Benzinpreis in Krisenzeiten.

Sofortlösung: Verzicht des Staates auf die Energiesteuer plus Verzicht auf die CO2 Abgabe. Das macht zusammen ca. 80 Cent pro Liter. Auch nicht dramtisch viel, würde aber helfen. Mehrwertsteuer auf einen fiktiven Literpreis (Preis vor der Krise) einstellen ist wohl schwierig im europäischen Zusammenhang und praktisch schwer umsetzbar.
Die Sofotlösung ist damit ziemlich eindeutig. Warum wird es nicht gemacht?

#benzinpreis #co2steuer #energiesteuer

@waidler Weil es für die entfallenden Einnahmen keinen Ersatz gäbe, da die Energiesteuer den Zweck hatte, Lohnnebenkosten zu senken; weil es keinen Anreitz mehr zum Spritsparen gäbe, was eines der Ziele der Energiesteuer war. Fiele dieser Anreiz weg, könnte dies die Teuerung beschleunigen und zu Engpässen führen - es sei denn, Mineralölkonzerne würden sich die Preisdifferenz durch die Wegnahme der Steuer in die eigene Tasche stecken, was nicht unwahrscheinlich wäre.
@realbloginista
Verstehe ich alles. Wenn ich heute auf der Autobahn unterwegs bin, sind deutlich weniger Fahrzeuge unterwegs als vor der Krise. Das mit dem Spritsparen funktioniert hier also ganz automatisch. Denk bitte mal an die zumindest von mir empfundene Doppelsteuer. Energiesteuer pus CO2 Steuer und dann noch die Mehrwertsteuer auf den Gesamtpreis. Hohe Preise -> große Mehrwertsteuereinnahmen. Leer geht der Staat also nicht aus. Ich wollte einfach zeigen, wie groß der Spielraum max. wäre.
@waidler Ok, verstehe ich. Nur befürchte ich, dass staatliche Maßnahmen verpuffen könnten.
@realbloginista
Das ist auch klar. Meine Befürchtung ist eine ganz andere - der Staat könnte handeln, tut es aber nicht. Der Spielraum ist sehr bescheiden. 80 Cent. Tut der Staat jetzt rein gar nichts, wird er immer mehr Leute in die Arme dieser Rattenfänger treiben. Und wenn Politiker meinen, sie könnten das Verhalten der Konzerne irgendwie in den Griff bekommen (Ausnutzen der Situtation), dann kann ich da auch nur lachen. Also - Sofortlösung: Steuern vorübergehend erlassen.