RE: https://norden.social/@Krautreporter/116381287909373875

Dem Artikel stimme ich nicht zu.Er geht von der Annahme aus, dass Lernen unabhängig von Interesse automatisch zu Transferfähigkeit führt.Das zeigt sich in der Praxis jedoch häufig nicht. In vielen Schulen werden kaum Lerntechniken vermittelt, die nachhaltiges Verstehen ermöglichen.Stattdessen werden Schüler*innen oft mit Bulimielernen allein gelassen,Inhalte werden kurzfristig auswendig gelernt und nach der Prüfung schnell wieder vergessen.Von einem echten Transfer kann nicht die Rede sein.1/…

Welche Potenziale entstehen könnten, wenn Kinder stärker interessengeleitet lernen dürften, wissen wir nicht. Wir wissen nicht, welche kreativen, engagierten und verantwortungsvollen Persönlichkeiten sich entwickeln würden, wenn Schule stärker an Neugier, Motivation und Selbstwirksamkeit anknüpfen würde. Gerade diese Faktoren gelten in der Lernforschung aber als entscheidend für nachhaltige Bildungsprozesse.2/…
Gleichzeitig fehlen in vielen Schulen wichtige aktuelle Themen, die für unsere Demokratie zentral sind: die Rolle von Big Tech, die Macht von Algorithmen, ihre Auswirkungen auf gesellschaftliche Meinungsbildung oder auch grundlegendes Wissen über die Funktionsweise des Gehirns und des Lernens selbst. Diese Inhalte wären unmittelbar relevant für das Leben junger Menschen.3/…

Der Artikel widerspricht damit aus meiner Sicht dem wissenschaftlichen Stand zur Lernforschung, der zeigt, dass Interesse, Sinnhaftigkeit, Anwendung und metakognitive Strategien zentrale Voraussetzungen für nachhaltiges Lernen sind. 4/4

#Fedieltern #FediLZ #lernen #Lernforschung

Was gutes Lernen ist, habe ich hier in Kapitel 3 aufgeschrieben. Auch wie guter Transfer (unabhängig von KI) funktioniert findet sich hier wieder: https://cloud.medienzentrum.rocks/s/G8e5fsDReryDpK5

KI Einsatz in Schulen.pdf

BildungsCloud - SchulCloud für sichere Datenspeicherung

BildungsCloud

Zudem verlassen viele Kinder die Schule, ohne sichere Basiskompetenzen entwickelt zu haben, dafür aber mit Erfahrungen von Scheitern, Erniedrigung und Verzweiflung, die ihre Bildungsbiografie nachhaltig prägen.

Ich will damit nicht sagen, dass Kinder nicht grundlegende Kompetenzen und Wissensgrundlagen benötigen, um die Welt zu verstehen, Zusammenhänge einordnen zu können und selbstbestimmt handeln zu lernen.

@goodthinkhunting als Schulbegleitung mit Erfahrung einiger Jahre kann ich dir nur zustimmen!