Die Schwächung von Mainstream-Verlagen würde ich sogar als positiv ansehen.
Das wird aber imho aus mehreren Gründen nicht passieren:
1. Der Massengeschmack lässt sich sehr gut durch von LLMs ausgesuchte Titel bedienen – bis zu einem gewissen Grad sogar durch LLM-verfasste Texte.
2. Verlage werden – wie die meisten Menschen ohne digitale Kompetenz – ignorieren, dass es nicht "das LLM" gibt. Sondern das installierte Modell als Quelle der Wahrheit ansehen.
3. Die Masse ist die Masse.
@mimrma Ich denke ja schon seit Längerem, daß Verlage als solche irgendwie überholt sind.
Das sind letztendlich Sammlungen aus verschiedenen Rollen, die miteinander nicht viel gemein haben - ausser daß sie alle irgendwie im Publikationsökosystem existieren. Jede wiederum ist so spezialisiert, daß sie prima als eigenständige Dienstleistung betrieben werden könnte.
Was einen Verlag eigentlich von einer losen Sammlung von Dienstleistern unterscheidet ist letzten Endes, daß dort...
@mimrma ... das Projektmanagement zur Koordination der Dienstleister zusammenläuft, was auch eine Dienstleistung sein könnte. Der Grund dafür ist aber eher, daß das Geld von dort in Projekte investiert wird, und das Risiko getragen wird.
Je mehr Verlage die Risiken auf die Kreativen abwälzen, desto weniger Sinn ergibt das Konstrukt eigentlich. Eine Verlagskooperative wäre wahrscheinlich ehrlicher, und könnte kosteneffektiver agieren. Damit das Risiko drücken, und auch besseres bieten.
@mimrma Das ist natürlich extremst vereinfacht.
Aber die Rollen werden auch von Indies mehr oder weniger alleine befüllt. Da gibt es sicher mal jemanden, der seine Stärken als Dienstleistung an andere abgeben würde, um die eigenen Schwächen auszugleichen.