STOP THIS #Altersverifikationsmadness #SocialMediaVerbot

Australien hat es bereits umgesetzt.

Österreich und Frankreich haben es beschlossen.

Grossbritannien überlegt es sich, in Deutschland fordern es CDU und SPD – nur der Schweizer Bundesrat ist noch zurück­haltend (möchte aber mit der Restriktion für Streaming-Plattformen de facto etwas Ähnliches):

Die Rede ist vom Social-Media-Verbot für Jugendliche im Namen des Kinder- und Jugend­schutzes.

Landauf und landab diskutieren Medien die pädagogischen Vor- und Nachteile dieser Massnahme. Kaum hinterfragt wird aber eine Voraus­setzung des Verbots: wie das Alter der Jugendlichen erfasst und überprüft wird.

Staaten mit Social-Media-Verboten lagern die Verantwortung diesbezüglich an die Platt­formen aus.

Und forcieren damit den Aufbau einer potenziell globalen Überwachungs­struktur.

Hinter vielem dahinter steht der Konzern Meta.

Warum?

Weil FB, Insta und Whatsapp in der Kritik stehen.

Weil sich Pädokriminelle ohne Probleme Minderjährigen annähern können. Weil Metas Produkte die Leute süchtig, kaputt, dumm und depressiv machen.

Und Meta-Chef Zuckerberg? Er sourct sein Problem der Alters­verifikation einfach an Google, Apple, Microsoft und Linux aus.

In Kalifornien, wo die Tech-Konzerne heimisch sind, verlangt ein neues Gesetz, das am 1. Januar 2027 in Kraft tritt, dass Anbieter eines Betriebs­systems das Alter ihrer Nutzerinnen erfassen müssen.

Die Alters­information soll permanent an alle Apps ausgespielt werden.

Dabei gäbe es eine bessere Lösung: In Europa soll der Alters­nachweis nämlich für die kommende staatliche digitale Identität (E-ID-Wallet «Swiyu» in der Schweiz, EUDI-Wallet in der EU) mit einem krypto­grafisch gesicherten Hinweis gelöst werden. Dieser gibt nur bekannt, ob ein User über 18 Jahre alt ist oder nicht, ohne Preisgabe des genauen Geburts­datums, Namens und weiterer Informationen. Die Daten­hoheit soll bei den Nutzern verbleiben, mit einer dezentralen Struktur.

Doch: Die Lösungen sind noch nicht da (und haben auch noch ihre eigenen kleineren Datenschutz­tücken). Und: Die Apps und Platt­formen werden sich pragmatisch für den einfacheren Weg entscheiden und die Alters­angabe ihrer Nutzerinnen bei den Betriebs­systemen von Google und Apple abholen.

Ein klassischer Fall von "mission creep": Die Massnahme weitet sich aus, und einmal errichtet, kriegt man diese Identitäts­infrastruktur nicht weg, das Ende der Anonymität im Internet steht damit bevor.

Es ist genau das Horror­szenario, wovor die Befürworter der staatlichen E-ID gewarnt haben: Big Tech erhält mit wenigen Klicks alle staatlich verifizierten Daten einer Person – statt gezielt nur die Attribute, die rechtlich nötig sind.

EU-Politikerinnen wären gut beraten, diesen Alters­verifikations­wahnsinn zu stoppen (und zwingend die europäische Lösung bei Meta und Co. als Option zu verlangen).

https://www.republik.ch/2026/04/10/ctrl-warum-das-social-media-verbot-fuer-teenager-zum-albtraum-wird

Warum das Social-Media-Verbot für Teenager zum Albtraum wird

Es droht eine dystopische Überwachungs­struktur.

Republik
@adfichter
EUDI Wallet funktioniert aber auch nur mit Google / Apple Subsystem. Da ist nichts gewonnen.
@annyhartmann

@beandev @adfichter @annyhartmann Wenn in CH die eID eingeführt wird, kann man über jene ID auch nur auslesen, ob die Person älter als <eine Zahl> ist*. Andere Angaben braucht es nicht bzw. müsste man das Auslesen erlauben.

*Quelle: https://www.srf.ch/news/schweiz/elektronische-identitaet-was-wenn-ich-mein-handy-verliere-das-wichtigste-zur-e-id

Neuer digitaler Identitätsnachweis ab 2026 – so funktioniert die E-ID

Die Abstimmung zum elektronischen Identitätsnachweis ist angenommen. Ende 2026 wird er verfügbar sein.

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)