@Erdrandbewohner
Ich halte das nicht für eine moralische Überhöhung sondern für die Metapher, dass die überwiegende Mehrzahl der abhängig Beschäftigten in diesem besten deutschen Staatswesen aller Zeiten schuften muss bis zum Umfallen und die erzielten Einkommen so überschaubar sind, dass der Zwang zum Zweit- oder Drittjob besteht, um überhaupt über die Runden zu kommen. Wenn das nicht "hart" ist, besonders als unentrinnbare Lebensperspektive, weiß ich es auch nicht. Geäußert im Zusammenhang / Vergleich mit Unternehmensgewinnen (also dem Resultat dieser Ausbeutung) die dem #FotzenFritz ja nun tatsächlich sehr am Herzen liegen.
Was du möchtest, bildet die Realität vieler leider eher nicht so ab. Sehr hehres Ziel, diese schöne und Sinn stiftende Arbeit, das ich auch gar nicht bestreiten möchte. Das Statement beleuchtet aber einen ökonomischen Sachverhalt und es geht um den Kampf, die wirtschaftliiche Lebenssituation der Leute zu verbessern. Imho korrekter Standpunkt und "scheißen" - naja. Wenn ich immer so lese, was deine Arbeitsinhalte sind und wie wenig sie deinem Ideal entsprechen, würde ich persönlich auch dazu tendieren, das eher als "harte Arbeit" zu sehen, was du da so erbringst.
"Unternehmensgewinne sprudeln und wir als DIE LINKE wollen, dass die allein erziehende Kassiererin Spaß am Job und Zeit für Freunde hat" wäre ja nun auch ein Slogan, der... siehste selbst, gell?