampf zu überleben, war es wichtig, sofort anzugreifen, ohne vorab Drohverhalten zu zeigen.

@flammlachs @lovinurbanism

Das Drohen hätte wichtige Zeit gekostet. Außerdem ist daher auch das Schmerzempfinden stark herabgesetzt. Da eine Flucht aus diesen Kampfsituationen unmöglich war, blieb als gewünschte Reaktion nur die offensive Aggression, die aber niemals gegenüber dem Menschen gezeigt werden durfte. [...]

https://www.martinruetter.com/rassekunde/staffordshire-bullterrier

@lovinurbanism @Schwester_Philomena

Ja ein verwahrloster verantwortungsloser Hundebesitzer richtet seinen Hund ab macht ihn heiß auf kinderschaukeln - beißt 4 Hunde vorher - einer stirbt, amtstierarzt sagt sei nicht bissig - behördenversagen bei anschließenden auflagen - keine Kontrolle und dann am Ende muss das arme Kind dran glauben, weil die Hundebesitzer das Pärchen verantwortungslos und aktiv aggressiv gehandelt haben.

@lovinurbanism hier in Sachsen scheinen die erlaubt zu sein. Hab American Bulldog auf der List jedenfalls nicht entdeckt.

Leider bin ich nicht die richtige dafür. Bin zu inkonsequent, was für Hundeerziehung nicht gut ist.

Aber vielleicht ist ja unter meinen "Landsleuten" eine Person, die ihn nehmen kann.

@lovinurbanism Verstehe ich nicht ganz. Die Haltung ist in HH sicherlich nicht verboten, sondern genehmigungspflichtig und mit Auflagen verbunden. Die Auflagen sind streng aber machbar, wenn man denn will.

Wenn die Behörden den Hund den Haltern entziehen, dann wurde entweder gar kein Antrag gestellt oder Auflagen nicht erfüllt.

Mir scheint, als fehlt hier ein Teil der Geschichte.

@taak @lovinurbanism

Das erscheint mir auch so.

@taak @lovinurbanism Wenn der Hund als Mischling der verbotenen Hunderassen interpretiert wird, ist seine Haltung verboten. Und das halte ich hier für wahrscheinlich.

@sarah_ist_muede @taak

Das ist tatsächlich der Fall. Ich hatte auch nochmal diverse Nachfragen nach meinem Posting - auch aufgrund von berechtigte Nachfragen hier - gestellt.

@sarah_ist_muede @taak @lovinurbanism Hamburg verbietet Hunderassen? Warum?

@alipercapita @sarah_ist_muede @taak @lovinurbanism fuck! wieso hab ich das so verdrängt? ich hab das damals doch mitverfolgt. nicht zuletzt, weil wir einen american Stafford als "bürohund" hatten, der einem Mannheimer Zuhälter und Drogendealer abgenommen wurde, weil er mehrere Bullen verletzt hatte, und in ein Tierheim im Nachbarort gebracht wurde. Dann entschied ein Gericht, dass der Hund eingeschläfert werden sollte. ein Kollege, der ehrenamtlich im Tierheim arbeitete, versteckte den Hund zunächst bei seiner Mutter bis Gras über die Sache gewachsen war, und ab dann war er eben unser bürohund. in einem Raum mit viel Laufkundschaft. alle liebten den Hund.

ich kann mich auch noch an die reißerischen tv Sendungen erinnern, als Ibrahim sich in der Türkei als allererstes gleich wieder einen Pitbull zulegte.

ich schäme mich, dass ich gefragt hab. ich kann mir nicht erklären, wie ich das vergessen konnte.

@walsonde @sarah_ist_muede @taak @lovinurbanism Wow auch ganz schön wilde Geschichte! Und irgendwie bezeichnend, dass der Hund dann mit freundlichen Menschen auch freundlich war.

Fände einen Hundeführerschein auch sinnvoller als grundsätzliche Hunderassenverbote. Aber ich kenn mich nicht aus. Ich konnte mich auch an die Geschichte in Hamburg nur so gaaanz dunkel erinnern.

@lovinurbanism povera creatura. Purtroppo vivo in Italia ma condivido con i contatti. Mi dispiace non poter aiutare di più.
@lovinurbanism
Boost und gedrückte Daumen aus Düsseldorf 🍀🍀🍀