Meine Aussagen sind meistens wertfrei + rein informell.

Wenn ich z. B. sage „ich bin nicht xy“, heißt das nicht „ich denke, dass aber du xy bist“. Ich sage nur, dass ich es nicht bin. Ich liefere eine Information über mich.

Eine Aussage über mich ist keine Aussage über dich, schon gar kein Vorwurf. Seltenst/nie sind solche Aussagen abwertend gegenüber anderen oder gar von oben herab gemeint.

Dass meine Aussagen zuweilen arrogant verstanden werden, ist ein Übersetzungproblem.
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#autypisch

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Als ich noch ständig maskierte, begann ich, durch Abgucken ebenfalls zu interpretieren, was andere sagten, also Subtexte mitzudenken. Bestimmt sehr oft falsch.

Ich weiß, dass ich davon noch nicht frei bin, bin mir aber inzwischen bewusst, dass ich es zuweilen tue.

Neu übe ich, im Sinne des Demaskieren-Lernens, nur noch zu hören/verstehen, was wirklich gesagt wird.

Dabei verpasse ich zuweilen, dass andere tatsächlich Subtext mitmeinen.

Kommunikation ist eine schwierige Angelegenheit.

@sofasophia Ja! Genau das! Es ist so anstrengend. Mir ist früher ständig etwas unterstellt worden, was ich weder gesagt noch gemeint habe. Umgekehrt hab ich den Subtext anderer so gut wie nie verstanden. Seit ich weiß, dass die meisten Menschen mit Subtext kommunizieren, denke ich ständig darüber nach, wie ich mich so präzise und unmissverständlich wie möglich ausdrücken kann und gehe Gespräche im Nachhinein durch, um sie zu analysieren. Ich will das nicht mehr, aber es ist schwierig.

@Sci_Fi_FanGirl

Genau. Dieses ständige Analysieren ist genauso anstrengend wie Maskieren, oder wohl auch irgendwie Teil des Maskingprogramms …

Ich werde das Thema wohl im nächsten Podcast ansprechen. Es ist bei mir gerade sehr aktuell.

@sofasophia Gutes Podcastthema! Bin gespannt darauf 😀

Würde es schon als Teil des Maskierens sehen. Es ist eben auch ein Bereich, in dem mir irgendwann bewusst wurde, was ich bis dahin "falsch" gemacht hatte und warum ich immer wieder Kommunikationsprobleme mit anderen hatte, warum mich andere für mindestens extrem merkwürdig oder eben für arrogant und engstirnig hielten. Also Analysieren, Muster erkennen, Anpassen, Reflektieren... um weniger gehasst zu werden.

@Sci_Fi_FanGirl
Es ist eine Art Teufelskreis, so dass wir eigentlich nur verlieren können, weil wir entweder nicht verstanden werden, was unbefriedigend ist, oder aber uns ständig verbiegen, was aber eben auch unbefriedigend ist – und dazu krankmachend.
@sofasophia Ja, das trifft es ganz gut.