Liebe alle! Ich möchte mir ein Faltrad zulegen.
Es muss nichts besonderes sein, da ich es nur alle paar Wochen nutzen möchte, um die restlichen 7km vom Bahnhof zu meinem Vater zurück zu legen. Ich würde daher ein gebrauchtes Rad bevorzugen. Nun meine Frage: Worauf muss ich denn achten? Was sind die Besonderheiten, was ist „must have“ und was Spielerei? Falls es so etwas gibt. Würde mich über Meinungen und Erfahrungen freuen. Danke! #faltrad #fahrradbubble #schwarmwissen #fahrrad #falträder

@SebJac

Ich kann nur fürs klassische #Brompton sprechen. Das sehr kleine Faltmaß ist gerade in Zügen und sonstigen Öffis genial. Zur Not kann man es sich im überfüllten Zug zwischen die Beine stellen.
Es fährt sich dazu noch flotter als mein Trekkingrad und mutiert so bei vielen vom Zweitrad zum Erstrad.

Nice to haves wären ein paar Gänge, je nach Gelände und die leichteren Versionen. Lange tragen will man es in der C-line Version nämlich nicht müssen.

@Spieltag @SebJac: Noch ein Votum fürs Brompton, insbesondere die 16"-Varianten. Das günstigere und etwas schwere C-Line sollte für den Einsatzzweck dicke reichen. Man muss es ja auch nicht immer gefaltet tragen. Man kann es auch gefaltet wie ein Rollkoffer hinter sich herziehen (am besten mit einer Fronttasche dran) oder vor sich herschieben. Sie sind nicht ganz günstig, aber IMHO ihr Geld wert, gerade für Pendler — auch, weil sie sehr schnell ge- und entfaltet sind: Mit etwas Übung in 10s.
@xtaran @Spieltag @SebJac dann spreche ich mal für ein anderes: ich fahre mehrere Dahon. Gerade die älteren sind tolle, stabile Räder. Das Faltmaß ist natürlich nicht wie ein Brompton, aber zur Faltwahrheit gehört auch: man faltet es einmal und dann steht auch ein Dahon entspannt in der Ecke.
Preislich ist ein Dahon weit günstiger als ein Brompton. Gerade wenn man nicht oft fährt/falten muss, bezweifel ich, dass die Mehrkosten nötig sind.
@To3o Danke für den Tipp!
@Spieltag @SebJac es fährt flotter als dein Trekkingrad?
Na, da scheint aber irgendwas mit deinem großen Kumpel nicht zu stimmen.
@alexantemachina @Spieltag @SebJac I can be very fast on my Brompton (C-line, 6-speed model) which surprises some people on "ordinary" bicycles (judging from the look they give me). While I can reach high speed both on my "big" bike (touring) and Brompton, I would say that Brompton really excels in acceleration, for example when starting from standing position at a traffic light.
@alexantemachina @Spieltag @SebJac doch, auch mir ist aufgefallen, dass das Brompton teils flotter als ein Treckingrad ist. Kommt auf die Situation an. Es ist vor allem sehr viel leichter und wendiger, also man kommt schneller in Gang und hat am Berg einen deutlichen Vorteil. Auf flacher Ebene dann eher nicht, da macht sich die andere Haltung bemerkbar.
@StephanMatthiesen @Spieltag @SebJac das ist die Grösse der Laufräder, die sich da bemerkbar macht.
@Spieltag danke für Deine Antwort! Aber für ca. 5-10 Fahrten von jeweils 7 km ist mir ein Brompton, so toll die bestimmt sind, zu teuer. VG Sebastian
@SebJac Eine gewisse Qualität ist schon nett, weil das ein Riesenunterschied in Fahrkomfort und Anstrengung ausmacht. Ich hab mich damals für ein teures Brompton entschieden, weil das mehr Varianten an Übersetzung bot, wesentlich laufstabiler trotz kleiner Räder war und auf ICE-Gepäckregalmaß unkompliziert faltbar war.
@SebJac je nachdem, wie groß Du bist, solltest Du schauen, dass sich der Sattel hoch genug stellen lässt.
@ana_krchdrfr danke! Ja, da bin ich sehr gespannt drauf…

@SebJac da gibt's meiner Meinung nach zwei Antworten:
1. Es soll ein richtiges Faltrad und kompakt zusammenklappbar und transportierbar sein - dann würde ich dir zu einem Brompton raten. Sind aber arschteuer. Und für viel viel mehr als 7km finde ich meins auch nicht so richtig toll.
2. "Hauptsache kostenlos im Zug", dann ein gebrauchtes Dahon oder sogar einfach das Decathlon-Modell, wenn du es eh nur sehr selten verwendest.

Dein Anwendungsfall sieht mir eher nach 2.) aus.

@SebJac Für den relativ seltenen Gebrauch kann ich auch ein Faltrad von tern empfehlen. Ich habe eines günstig gebraucht gekauft und fahre damit unkompliziert solche Strecken. Für mich war es wichtig, dann noch meinen Lieblingssattel nachzurüsten. Das falten geht mit Übung nicht langsamer als beim brompton, ich habe mehrere Gänge zur Verfügung und 20 Zoll Räder und für mich stimmte das Preis-Leistungs Verhältnis viel besser.
@estheru
plus eins für tern. dieser haushalt lebt mit einem byb, was im bereich 20 zoll so mit das kompakteste faltmaß haben dürfte.
@SebJac
@young_ullrich @estheru danke euch beiden. Schaue ich mir mal an.
@SebJac Achte vor allem darauf, dass es zusammengefaltet gut zu tragen ist. Wenn da ständig irgendwas schlackert oder aufgeht, ist das echt nervig, wenn man das mit beiden Händen tragen muss, auch.
@SebJac: Egal welcher Empfehlung Du nachgehst: Unbedingt probefahren und probefalten. Vor allem letzteres hat bei mir vor 19 Jahren das damalige Modell von DiBlasi sehr schnell aus dem Rennen geworfen, weil man zum Falten Kraft gegen eine starke Feder aufwenden musste und es sich dann auch noch verklemmte. Und das R+M Birdy (RIP) war mir (damals) gefaltet zu groß, ich brauchte keine Vollfederung und es war damals auch ca. Faktor 1.5 teurer als das Brompton (3k vs 2k Frankeneuro).
@SebJac: Einige Händler bieten auch an, ein Fahrrad für ein paar Tage zu mieten und rechnen Dir die Mietkosten auf den Kaufpreis an, wenn Du dann auch ein Rad dort kaufst.
@xtaran @SebJac +1 fürs Probefalten. Bei meinem Coast-Faltrad geht das eher so mittelmäßig. Deshalb würde ich das Modell auch nicht empfehlen, wenn es häufig zusammengefaltet werden soll.
@xtaran alles klar, danke!
@SebJac
Wie andere schon schrieben: Probetragen und Probefahren.
Ich hatte mir ein billiges altes Gebraucht-Rad vom Flohmarkt geholt und selbst fertig gemacht.
War ein Fehlkauf!😬
Schwer und schlecht zu tragen (hatte ich beim Kauf unterschätzt), 6-Gang aber die Übersetzung ist nicht praktikabel, fährt sich wie Kleinkinder-Rad und ist nur knapp besser als laufen.
Also dieses hier nicht(!) kaufen (Das gibt es wohl öfter gebraucht):
@SebJac
PS: Ich habe ganz dunkel im Hinterkopf, dass manche Bundesländer(?)/Öpnv-Unternehmen nur kleinere Klappräder (bis x Zoll) für kostenlose Mitnahme akzeptieren? Vielleicht wissen andere oder das Internet mehr dazu?
@linwel ok, dann wird es das nicht 😀 in Hamburg ist das kein Problem. Nur in der Rush-Hour darf man Räder nicht mitnehmen, für Falträder gilt das aber nicht… aber trotzdem guter Hinweis, danke