Ich weiß, die Anfrage ist fast aussichtslos, aber ich versuche es trotzdem: Die Freundin der Tochter einer Freundin hatte sich in Hamburg einen American Bulldog angeschafft, obwohl die Haltung hier verboten ist. Es kam, wie es kommen musste: Der Hund muss seine Familie verlassen und kommt in einer Woche ins Tierheim, wenn ihn nicht jemand adoptiert. (1/2)

@lovinurbanism

Verdammt. Der arme Kerl. :|

@Schwester_Philomena

Ja, absolut. Ich würde ihn nehmen, wenn ich nicht auch in Hamburg wohnen würde.

@lovinurbanism

Als wir unseren jetztigen Kater vor etwa vier Jahren aus dem Tierheim geholt haben, hat uns die Tierpflegerin von "Leo" erzählt, auch ein "Listenhund"... der bereits über 10mal ins Heim zurück gebracht worden war, weil sich die Leute ab der Mitnahme immer mit dem Arsch drauf gesetzt haben, was die Tiertrainerin ihnen vorher tagelang eingebläut hatte.

Ich kann bis heute nicht aufhören, an ihn zu denken.

@Schwester_Philomena

Hamburg hat aufgrund der Tötung von Volkan auch extrem strenge Hundegesetze. (Und ich habe eben erstmalig den Wikipedia-Eintrag dazu gelesen. Der ist nichts für schwache Nerven.)

https://de.wikipedia.org/wiki/Todesfall_Volkan_Kaya

Todesfall Volkan Kaya – Wikipedia

@lovinurbanism

Oh ja... ich erinnere mich. Ich selbst bin auch schon gebissen worden. Menschen verursachen diese Dinge... durch Qualzucht, durch Ignoranz, durch Gewalt.

Ich möchte hier neu formulieren: Es sind nicht alle Menschen, aber es ist immer ein Mensch.

@Schwester_Philomena @lovinurbanism Ja,und es sind Menschen, die Kampfhunde züchten und Menschen, die Kampfhunde kaufen.
Beides sollte verboten sein. Es gibt keinen Grund, warum diese Hunde existieren sollten. Der Hundekampf ist verboten und die Natur hätte solch eine Art nicht hervorgebracht.

@flammlachs @lovinurbanism

Das ist exakt das, was ich unter Qualzucht einordnen würde.

Hier ein Beispiel, das vielleicht genauer zeigt, wie ich das meine:
> [...] Ihre ursprüngliche Aufgabe war es, Ratten im häuslichen Umfeld zu töten. Daraus entwickelte sich der brutale Sport des „Rattenbeißens“. Bei diesen blutigen Wettkämpfen gewann der Hund, der in kürzester Zeit möglichst viele Ratten tötete.

@flammlachs @lovinurbanism

Ab ca. 1810 wurden diese Hunde unter dem Namen „Bull-and-Terrier“ bevorzugt für Hund-gegen-Hund-Kämpfe in der Grafschaft Staffordshire eingesetzt.
[...]
Wie alle Hunde doggenartiger Rassen hat auch der Staff durch seine - über eine lange Zeit - traurige Geschichte ein geringes Drohverhalten und eine hohe Reizschwelle. Denn um früher im Kampf zu überleben, war es wichtig, sofort anzugreifen, ohne vorab Drohverhalten zu zeigen.

@flammlachs @lovinurbanism

Das Drohen hätte wichtige Zeit gekostet. Außerdem ist daher auch das Schmerzempfinden stark herabgesetzt. Da eine Flucht aus diesen Kampfsituationen unmöglich war, blieb als gewünschte Reaktion nur die offensive Aggression, die aber niemals gegenüber dem Menschen gezeigt werden durfte. [...]

https://www.martinruetter.com/rassekunde/staffordshire-bullterrier