Mich beschäftigt, wie #LLMs sich auf Verlage, Journalist*innen und Lesende auswirken werden. Ich merke als Journalistin z.B. schon, dass ich meinen persönlichen Schreibstil in Texten stärker durchscheinen lasse, um mich von maschinellem Output abzugrenzen. Ich merke als Lesende, dass mein Hirn einen Teil seiner Energie beim Scannen von Texten darauf verwendet, nach LLM-Zeichen zu suchen. Und bei Verlagen sehe ich einen beängstigenden rush, LLMs ganz schnell in möglichst viel einzubinden.
Ich hab auch das Gefühl, dass "Personenmarken" - also Autor*innen mit markanter Schreibe und/oder deutlicher Meinung - bedeutsamer und präsenter werden dürften. Dass der Wiedererkennungswert des Stils von jemandem in Zukunft ein noch größeres asset werden dürfte. Und dass das eventuell die Stellung von Verlagen schwächen könnte, wenn die Personen selbst zu den Qualitätsmarkern werden und nicht die Häuser, in denen sie beschäftigt sind.
@mimrma Dass Autor:innen mir wichtiger als Verlage oder Medien sind, stelle ich beim Lesen schon länger fest. Ich bin nur nicht sicher, ob ohne Verlage und Redaktionen der Nachwuchs für diese „Personenmarken“ entstehen kann. Daneben muss die Leserin ja auch neue Autor:innen finden — wobei ich mir da eher vorstellen kann, dass das auch organisch funktioniert. Das Fediverse hier ist schon ziemlich gut dafür.