LibreOffice am Abgrund: Wie die Document Foundation ihre eigenen Gründer vor die Tür setzte - Linux Guides Community

LibreOffice steckt in der schwersten Krise seit seiner Gründung. Die Document Foundation hat im April 2026 über 30 Kernentwickler aus ihren Gremien ausgeschlossen - darunter die Leute, die fast die Hälfte des gesamten Codes geschrieben haben. Der Trick: Erst verklagt man den Partner, dann schliesst man seine Mitarbeiter mit Verweis auf die laufende Klage aus. Collabora, das Unternehmen hinter den ausgeschlossenen Entwicklern, schlägt mit einem eigenen Desktop-Produkt zurück, das technologisch einen klaren Bruch mit dem alten LibreOffice darstellt. Droht LibreOffice das gleiche Schicksal wie Apache OpenOffice? Eine Analyse der Eskalationsspirale - vom gescheiterten Branding-Experiment 2020 über den Krieg um die Cloud bis zum endgültigen Bruch im April 2026.

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@mardor nach dem Artikel zu urteilen, gibt es wohl organisatorische Probleme. Auch denn der Artikel die Hauptschuld bei der TDF sieht, ist das Problem IMHO ein anderes. Es gibt drei Bedürfnisse rund um die Software: Weiterentwicklung, Code Pflege/Bugbehebung und Support. Aktuell versuchen Unternehmen wie Collabora die Entwicklung über Support querzufinanzieren. Ist zu verstehen, aber das ist nicht wirklich die beste Lösung.

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@mardor Besser wäre eine Struktur wo Pflege und die Integration von Beiträgen über Spenden und Mitgliedschaften in einer Foundation erfolgt. Analog zur Linux Foundation. Die öffentliche Hand sollte da gerne auch Mitglied sein. Dazu können dann von Nutzenden Entwicklungen beauftragt werden oder von Akteuren Ideen angeboten werden wofür dann bei den Nutzenden Gelder eingeworben werden.

Der Support kann dann von verschiedenen Nutzenden bei Dienstleistern eingekauft werden, welche dann 2/3

@mardor ihrerseits ggf. Entwicklungsaufträge an Entwickler*innen vergibt. In Stiftungsboard sollten neben den entwickelnden Unternehmen auch die Kunden sitzen.

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