@papaquatscht Was du initial am besten sagen solltest, weiß ich nicht, aber ich empfand es im Verlauf irgendwann als weniger qualvoll, Dinge zu sagen wie "Aktuell geht es noch nicht da xyz", aber nicht jedes Mal neu zu erklären, dass sie nie wieder nachhause kommen wird. Denn das tat ihr jedes Mal aufs Neue weh.
Anfangs wollte ich noch "immer ehrlich sein". Aber dieser Anspruch hat mich verlassen, als ich gemerkt habe, wie sehr es meine Mutter jedes Mal wieder fertig gemacht hat.
@papaquatscht Ich erinnere mich gut an diese Phase. Es ist nicht allzu lange her. Gerade dieses permanente Aussperren. In dieser Phase hatte ich so viele Anrufe von Nachbarn und der Polizei. So traurig es ist, diese Phase wird erfahrungsgemäß nicht lange anhalten, empfinde im im Nachhinein aber als eine der anstrengendsten. Sowohl für mich als auch die Person mit Demenz.
Ich erinnere mich auch, wie ich in dieser Phase irgendwann das erste Mal eine Wahnvorstellung mitgetragen habe, [1/2]
@papaquatscht anstatt mit Logik gegen zu argumentieren.
Es ging darum, dass meine Mutter immer dachte, Fremde seien im Haus gewesen und hätten die Unordnung in der Wohnung produziert. Sie kam überhaupt nicht damit zurecht, wenn ich ihr erzählt habe, dass sie das selbst war aber sie es wieder vergessen hat, weil sie eine Erkrankung hat. Irgendwann habe ich es sein gelassen und sie stattdessen damit beruhigt, dass ich die fremden Menschen weggeschickt hätte. Damit war sie viel ruhiger. [2/2]
@papaquatscht Bei den MHFA-Ersthelfern gibt es einen Guide zur Kommunikation bei Demenz. Vielleicht hilft der etwas weiter:
Ansonsten wünsche ich alles Gute für euch und die betroffene Person.