Was ich nicht mag: anderen etwas madig machen, was sie mögen.

Man kann nämlich einfach fragen, warum jemand etwas mag oder tut.
Man muss nur kurz darauf vertrauen, dass andere Menschen sich auch Gedanken ums eigene Handeln macht. Nicht nur man selbst

@Tami ich übe gerade, sogar noch weiter zu gehen: gar nicht nachfragen, und einfach annehmen, dass die Leute schon ihre Gründe haben werden, die betreffende Tätigkeit schön zu finden.

Innerlich lehne ich mich dann immer zurück, lächele milde und murmele zu mir selbst: „was es nicht alles gibt“ 😊

@slothrop ich finde die Gründe oft spannend. Da gibt es häufig tolle Geschichten zu

@Tami ja, natürlich! Unterstützende Nachfragen sind oft super.

Aber mies machen geht gar nicht.

@Tami das hast du schön gesagt.

Ich gestehe,dass es an meine Grenzen geht, wenn es um Fußball geht.Steuergelder ohne Ende die raus gehauen werden,um für Sicherheit zu sorgen, statt die Vereine in die Pflicht zu nehmen. Oder den DFB.Oder die UEFA oder was auch immer. Kohle wäre da ja genug da.

Und wenn ich mich dran erinnere, wie sie alle nach Katar geflogen sind. Oder demnächst in die usa..... bezweifle ich, dass die Menschen sich Gedanken machen.

Aber ich schweife ab 😉du hast natürlich recht

@ElaWild ja, manches ist schwer zu verstehen. Das ist ja zB das, was ich bei Fleischkonsum habe. Aber manches ist halt so.
@Tami genau daran musste ich denken. Dass es dir sicherlich so geht, wenn Menschen Fleisch essen
@ElaWild aber ich bin da fein mit. Ich verstehe es irgendwie
@ElaWild Ich finde, es macht einen Unterschied, ob eins selbst betroffen ist (auch indirekt über Steuergelder). Da finde ich Nichtakzeptanz sogar super wichtig. Das ist keine Intoleranz! @Tami

@Tami
Sehr kluger Tröt.

Danke für die Erinnerung.

@Tami ich hatte gestern ein interessantes Gespräch zum Thema wertschätzende Kommunikation. Ich denke viele Leute urteilen lieber, weil es ihnen leichter fällt. Dazu müssen sie bloß ihre eigene Meinung kundtun und dem Gegenüber überstülpen. Ob es verletzt ist zweitrangig und selbst darüber wird mit großer Sicherheit gar nicht nachgedacht, *ob* es verletzt.
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@Tami
Aufmerksam zuhören oder sogar Nachfragen stellen, um auf das Thema einzugehen würde bedeuten, sich mit den Hintergründen - und oft sind das Probleme und Schmerz beim Anderen - beschäftigen zu müssen. Ich denke aber dass viele Leute sehr ungeübt in dieser Art der offenen und tiefen und oft schmerzhaften Kommunikation sind und denken, diese offen gelegen Probleme dann auch lösen zu müssen.
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@Tami
Dass es eben nicht nur ihre Aufgabe ist, in dem Moment zuzuhören sondern dass eine Lösung von ihnen erwartet wird. „Sonst hätte er/sie mir ja nicht von dem Problem erzählt!“
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@Tami
Weil sie aber mit dem Problem überfordert wären und es nicht lösen könnten, haben sie Angst, überhaupt erst davon zu erfahren und vermeiden es lieber, stellen daher auch keine Rückfragen, um bewusst gar nicht erst in das Problem hinein zu gehen und es offen zu legen und bleiben bewusst oberflächlich.
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@Tami
Und um überhaupt irgendwie darauf zu reagieren und es nicht „nur“ stehen zu lassen, geben sie zumindest ihren Senf dazu, was aber häufig schlimmer ist, als hätten sie es einfach nur stehen gelassen und nur ein offenes Ohr geliehen.
@lued ja, ich weiß was du meinst. Je weniger ich über mein Gegenüber weiß, desto weniger muss ich mich kümmern
@Tami
Ja aber eben nicht aus Bequemlichkeit sondern aus Angst und Unsicherheit. Mit den üblichen 1000 Grautönen davor dahinter und dazwischen

@Tami Hmm ... weil es für viele einfacher ist, nicht nachzufragen & zuzuhören. Es ist eben einfacher, einem anderen Vorwürfe zu machen, oder ihm eine Schuld zuzuweisen und zu erwarten, er möge so sein, wie man selber: ob beim Essen, ob im Sport, ob in der politischen Linie usw.
Hinterfragen, die Motive des anderen eruieren & nachvollziehen? Diesen Aufwand, wer macht ihn noch, zumal in einer Zeit, wo alles schnell sein muss, in 3-Minuten-Reels passen muß etc. ...? 🤔👀

#Gesellschaft
#mindset

@die_Leo ich finde, uns Frauen wird es oft auch als 'du kannst alles sein' verkauft.
Beispiel: ich muss als Frau nicht mehr nur Hausfrau sein. Das ist ein Recht, was wir erkämpft haben. Aber entscheidet sich eine Frau trotzdem dafür, wird es schlecht gemacht.
Und da gibt es viele Beispiele. Körperbehaarung, Kirche, Make up...
@Tami
Da bin ich sowas von bei dir!
Anderen etwas madig machen ist richtig übel.
Noch schlimmer finde ich, dich auszulachen und sich darüber lustig zu machen wann immer es geht.
@ViolettaOleander ja, finde ich auch. Das erlebe ich gerade hier oft bei Kirche und Glaube. Und bei Traditionen
@Tami
Es muss ja keine Akzeptanz sein aber Toleranz wäre schon toll. Wir sind ja schliesslich individuell. Wäre schade, wenn wir uns das selber nehmen.
@Tami Es kommt aber leider auch vor, dass schon nur die Frage als "madig machen" empfunden wird. Da wirds dann etwas schwierig.

@Tami

Als autistische Person möchte ich ergänzen: Seid ebenso vorsichtig, von Handlungen auf die Motivationen von Menschen zu schließen. Wie oft ich falsch eingeschätzt werde, weil Leute "das ist doch selbstverständlich" zu irgendwas denken, wo ich gute Gründe dagegen habe ...

@Drude hinter jeder Handlung steckt ein Gedanke.
Ja, man muss verstehen, dass jeder einen anderen Gedanken zu seinen Handlungen hat

@Tami

Alles ist gut?

@Tigr hä?

@Tami

Ist immer alles gut, was andere tun?

@Tigr interpretierst du meinen Tröt so?

@Tami

Ich frage.

@Tigr könntest du bitte mit ein paar mehr Worten erklären, was du meinst? Auf raten habe ich heute keine Lust

@Tami

Klingt so, als wäre kritisches Feedback nicht mehr gerne gesehen.

@Tigr okay, woraus liest du das? Ich möchte nur wissen, was du erwartest. Wählt man den Weg, nur wenige Worte zu nutzen, wirkt es wie eine Provokation. Also versuche ich zu verstehen, was du willst.
Der Rest passiert in deinem Kopf

@Tami

Du bleibst die Antwort schuldig.

Ich bin der Meinung, jedes Verhalten jedes Menschen kann einem (kritischen) herrschaftsfreien Diskurs im Habermas'schen Sinne unterzogen werden.

Alles andere tendiert zum Stillstand der Menschheit und nicht zur Weiterentwicklung.

("Was ich nicht mag:anderen etwas madig machen, was sie mögen.Man kann nämlich einfach fragen, warum jemand etwas mag oder tut.Man muss nur kurz darauf vertrauen, dass andere Menschen sich auch Gedanken ums eigene Handeln.")

@Tigr so, und jetzt mal ganz ruhig. Ich bin dir in keinster Weise irgendetwas schuldig. Was glaubst du, was du bist, dass ich dir irgendwas schuldig bin?