Die Leute, die 2022 die größte Energiekrise seit Jahrzehnten gemeistert und anschließend den EE-Ausbau mit Deregulierung endlich in Schwung gebracht haben „können es nicht“. Soso.

Ich habe das Gefühl, das Problem liegt eher ganz oben in der Hierarchie.

Millionenausschreibung: Reiche will Kernaufgaben des Wirtschaftsministeriums an externe Berater auslagern

Die Bundeswirtschaftsministerin sucht Hilfe von außen. Einige Kernaufgaben in Katherina Reiches Ressort sollen künftig Berater übernehmen. Die offizielle Begründung: Die eigenen Leute können es nicht.

DER SPIEGEL
@chrisstoecker da arbeite jemand fleißig an seiner beruflichen Zukunft als Beraterin....
@chrisstoecker
Du meine Güte ist diese "Ministerin" inkompetent!
@chrisstoecker
Ich frage mich, ob hier eine Strafanzeige wegen auffallender Unfähigkeit im Amt möglich ist und durchgehen würde?
Irgendwie müssen doch solche Leute zu stoppen sein?!
@2ndStar @chrisstoecker Mich würde ja eher ein Anfangsverdacht zur Korruption interessieren… aber da e-on vermutlich aktuell nichts für die Dienstleistung springen lässt 🤷‍♂️

@dalcacer @chrisstoecker

Sie lagert ihre ureigensten Aufgaben in die Privatwirtschaft aus und baut so eine Art Schattenparlament auf. Und das wird bezahlt mit unseren Steuergelder. Diese Frau ist komplett überfordert auf diesem Posten und wir stehen da, und können nichts tun 🤷‍♀️

@2ndStar @chrisstoecker Das ist in meinen Augen kein Zeichen für Überforderung.

Man müsste das Argument, dass innerbetrieblich die Expertise fehlt zum einen genau prüfen, zum anderen überlegen ob man die Kompetenz in-house benötigt.

@dalcacer @chrisstoecker

Sie hat doch schon alle diffamiert bzw. entlassen im Wirtschaftsministerium, die ihren Weg der Lobbyarbeit nicht mitgehen wollten.

Eigentlich ist das nun die öffentlich Bankrotterklärung des Wirtschaftsministeriums.

@2ndStar @chrisstoecker Ach. Sei gönnerhaft. Eine weitere Bankrotterklärung der Regierung… oder hast Du ein Ministerium in dem es rund läuft?
@dalcacer @2ndStar @chrisstoecker Diese Leute tun doch nur genau das, wofür sie bezahlt werden. Also das, wofür sie _ernsthaft_ bezahlt werden (vom Kapital, äh, ich meine von der "freien Wirtschaft") und nicht nur ein wenig Taschengeld vom Fiskus bekommen.

@LordCaramac @2ndStar @chrisstoecker Wenn man es nachweisen könnte, könnte man klagen 🤷‍♂️

Ein kleines Pöstchen zum beruflichen Feierabend oder sonderbar geile Kredite etc. sind alle leider nicht auffällig genug.

@dalcacer @2ndStar @chrisstoecker In ein paar Jahren haben wir dann einen minimalen Rumpfstaat, der pro forma existiert, um Staatsaufgaben an Konzerne zu übertragen. Die Unterscheidung zwischen Polizei und Militär verschwindet, ist ja eh alles eine Soße, das machen dann Security-Firmen und Söldnerheere. Eine Bundeswehr und Bundespolizei wird man zwar der Form halber noch halten, aber die wird real nur noch Anhängsel der privaten Dienstleister sein. Die Privaten machen das ja angeblich alles viel günstiger und effizienter (aber die Ausgaben steigen natürlich trotzdem, also muß man anderswo kürzen). Die Konzerne werden zu den neuen Adelshäusern im Cyberfeudalismus, das gemeine Volk darf noch regelmäßig in massiv manipulierten Wahlen Demokratie simulieren, dazu digitale Totalüberwachung, aber nicht mit einem Big Brother, sondern mit zigtausend Little Brothers und Little Sisters, die ihre Dienste auf dem Markt anbieten.
Wer sagt denn, daß der Staat das Gewaltmonopol selbst ausüben muß? Man kann ja auch eine Ausschreibung an Gewaltfirmen machen und dann einem privatwirtschaftlichen Gewaltanbieter eine Gewaltlizenz erteilen. Und wo das staatliche Gewaltmonopol zu teuer ist, kann ja der Gewaltmarkt liberalisiert werden, da können die Leute dann ihren Gewaltanbieter frei wählen oder auch selbst zum Anbieter von Gewalt werden. Dazu schöne neue Stadtmauern, damit die Bewohner der reichen Stadtteile nicht durch den Anblick und Gestank des Pöbels belästigt werden.

Dann sieht es zwar auf den ersten Blick noch aus wie eine Marktwirtschaft, aber in der Realität ist es ein Netzwerk aus Kartellen, und Geld wird größtenteils damit gemacht, daß die Infrastruktur privatisiert ist und alle für deren Benutzung ausgequetscht werden. Ein paar superreiche Multimilliardärsfamilien sind dann die neue Aristokratie der Welt, der Rest ihre Untertanen. Ob der Präsident, Premierminister, Kanzler oder was auch immer ein brutaler Diktator ist oder ein nerviger Bürokrat, ist scheißegal, der Staat existiert eh nur noch, um die Eigentumsansprüche der Eigentümer juristisch korrekt zu verwalten.

Das ist die Welt, welche Leute wie Elon, Donald, Curtis, Jeffrey und Konsorten bauen wollen. Die wollen als Könige der Welt in ihren Luxusburgen im Orbit leben wie die Tessier-Ashpools aus Neuromancer. Diese Leute lesen Cyberpunk umgekehrt, die glauben, die Dystopie für sich selbst zu einer Utopie ummünzen zu können; egal, ob die Welt zu einem Scheißhaufen wird, solange ich der König bin!

Darkside Blues - 堀内圭三 "HOLLY"

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@dalcacer @chrisstoecker

Stimmt, ich habe wieder zu wenig gewagt. Es lässt sich auf alles in der derzeitigen Regierung übertragen 🙈
Ich muss das als Mantra betrachten, wie die in der Regierung: Delulu is the solulu!

@2ndStar @chrisstoecker Okay. Ich ziehe mich hier mal raus.
Das ist zu frustrierend und mein Sarkasmus-Tank ist alle.
@2ndStar
Es ist ja nicht nur so, dass sie jetzt Geld an die externen Berater verbrennt. Durch das Blockieren der Erneuerbaren auf allen Ebenen und die langfristige Abhängigkeit von Gas sowie die dadurch extremeren Folgen des Klimawandels wird uns das laaange Zeit teuer zu stehen kommen.
@dalcacer @chrisstoecker

@Ecano @chrisstoecker

Wir werden das alles nicht verhindern können und nur dafür sorgen, dass wir privat uns so gut es geht, von den fossilen unabhängiger machen.
Aber ja, das wird uns allen noch verdammt teuer zu stehen kommen und uns lange beschäftigen.

@2ndStar @chrisstoecker Die ist vor allen Dingen recht bösartig. So eine Person darf man nicht in die Nähe von Macht lassen.
@chrisstoecker Eine Überforderung des Fachpersonals mit den Entscheidungen der Ministerin ist naheliegend. Zeit auf Nebelkerzen verwenden, den Wandel ausbremsen, dringend erforderliche Schritte wider besseren Wissens auf Eis zu legen.. dort zu arbeiten muss derzeit eine Qual sein.. Und jetzt braucht die Ministerin Ghostwriter, die ihr hanebüchene Begründungen für ihre Lobbyarbeit schreiben. Ich würde darauf wetten, dass ihre Berater an den Zitzen der Fossillobby hängen. Follow the Money.
@chrisstoecker Es wurden dort doch massenhaft Leute gefeuert...
@chrisstoecker Peter-Prinzip?? 🤔

Edit: Falls jemand damit nichts anfangen kann:
Das Peter Prinzip: Beförderung in die maximale Inkompetenz
https://inv.nadeko.net/watch?v=-umDVleMJc8

@cyb3rrunn3r @chrisstoecker

Sie ist nicht inkompetent, sondern korrupt.

Sie macht nicht Dinge falsche, sondern sie macht genau das, was ihre früheren und zukünftigen Arbeitgeber von ihr wollen.

@chrisstoecker ob sie wohl überraschenderweise auf Vernunft im Ministerium getroffen ist?
Menschen, die nicht in die fossile Sackgasse wollen?
Externe sind da super, die werden bezahlt und tun, was man ihnen aufträgt - vor allem, wenn man sich die richtigen aussucht.

@pjakobs @chrisstoecker

Apropos die richtigen aussuchen -
bekommt er⬇️ vielleicht auch einen Beratungsvertrag? Wäre dreist, aber ich würde es ihnen zutrauen....

https://premium-speakers.com/referent-moderator/karl-theodor-zu-guttenberg/

Karl-Theodor zu Guttenberg

Karl-Theodor zu Guttenberg ist Chairman von Spitzberg Partners in New York. Er spricht über geopolitische Verschiebungen & Wirtschaftsthemen

Premium Speakers

@HansZauner

nicht völlig unmöglich.
überhaupt nicht völlig unmöglich.

@chrisstoecker

@pjakobs

Die kurze Bewerbungsfrist von 14 Tagen spricht jedenfalls dafür, dass man schon genau weiß, wer für die Aufgabe gesucht wird.

@chrisstoecker

@HansZauner Würden die Blauen dann nicht wieder lauthals auflachen!? 😉 @pjakobs @chrisstoecker
@chrisstoecker Der Fisch stinkt immer vom (Lobby-) Kopf her…
@chrisstoecker wunderbar - der 1. Schritt ist getan: sie erkennt ihre Inkompetenz. Allerdings ist der richtige Folgeschritt Rücktritt & Bühne frei machen für eine kompetente Nachfrolge, nicht Auslagerung an Externe. Das bedeutet Doppelausgaben für Steuerzahler: Bezahlung für den inkompetenten Politiker plus die Externen Berater. Das müsste man gesetzlich verbieten. Wer seinen Job nicht machen kann, darf keinen Ersatzdienstleister bezahlen können.
@chrisstoecker tja, hätte die Frau mal einen richtigen Fehler gemacht, wie zum Beispiel ein Kinderbuch schreiben, dann hätte man sie monatelang diffamieren und herabwürdigen können. Das schweigen dieser Quellen, die Füße Kampagnen gefahren haben, ist jedoch im Moment Ohrenbetäubend. Ich denke es ist ein totales Medienversagen in Deutschland.. und diese Aufnahme (Spiegel) wiederlegt das nicht.

@chrisstoecker

Ich bin mir mittlerweile sicher, dass Frau Reiche einen hervorragenden Job macht. Nur eben nicht den, den sie für uns machen sollte.
Sie arbeitet an einer schrittweisen Aushöhlung der Demokratie. Der einzige der daran etwas ändern könnte ist ihr Kanzler, aber solange sie tut, was er von ihr erwartet, wird er sie im Amt belassen.

Sie redet und handelt wie eine Marionette. Das ist alles nicht auf ihren Mist gewachsen.

@frubizym Klingt erstmal schlüssig.

Du solltest einen rethorischen Rahmen setzen wie "es wirkt, als wenn", damit Deine Äußerungen nicht als Verschwörungserzählung oder gar Verleumdung aufgefasst werden.
@chrisstoecker

@kassander
Einerseits möchte ich dir recht geben mit deinem Einwand, andererseits möchte ich mir diese Art der rethorischen Unverbindlichkeit abgewöhnen.Es scheint mir🙄😮‍💨zu offensichtlich, dass hier entweder Absicht herrscht oder ein Fall von "Danning-Kruger" vorliegt, also der inkompetente Kanzler die Inkompetenz seiner Minister nicht korrekt einschätzen kann, wie es z.B. auch bei der Trump-Regierung der Fall ist. Gibt es auch nur einen Nichtfossilen, der Frau Reiche Kompetenz zusprechen würde?
@chrisstoecker Ich bin mir ziemlich sicher, dass externe Berater zu ähnlichen Ergebnissen wie die vorherige Regierung kommen werden. Nur wird das dann halt wie auch der Bericht zu Cannabis-Freigabe als nicht relevant abgetan. Das Playbook des Faschismus. 🤷

@holger nicht, wenn die externen Berater von e.on, RWE oder gleich direkt von Gazprom, Rosneft oder Total Energies kommen 😉

@chrisstoecker

@hannes99

Ich hatte ja eher an wissenschaftliche Berater als an Buddies gedacht :-)

@chrisstoecker

@chrisstoecker Fische sollen ja immer vom Kopfe her stinken?

@chrisstoecker ... vielleicht liegt es daran, dass viele Menschen im Haus, denen es unter der Vorgängerregierung um kluge Weichenstellungen für die Zukunft unseres Landes ging, den abrupten Richtungswechsel in die Vergangenheit nicht mittragen mochten? Mir wäre es jedenfalls in ihrer Perspektive so gegangen ...

Zweiter Gedanke: Mit diesem extern auslagernden Ansatz kann man noch deutlich mehr dieser unerträglichen Lobbyisten einschleusen ...

@chrisstoecker

Gibt es in den Redaktionen des Spiegel eigentlich irgendwelche selbstkritischen Debatten dazu, was für eine Wirkung im öffentlichen Diskurs man damit erzielt, Verlautbarungen wie "Die können es nicht" immer wieder in Schlagzeilen & Teasern zu verbreiten und die kritische Aufarbeitung derselben hinter die Abo-Bezahlschranke unter die breite Wahrnehmungsgrenze zu schieben?

@NaMi Angesichts der Tatsache, dass genau diese Spiegel-Kollegen als einzige und höchst kritisch über die Vorgänge im Ministerium berichten, diese Berichte dann selbstverständlich von anderen Medien aufgegriffen werden und diese Kollegen selbstverständlich das Recht haben, für ihre Arbeit bezahlt zu werden, kann ich mit dieser Frage wenig anfangen. Journalismus ist kein Hobby.

@chrisstoecker

Das ist doch gar nicht der Punkt der Nachfrage, selbstverständlich sollen Journalistïnnen für ihre Arbeit auch bezahlt werden! (Ob die Abomodelle dafür die beste Option sind: anderes Thema.)

Sondern darum, wie fragwürdige Thesen & Zitate immer wieder in den frei zugänglichen und (auch ohne Bezahlschranken) meist gelesenen Schlagzeilen und Teasern verbreitet werden, statt auch dort schon die Kritik unterzubringen und nicht nur da, wo es kaum jemand sieht.

@NaMi @chrisstoecker Yes, es macht schon einen Unterschied ob da steht „Aktuell sind nach Kündigungen und Entlassungen zahlreiche Stellen unbesetzt.“ oder eben „Die offizielle Begründung: die eigenen Leute können es nicht.“.

@chrisstoecker

Auf die Weise pflanzt & verfestigt man doch in den Köpfen genau das, was man eigentlich kritisch aufarbeiten wollte.

Dies kritisch zu betrachten, ist eben gerade keine Hinterfragung des Werts guter journalist. Aufarbeitung, sondern eine Wertschätzung letzterer - gegenüber Marketingstrategien, die diese eher selbst unterminieren.

@NaMi
@chrisstoecker

Selbst auf wesentlich kleinerer Flamme gekocht gilt für journalistische Texte: Indikativ nur in direkter Rede.

Wenn Du als Journalist*in keine Anführungszeichen drum setzt, und keine indirekte Rede benutzt, wird es Deins. Daheim und mit Freunden ist etwas Anderes.

@katzenberger @chrisstoecker

Selbst mit Anführungszeichen ist es problematisch, wenn der BS fett in Headern & Teasern verbreitet wird und die Klarstellung, dass er BS ist, erst drunter unter ferner liefen.

Wobei das allerdings leider bei weitem nicht nur beim Spiegel so praktiziert wird (und hier das "die offizielle Erklärung" immerhin schon mal den Hauch einer Andeutung liefert, dass das inoffiziell etwas anders aussieht, aber eine implizite Andeutung ist halt keine Klarstellung).

@NaMi
@chrisstoecker

Ich persönlich würde den Konjunktiv wählen, allein schon um zu signalisieren, dass die Formulierung einmal durch meine Hirnwindungen gewandert ist.

Wäre hier schließlich nur ein mickriges, kleines "t" gewesen.

Was mich an einer Einleitung wie "Die offizielle Begründung" ausgesprochen stört: es kommt ohnehin die eigene Zusammenfassung dahinter, die ich nicht in Anführungszeichen setzen kann, weil's eben niemand so gesagt hat.

Dann kann ich auch gleich den Konjunktiv nehmen.

@chrisstoecker so hat es die CDU/FDP-Regierung 2021 auch in #NRW gemacht. Die hoch angesehene & kompetente #Energie-Agentur.nrw wurde nach 30 Jahren guter Arbeit zerschlagen und 160 Mitarbeiter auf die Straße gesetzt. Die Nachfolgegesellschaft #NRW.energy4climate (sic!) sollte mit halber Personalstärke auskommen und vor allem Leistungen an Berater vergeben. McKinsey hat dann die Eröffnungsfeier mit organisiert, wenn ich mich recht erinnere. Völlig absurd & ein Rückschritt für den #klimaschutz
@chrisstoecker bei weiterem drüber Nachdenken - möglicherweise ist "können es nicht" nur die Verkürzung des wirklichen Satzes: "können es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren"
@chrisstoecker wenn der csu fraktionsvorsitzende gegen deine pläne wettert und sogar die beamten in deinem eigenen ministerium nicht zombiehaft alles 1:1 umsetzen, ja vieleiiiiicht könnte da was dran sein. Aber katherina macht in fritzes auftrag munter weiter, ein geisterfahrer? Hunderte! (Hier simpons principal meme einfügen)
@chrisstoecker heisst ja auch „Der Fisch stinkt vom Kopfe her“.
@chrisstoecker Eigentlich kann man nur noch schreiend mit dem Kopf gegen die Wand rennen. Aber es tut auch so schon genug weh.

Ob die externen Berater, die von denen ausgesucht werden, die es nicht selber können, es dann besser machen wollen und auch dürfen?

@chrisstoecker

@chrisstoecker
Sie können nicht die Wende hin zum Gas ohne Energiekrise meistern. Das liegt freilich nicht an mangelnder Kompetenz, sondern weil es einfach nicht geht. Berater versprechen natürlich das Blaue vom Himmel.