Es wäre so schwachsinnig, Falschparken von einer Ordnungswidrigkeit zu einer Straftat zu erheben, wie es gerecht wäre, Schwarzfahren endlich von einer Straftat zu einer Ordnungswidrigkeit herabzustufen.
Aber wir sind Deutsche und lieben amtschimmelnde Härte. Macht also Erschleichung von Parkraum endlich strafbar.
@GuidoKuehn Ich finde auch das Argument, dass dadurch diese Ordnungswidrigkeiten "gefördert" werden eine reine Verhöhnung der Steuerzahler, denn hier steht ein minimaler Schaden gegenüber dem superteuren Gefängnisaufenthalt, den alle bezahlen. Und ja, ich habe hier noch nicht einmal angefangen mit darüber aufzuregen, was das mit den Opfern (ja, das sind Opfer, keine Täter) macht.
@kaoliva Das sehe ich auch so
@GuidoKuehn Man hätte sogar einen Paragraphen in den sich das leicht einfügen liesse... https://dejure.org/gesetze/StGB/315c.html
§ 315c StGB - Gefährdung des Straßenverkehrs - dejure.org

Strafgesetzbuch §315c - (1) Wer im Straßenverkehr 1. ein Fahrzeug führt, obwohl er a) infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender...

dejure.org

@GuidoKuehn

(wiederholtes) Parken in einer Feuerwehrzufahrt nimmt den (möglichen) Schaden von Menschen in Kauf, ist aber, auch "mit Behinderung" der Einsatzkräfte, nur eine Ordnungswidrigkeit. Das zeigt wie schräg die Rechtslage leider ist.

@sinistrerOptimismus
Jup.

Und die Bahn die so oder so fährt hat keinen Schaden wenn eine Person die kein Geld für ein Ticket hat nicht mitfährt, aber sobald sie mitfährt schon.

Das war doch nazilogisch einen Straftat bestand wert? Also wärs wohl eh nur kurz weg wenns jetzt abgeschafft würde..🙄 @GuidoKuehn

@GuidoKuehn
Man könnte auch sagen, dass wenn falsch parken zu einer Gefährdung von anderen führt müsste es eine Straftat sein.
Fußgänger Radfahrer die auf die Straße ausweichen müssen.
Zugeparkter Kreuzungsbereich der dazu führt, dass man eigentlich zu weit in die Kreuzung einfahren muss um zu sehen ob was kommt.
Feuerwehrzufahrt.
Usw.
Hier reden wir unter Umständen nicht nur über Geld sondern Verletzungen, bleibende Beeinträchtigungen und Tod.
@Kommentator @GuidoKuehn Können wir uns nicht einfach darauf einigen, dass das Strafrecht in seiner gesamten Konzeption nicht dafür geeignet ist, irgendwas besser zu machen?
@GuidoKuehn parkplatzpranger, jetzt
@GuidoKuehn So ähnlich habe ich auch gedacht 😀
@GuidoKuehn Aber ich glaube wir sind uns einig, dass versehentlich Falschparken möglich ist, im Gegensatz zu Schwarzfahren?
@mattesmohr
Eben! Ich bin zwar noch nie mit dem Zug oder Bus gefahren, aber da muss man schon kriminelle Energie haben um da ohne Ticket einzusteigen. Beim falsch parken hingegen gibts ja so viele komplizierte Regeln zu beachten, da lege ich meinen Führerschein für ins Feuer, dass da die meisten aus versehen auf dem Radweg oder Bürgersteig parken.
@Farid Natürlich wenn du Falschparken genauer definierst, verschiebt sich der Kontext. Deine Überspitzung ist unnötig. Parkflächen und Markierung müssen nicht immer eindeutig sein.
@mattesmohr
Die Überspitzung ist nötig um die Spiegelung der eigenen radikalen Fehleinschätzung ebenbürtig zu spiegeln und es macht Spaß.
Auch eine Differenzierung des Begriffs "Falschparken" führt, denke ich, nicht zu dem Ergebnis, dass Menschen ohne Ticket grundsätzlich absichtlich agieren im Gegensatz zu Menschen, die falsch parken.

@mattesmohr

Ach, wie niedlich, wenn das mit dem Parken zu komplex ist, vielleicht einfach kein Auto bewegen?

Ich wohne direkt an einem Taxihalteplatz, also absolutes Halteverbot. Die meisten Autoführenden wissen genau was sie tun. Ich mache mir manchmal den Spaß eine Kamera aus dem Fenster zu halten und so zu tun als fotografiere ich sie. Die sind immer so schnell weg dann.

Die drei Leute im Land, die mit Parken wirklich überfordert sind, erklären nicht die Poller überall. >>

@Farid

@Farid Überall auf Gehwegen ist Gerät montiert, dass teilweise Kinderwagen und Rollis behindert, nur damit Autoführende ihren Karren nicht illegal abstellen.

Fang mal an darauf zu achten, fang mal an darauf zu achten, wo überall Autos stehen, wenn die Führer*innen sie dort abstellen können. Weil sie es tun, auf Radwegen, Gehwegen, in Halteverboten, auf Schienen.

Wir sind das nur so gewöhnt, dass uns das nicht so richtig auffällt. Was ein cooler Trick ist, denn >>

@mattesmohr

@Farid

so können wir als Gesellschaft einfach so weitermachen mit unserem Blechlawinenwahnsinn. Aber ja klar, kommt schon mal vor, dass Autoführende schlicht überfordert sind, ihre Karren an Orten abzustellen, die okay sind.

(lange Rede gar kein Sinn)

btw. ist schon witzig, dass du mit diesem Argument aufblobbst, wo es um eine gedankliche Analogie zum Fahren ohne Fahrschein geht und du schon mal vorauseilend versuchst Sicht auf Falschparken zu mildern.

@mattesmohr

@Farid @mattesmohr
Es werden auch Leute zur Kasse gebeten, die das falsche Ticket haben. Oder denken, dass die Fahrt in ihrem Bahnticket enthalten ist usw.
Im Gegensatz zu Falschparkern gefährden sie aber keine anderen Menschen.
Wer einen Radweg oder Gehweg nicht erkennt, sollte nicht Autofahren.
Die typische Ausrede ist "war nur ganz kurz" oder "stört doch keinen", wobei Autofahrer meistens nur darauf achten, keine anderen Autofahrer zu stören und ihnen alle anderen egal sind.
@mattesmohr @GuidoKuehn
Warum sollte versehentliches #Schwarzfahren nicht möglich sein?
Wenn ich mir die Vielzahl der Verkehrsgesellschaften ansehe, die alle eine andere Logik für die Tarife haben, dann ist es für "Neulinge" oft nicht einfach, das korrekte (und möglichst günstigste) Ticket zu wählen
@mattesmohr @GuidoKuehn So kompliziert wie lokale Öffi-Tarife sind... Doch, versehentliches Schwarzfahren ist möglich.
@mattesmohr Nun, bereits das Fahren mit dem falschen Ticket kann als Schwarzfahren ausgelegt werden. Von daher es ist sehr wohl möglich versehentlich Schwarz zu fahren. Von Städten/Kreisen mit komplizierten, zum Teil völlig kryptischen Zonen/Zeitsystemen mal ganz abgesehen.
@GuidoKuehn Stimmt. Gebe ich dir recht. Habe ich nicht bedacht.
@mattesmohr @GuidoKuehn Genau. Schon das Blackfacing zeugt von krimineller Energie.
@Veskhe @mattesmohr Selbstverständlich ist Blackfacing abzulehnen. Schwarzfahren ist jedoch als Begriff kein Blackfacing sondern etymologisch im Rotwelsch also in unserer eigenen Kultur verankert. Schwarz bedeutete so viel wie "ohne bezahlen, ungesehen (im Dunklen) genommen" also ergaunert. Schwärzen bedeutete Klauen. Schwarzmalen, anschwärzen u.a. entstammen dem selben sprachlichen Ursprung. Die Verwendung vom Mittelalter bis in die Gegenwart belegt.
@GuidoKuehn @mattesmohr Danke fürs Mitspielen. (Welche Farbe haben eigentlich Steuersünder? :-) )
@Veskhe @mattesmohr Auch schwarz - Schwarzzahler.
@GuidoKuehn das beknackte daran ist ja, dass die, die eh wenig haben, damit gegängelt werden. Und mir fallen spontan zwei Parteien ein, deren vorwiegend männliche Mitglieder sich damit so richtig erhaben und gut fühlen. Gebt den Leuten, die ohne Schwarzfahren keinen Transport haben, halt eine Sozialfahrkarte. Wir haben die Kohle für das Dienstwagenprivileg – dann langt's auch dafür.