Schlecht: Bayern versucht seit über 20 Jahren das Grundbuch zu digitalisieren.
Gut: Sie haben eine News-Seite, auf der sie seit 20 Jahren ihr Scheitern dokumentieren.
Schlecht: Bayern versucht seit über 20 Jahren das Grundbuch zu digitalisieren.
Gut: Sie haben eine News-Seite, auf der sie seit 20 Jahren ihr Scheitern dokumentieren.
Alle abgeschlossenen Vorgänge sind hier. Auch Grundbuchauszüge
Zwei Abfragen sind verboten. Abfragen des Besitzes von Personen und Organisationen und des Wertes von Straßenzügen aufwärts.
@Lilith
Drei Worte: Mia san Mia.
Leider erklärt das so viel in dem Bundesland.
Es ist auch meine Erfahrung aus dem richtigen IT-Leben, dass eine kleine Gruppe hoch motivierter Personen mehr zustande bringt als eine ganze Abteilung mit Millionenbudget.
@Lilith Ja. Halbwegs fähige Leute einstellen für eine Aufgabe und einfach mal machen lassen ist eine unterschätzte Strategie.
"Die Wirtschaft" mag das nicht können, weil maximaler Profit und so, aber im Budget eines Landes sind zwei drei kooperierende Teams eigentlich Erdnüsschen.
@Lilith Das Problem ist, wenn ich nicht falsch liege, dass es kein Regulativ gibt.
Keine Bude wurde für Schlechtleistung jemals in Regress genommen. PuP versenken Legislatur um Legislatur Kohle, gehaftet hat mWn aber nicht einer.
Der Rechnungshof bräuchte echte Durchgriffsrechte und müsste nur einmal ein Exempel statuieren.
Und als zweites brauchen wir noch Aktenpflicht. Bei uns Normalottos muss alles belegt sein. Der Staat achtet pinibelst darauf, dass du als Bürger für alles Papiere hast.
Kommissionspräsident*Innen löschen dagegen schonmal Kurznachrichten auf ihren Handies, weil Platzmangel und so. Man kennt's. Oder irgendwelche Bundesminister, die über WhatsApp oder SMS konferieren, natürlich ohne Aktenvermerk und das Handy nach Amtszeit beim Staat zum löschen abgeben. Und der das auch noch macht.
Und wir wundern uns hier, warum nichts taugt.
Das geht ja nicht.
Kompetenz in einer Behörde versucht die CSU doch mit aller Macht zu verhindern. Denn dann würden sich ja ihre Amigos bei den Beraterfirmen keine goldenen Nasen mehr verdienen.
@sinchens_ @adorfer @cm @Lilith Ja, in NRW läuft es, aber mit einer rustikalen Software, die noch Flash braucht.
War nur ein Witz. Sorry. Aber solche Sachen sind manchmal alt und überholt.
@Lilith Österreich so:
Von 1980 bis 1992 wurde das Grundbuch auf elektronische Datenverarbeitung (EDV) umgestellt. In diesen 12 Jahren wurden die Daten aus den alten Folianten in die Grundstücksdatenbank übertragen.
Seit 1992 sind alle Eintragungen österreichweit digital vorhanden.
Ein aktueller Grundbuchauszug kann online beantragt werden. Die Einsicht ist kostenpflichtig.
Grundbuchsumstellungsgesetz (GUG) von 1980 (BGBl. Nr. 550/1980):
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10002501
@Lilith
Wenigstens ist das der letzte Stand:
"Vor Beginn der Weiterentwicklung erfolgt zuerst eine technische Ertüchtigung des Bestandscodes."
Dafür haben sie jetzt noch 5 Jahre Zeit.
Also alles gut.
"Beginn der intensiven Vorbereitungsphase für die Vergabe der zur Fertigstellung [der Aufgabe] erforderlichen Leistungen."
So rede ich mir Prokrastinieren auch immer schön! 🤣
Wie wäre es denn, wenn der Staat mal hausinterne IT-Kompetenz aufbauen würde? So mit eigenen Fachleuten und so. Aber nee, dann würden wir womöglich eine funktionierende Verwaltung bekommen oder gar eine effiziente Verwaltung und das wäre dann der Todesstoß für die Bürokratie!!!!1111elf
Aber das Justizministerium ist da noch besser:
Ich hatte früher mal 2 Zugänge zum elektronischen Rechtsverkehr. Einen über das EGVP-Bürgerpostfach und einen weiteren per DE-Mail.
Beide Zugänge wurden abgeschafft. Jetzt kann ich mit der Justiz nur noch über Papier kommunizieren!
Wie so oft würde vielleicht ein Blick über die Grenze helfen.
In der Schweiz ist das Grundbuch längst digital.
Dort gibt es aber interessante Unterschiede zu Deutschland:
Eigentumsverhältnisse lassen sich dort von jeder Person einfach über das Internet abrufen - in der BRD hasst man außer dem Lernen von anderen nichts so sehr wie Transparenz und gibt nur "berechtigten Personen" Auskunft.
@mina @Lilith In Österreich ist das Grundbuch seit den 1980er-Jahren digitalisiert. Damals war man in diesem Bereich (europaweit?) Vorreiter. Abfragen sind kostenpflichtig.
Das Firmenbuch (Handelsregister) ist seit den 1990er-Jahren digitalisiert. Abfragen sind ebenfalls kostenpflichtig. Es gibt aber auch kostenfreie Zugänge, mit eingeschränkten Abfragemöglichkeiten.