Gegenüber Donald Trump darf man keine Schwäche zeigen. Wenn er US-Truppen abziehen lässt, brauchen wir eine schnelle Debatte und Entscheidung zur Schließung der Sicherheitslücken, die entstehen. Wenn die Zahl der US-Truppen wirklich stark dezimiert wird, müssen Privilegien aus den Verträgen zur Disposition stehen. Und betroffenen Kommunen können wir durch Ansiedlung von Bundeswehr-Standorten helfen. Er hat mehr Druck im eigenen Lager, als man denkt
@ulrichkelber Von unserer Regierung hätte ich erwartet, dass sie bereits einen fertigen Plan für so einen Fall hat.
Vielleicht ist das auch von mir einfach zu viel erwartet, dass unsere Regierung funktioniert.
@net_gremlin @ulrichkelber
Ich bin kein Freund dieser Regierung. Aber auf alles, was von Trump so rausgehauen wird, einen fertigen Plan in der Schublade haben, ist m. E. völlig unmöglich.
Außerdem: Ob die Truppen abgezogen werden oder nicht, auf eine Unterstützung der Amerikaner würde ich derzeit nicht setzen.
@TPaetzold @ulrichkelber Das Risiko, dass so etwas passiert war schon unter Merkel bekannt. Zu einer ordentlichen Geschäftsführung - dazu gehört auch das Regieren - gehört es einfach dazu, zu Risiken, die eine gewisse Eintrittswahrscheinlichkeit haben, Pläne für eine Reaktion zu erstellen.

@ulrichkelber wenn die Bundeswehr wachsen soll und wir militärisch auf eigenen Beinen stehen müssen. Braucht die Armee Liegenschaften.
Die #USArmy rauswerfen (Entmietungsparty) und dann selbst einziehen.
Bundeswehr zurück in Kiel: Militärstützpunkt statt Wohnungen https://share.google/jObmbzPrXkzMEjIgT

Eine win win Situation 😁

Bundeswehr zurück in Kiel: Militärstützpunkt statt Wohnungen

Die Bundeswehr soll größer werden. Daher fordert sie ehemalige Grundstücke von Kommunen zurück. Statt Wohnungen für 5.000 Menschen soll in Kiel ein Militärstützpunkt entstehen.

ZDFheute

@gkat @ulrichkelber Wobei ich gar nicht wissen will, was da alles an Kosten für Entsorgung und Sanierung unerwartet entstehen. "Huch, da hat jemand einfach ABC-Munition hinter der Kaserne vergraben" oder so Scherze... Mal eben so einziehen wird da vermutlich nicht so einfach.

https://umwelt-militaer.org/umweltschaeden-durch-us-militaerbasen-lokal-und-global/

Umweltschäden durch US-Militärbasen – lokal und global TP,KP – Informationsdienst Umwelt und Militär

@Snoeksen @gkat @ulrichkelber Verursacherprinzip sollte gelten für den Fall, so wie bei jedem anderen auch!
@ulrichkelber Macht Ramstein dicht, dann war es das mit dem Logistic Hub für den mittleren Osten.
Ich bin auch der Ansicht, daß er es sich noch überlegen wird, ob er noch mehr Truppen oder Marschflugkörper abzieht. Der Standort ist für ihn einfach zu wichtig. Wenn man überlegt, wieviel Aufstand er wegen den Stützpunkten auf britischem Hoheitsgebiet er macht.
Unsere Regierung muß nun Druck aufbauen
@TheTomas @ulrichkelber

@ulrichkelber,

Realitätscheck!

Für Bundeswehr-Standorte benötigst Du auch Bundeswehr-Personal + da sehe ich extrem schwarz.

Die meisten jungen Menschen haben heute ein anderes Demokratieverständnis + meinen Sicherheit und Wohlstand fallen wie selbstverständlich vom Himmel ohne selber etwas dafür tun zu müssen.

Oder sollen etwa die Boomer, die schon halb am Krückstock laufen + die Generationen bis zu den 2011‘ern wieder reaktiviert werden um die Bundeswehr-Standorte zu belegen?

@Statler @ulrichkelber

Realitätscheck mit Zahlen.

„ Fast 12.300 Freiwillige leisten aktuell Wehrdienst – 16 Prozent mehr als 2024.“
„Die Gesamtzahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten in den vergangenen zwölf Monaten stieg laut dem Verteidigungsministerium um mehr als 2.750 auf etwa 184.330. Zielmarke ist laut dem neuen Gesetz, kommendes Jahr zwischen 186.000 und 190.000 Aktive zu haben. Bis 2035 soll diese Zahl auf 255.000 bis 270.000 steigen.
Dazu sollen mindestens 200.000 Reservisten bis 2033 kommen.“

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2025-12/verteidigungsministerium-bundeswehr-freiwilliger-wehrdienst-anstieg

Verteidigungsministerium: Mehr freiwillige Wehrdienstleistende als im vergangenen Jahr

Fast 12.300 Freiwillige leisten aktuell Wehrdienst – 16 Prozent mehr als 2024. Das Verteidigungsministerium wertet dies als Beleg, junge Menschen erreicht zu haben.

DIE ZEIT

@lijepasam,

um erst mal auf die Truppenstärke von vor 1990 zu kommen benötigst Du allerdings die doppelte Anzahl von Mann- und Frauenpower.
Fast 500000 Köpfe, und das erreichst Du nicht nur mit Freiwilligkeit.
Und den Ersatz der Allierten musst Du auch noch mit einberechnen.

Was sind da denn 12300 Freiwillige?
Bis man so vernünftig Verteidigungsfähig ist dauert das ja ewig.
Und meinst Du, ein Agressor wartet solange, vor allem bis das ausdiskutiert ist?

https://www.bundeswehr.de/de/selbstverstaendnis/geschichte-bundeswehr/kalter-krieg

Personalbestand der Bundeswehr bis 2024| Statista

Die Statistik zeigt den Personalbestand der Bundeswehr (Jahresdurchschnittsstärke von Soldatinnen und Soldaten) in den Jahren von 1959 bis 2024.

Statista
@Statler @lijepasam Und was bringt pure Truppenstärke bei heutiger Kriegsführung außer sinnlos verpulvertem Steuergeld und fahrlässig riskierten Menschenleben?
Meine Meinung ist, ja wir müssen verteidigungsfähig und abschreckungsfähig sein, das geht auch mit weniger Ressourcen. Viel Rüstung erhöht in meinen Augen nur das Risiko, siehe jahrzehntelanger kalter Krieg. Aber offensichtlich ist die Menschheit nicht lernfähig und "Kriegstüchtigkeit" scheint en vogue zu sein, so wie im Deutschen Reich!

@Ameise @lijepasam,

hier solltest Du mal einen Unterschied sehen.

Unser Verteidigungsminister hat in meinen Augen eine falsche Wortwahl getroffen + alle, so wie auch Du, sind sofort aufgebracht.
Er hätte besser gesagt verteidigungsfähig + nicht kriegsfähig.
Das muss ich ihm allerdings ankreiden.

Die Bundeswehr ist eine Territorial- und keine Angriffsarmee.
Diese müsste schon ganz anders aufgestellt sein + da kämst Du dann auch nicht mit nur 500000 Soldaten aus.

@Statler @lijepasam Ich glaube den meisten ist nicht bewusst was wir aktuell ausgeben:

2026
Anteil der Militärhaushalte an den Gesamteinnahmen: (126,7 Mrd. € / 460 Mrd. €) × 100 ≈ 27,5 %
Anteil der Militärhaushalte am Bundeshaushalt:
(126,7 Mrd. € / 525 Mrd. €) × 100 ≈ 24,1 %

Unsere Politik jammert immer es fehlen Milliarden für Renten, Infrastruktur, Krankenkassen...
Für Rüstung scheint genug da zu sein ... Ehrlichkeit für was Geld ausgegeben wird - Fehlanzeige.

@Ameise @lijepasam,

da gebe ich Dir Recht.

Jetzt haben wir allerdings durch das 35 Jahre lange Kaputtsparen, nicht nur bei der Bundeswehr, überall riesige Baustellen.

Die dafür aufzubringenden Gelder wurden in dieser Zeit für Wahlgeschenke, zum Machterhalt der diversen Regierungen, ausgegeben.

Das Leid ist, es gibt seit 40 Jahren keine Regierungen mehr in die Zukunft agieren, sondern nur auf aktuelle Herausforderungen oder gar nicht reagieren.

@Statler @lijepasam Ja das stimmt. Bisher haben wir 50 Mrd. ausgegeben. Vielleicht wäre 75 Mrd. ein gutes Maß. Aber unser Ziel ist ja 5% BIP = 50% vom Haushalt, im Moment sind es 2,7% BIP. Für mich wäre eine EU-Armee eher das Ziel. Aktuell liegen die Rüstungsausgaben der EU aber auch schon etwa 8x höher als die von Russland. Das sind die Relationen die ich meine, in meinen Augen ist das schon übertrieben viel "Abschreckung". Und wir reden von 5000 US-Soldaten die abgezogen werden - Peanuts.
@ulrichkelber Ich bin mir sicher, unser Kanzler findet alle Möglichkeiten, den Truppenabzug für Donald so angenehm wie möglich zu gestalten.

@ulrichkelber

Reisende soll man nicht aufhalten. Wenn sie gehen wollen, sollen sie eben gehen. Wiesbaden, Hanau und Aschaffenburg haben es auch überlebt, als die US-Kasernen dort dicht gemacht wurden. Die haben ihre Bedarfsgüter sowieso bei der PX gekauft und die paar Gastrobetriebe, die es betraf, haben sich halt umorientiert.

Ich erinnere auch an die Drohungen zu Anfang der Amtszeit gegen Mexiko. Deren Chefin sagte eiskalt, wir warten, komm doch. Seitdem ist Ruhe.

@ulrichkelber
... also ein bis zwei zusätzliche Bundewehr-Brigaden sollten es schon sein!
@ulrichkelber
Völlig klar. Die sollen mal direkt mit Ramstein, Landstuhl, Geilenkirchen und Grafenwöhr anfangen. Damit schießen die sich selbst ihre Knie für Europa, den nahen Osten, Afrika und große Teile von Asien weg. Nur zu. Das ist doch ein Quatschkopf, der Trump...

@ulrichkelber

Eigentlich sollte das überhaupt kein Problem sein:
Sofort die Amis kontaktieren, Konsolidierung gerne und danke und sehr gut, Ramstein zuerst(!)

@ulrichkelber
Als Nachteil wird ja die Nichtstationierung von Mittelstreckenraketen der USA gesehen. Ich könnte mir vorstellen, daß gegen entsprechende Lizenzgebühren die UA uns an ihren Produkten teilhaben läßt. Die Geräte haben schon den Praxistest bestanden.
@ulrichkelber mehr Bundeswehr Standorte bedeuten, deutlich mehr Menschen müssen Wehrdienst leisten. Sind sie für die Wiedereinführung der Wehrpflicht?
@MrGR @ulrichkelber
Die Wehrpflicht muss nicht neu eingeführt werden. Die ist doch nie aufgegeben worden, stand mehr oder weniger nur auf Pause. Eine Folge einer viel zu blauäugigen Einschätzung der wirklichen Lage.
@angro Da hast du sooo Recht! 😘

@ulrichkelber 36.000 US-Soldaten sind nicht zum Schutz Deutschlands hier. Deutschland ist eine zentrale Logistik-Drehscheibe für das US-Militär.

Zum Vergleich: Während des Kalten Krieges waren 250.000 US-Truppen in Deutschland. Diese Truppenstärke hatten eine Schutzwirkung.

Die USA schaden sich letztlich strategisch operativ selbst. Das ist aber eine Entscheidung der USA.

@lacrosse @ulrichkelber Naja, im Rahmen der #Nato dürfte man schon von einem Schutz ausgehen dürfen, auch wenn die Zahl nicht mehr soo groß ist.

Und wird die USA nicht vielleicht andere Länder finden, die ebenso geeignet sind?
Etwa die neuen #Trump Freunde wie #Tschechien ?

@Bundesligatrainer @ulrichkelber Die Schutzwirkung der NATO basiert auf glaubwürdiger Abschreckung des Bündnisses.

Historisch betrachtet waren dauerhafte Bündnisse jedoch kein außenpolitisches Konzept der USA. Washington warnt in seiner Farewell Address 1796 davor.

https://avalon.law.yale.edu/18th_century/washing.asp

It is our true policy to steer clear of permanent alliances (...).

Jefferson 1801 sprach von: Entangeling alliances.

Die aktuelle US-Regierung nimmt Bezug auf den Kern der Außenpolitik dieser Zeit (Monroe-Doktrin 1823).

Was das für die NATO bedeuten könnte, erleben wir doch gerade, oder?

Avalon Project - Washington's Farewell Address 1796

@lacrosse @ulrichkelber Danke, ist plausibel, was du schreibst.