Vor vielen Jahren – lange bevor ich in die Politik gehen wollte – habe ich als Christin gegen das #Tanzverbot demonstriert, indem ich öffentlich still getanzt habe … und es damit in die Abendnachrichten (zdf?) geschafft.

Meine Haltung dazu hat sich nicht geändert: dass ich an #Karfreitag selbst (eigentlich) nicht tanze, ist das eine; zu akzeptieren, wenn die Staatsmacht Menschen das Tanzen verbietet, … das ist etwas ganz anders.

Freiheit der (und von!) Religion, ist immer die der anderen.

@AwetTesfaiesus Tja, ich als Christin bin anderer Ansicht:
Einmal ein Tag voller Ruhe - das schadet niemandem. Im Gegenteil.

Unsere Welt ist eh viel zu viel, zu laut, zu hektisch.

Dass immer und überall alles geht, tut uns nicht gut. Daher gab es schon im jüdischen Leben den Sabbat. Er ist für den Menschen da.

Und wenn Menschen immer und überall alles zur Verfügung haben: Wo ist das Besondere?
Wo ist die Ruhe?
Wo ein Rhythmus?

@andabahn @AwetTesfaiesus Hä? Das hat doch niemand bestritten!? Die Frage ist nur: solltest du mir verbieten, zu tanzen, solltest du mir vorschreiben, an welchem Tag ich meine Ruhe haben muss?

@baeuchle @AwetTesfaiesus
Wenn alle (die meisten) Ruhe halten, dann ist der Tag insgesamt viel ruhiger. Das ist positiv auffallend am Karfreitag.
Tanzen kannst Du ja gerne zu hause, halt nicht in der Öffentlichkeit.

Es ist gut einen Rahmen zu haben, einen Rhythmus im Jahr.

@andabahn @baeuchle

Das stimmt so nicht ganz.

Tanzen ist keineswegs nur in der Öffentlichkeit verboten.

Sondern auch bei rein Tanzveranstaltungen in privaten Räumen (falls der Öffentlichkeit zugänglich), von denen nichts nach außen dringt.

Selbst wenn alle Kopfhörer tragen und keine Musik zu hören wäre, ist es verboten.

Erlaubt sind (in Hessen) allerdings Sportveranstaltungen mit lautstarkem Anfeuern im Amateursport.

https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/jlr-FeiertGHE1952rahmen

Bürgerservice Hessenrecht

Recherche juristischer Informationen

@AwetTesfaiesus @andabahn @baeuchle

Ich denke, die allgemeinen Regelungen zur Ruhestörung sind vollkommen ausreichend, und sehe nicht ein, warum das Tanzen hier extra erwähnt werden soll.

@andabahn @baeuchle @AwetTesfaiesus Säkularismus ist Dir aber schon ein Begriff?

[und ja, um nicht weniger geht es hier. Christliche Menschen woll(t)en damit auch Angehörigen anderer Religionen das Tanzen auch im Privaten verbieten.

Und das, obwohl die größte "Religionsgemeinschaft" in Deutschland die Konfessionslosen sind und gar nicht alle Katholik*innen das Tanzverbot befürworten.]

@baeuchle @andabahn @AwetTesfaiesus

Die Frage ist, sollten 45% der Bevölkerung den anderen 55% das vorschreiben (dürfen).

https://fowid.de/meldung/religionszugehoerigkeiten-2024

Religionszugehörigkeiten 2024

Nach den Veröffentlichungen der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD zu ihren Mitgliederzahlen und weiterer Recherchen lassen sich die Religionszugehörigkeiten in Deutschland zum Jahresende 2024 beschreiben. Dies geschieht nachfolgend sowohl mit Blick auf die formalen Zugehörigkeiten als auch mit Blick auf die Glaubenspraxis. Demnach gab es Ende 2024 in Deutschland erstmals mehr konfessionsfreie Menschen (47 Prozent) als römisch-katholische und evangelische Kirchenmitglieder zusammen (45 Prozent). Religiös aktiv sind rund 5 Prozent der Bevölkerung.

@Otzberg @andabahn @AwetTesfaiesus bevor man das fragt, sollte man klären, ob "die 45%" das überhaupt alle wollen.

Und dann vielleicht mal die Bibel lesen und sich fragen, wie man daraus auf diese Regelung kommt. (Aber ach wenn Christen wirklich mal en masse die Bibel läsen...)