Wobei man ja nicht außer acht lassen kann das ein E-Auto in Norwegen gegen einen Verbrenner deutlich günstiger in der Anschaffung ist. Und somit sich dort kaum die Frage stellt ob Verbrenner oder E. Die Norweger setzen schon viel länger auf E Mobilität und es wurde auch nicht so massiv in den Markt gedrückt wie bei uns.
@widukind1980 Was meinst du mit "nicht so massiv in den Markt gedrückt wie bei uns"?
In Norwegen (und Dänemark) gibt es eine Luxussteuer auf PKWs, die Jahrzehnte nicht auf Elektroautos erhoben wurde, weswegen die deutlich günstiger als vergleichbare Verbrenner waren. Daher die Beliebtheit von Elektroautos und Nutzfahrzeugen (teilverglaste Transporter, Pick-ups, etc.) dort.
Ich meine damit das die Hersteller auf den Zug nur durch Zwang aufgesprungen sind. Das merkt man vor allem den ersten Modellen von VW stark an. Renault die ja schon vor dem E-Auto boom auf dieses Konzept gestzt haben konnten hier in Deutschland auch keine großen Erfolge damit feiern.
Was ich damit meine ist das man es sich nicht hat entwickeln lassen. Ds geht meist schief.
@widukind1980 Das verstehe ich jetzt noch weniger, da Norwegen (/Dänemark) keinerlei Autoindustrie hat, aber sich dort Modelle wie der i3, e-Golf oder e-tron (GE) sehr gut verkauft haben.
Letztendlich ist es nunmal so, dass man als Unternehmen mit solchen Produkten erst einmal probiert, ob es dafür überhaupt einen Markt gibt, bevor man ein hohes finanzielles Risiko eingeht und mehr Mühe investiert (MEB, PPE, ...). Gerade die MEB-Plattform war dann sehr innovativ (R744, Bremsen, Effizienz, ...).
Genau das meine ich ja. Das Unternehmen soll das Risiko eingehen nicht der Steuerzahler soll das Werk finanzieren. Siehe VW in Mosel.
@widukind1980 Die Welt funktioniert nicht so einfach.
Häufig siedeln Unternehmen ihre Werke in dem Land an, in dem es die meisten Subventionen gibt. Das heißt wir stehen stets in internationaler Konkurrenz zu anderen Standorten.
Das heißt die Entscheidung für oder gegen Subventionen ist dann auch: Wollen wir die Arbeitsplätze und die Kompetenz in Deutschland schaffen/halten oder nicht?
Es soll immer alles privatisiert werden weil der Staat ein schlechter Geschäftsmann ist. Aber wenn das Risiko nicht absehbar ist wird sofort nach Subventionen geschrien. Ein echter Unternehmer geht das Risiko ein oder eben nicht aber ohne Hilfe vom Staat. Wenn Subventionen sollte vorher genau festgelegt sein wie und vor allem wann diese wieder zurück gezahlt wird. Genauso müsste es auch bei Kurzarbeit sein.
@widukind1980 Wie gesagt: Das mag alles stimmen und in einer idealen Welt so richtig sein.
Das Problem ist, dass man als Land immer in Konkurrenz zu anderen Ländern steht.
Ohne Subventionen sagt die Industrie "dann bauen wir unsere Fabrik eben im Nachbarland, dort bekommen wir hohe Förderungen".
Insofern entscheidet man sich eben oft für Subventionen, um Arbeitsplätze im eigenen Land zu erhalten oder zu schaffen. Würde man es nicht machen, bekämen die Arbeitsplätze eben andere Länder.