Die Leute, die 2022 die größte Energiekrise seit Jahrzehnten gemeistert und anschließend den EE-Ausbau mit Deregulierung endlich in Schwung gebracht haben „können es nicht“. Soso.

Ich habe das Gefühl, das Problem liegt eher ganz oben in der Hierarchie.

@chrisstoecker

Gibt es in den Redaktionen des Spiegel eigentlich irgendwelche selbstkritischen Debatten dazu, was für eine Wirkung im öffentlichen Diskurs man damit erzielt, Verlautbarungen wie "Die können es nicht" immer wieder in Schlagzeilen & Teasern zu verbreiten und die kritische Aufarbeitung derselben hinter die Abo-Bezahlschranke unter die breite Wahrnehmungsgrenze zu schieben?

@NaMi Angesichts der Tatsache, dass genau diese Spiegel-Kollegen als einzige und höchst kritisch über die Vorgänge im Ministerium berichten, diese Berichte dann selbstverständlich von anderen Medien aufgegriffen werden und diese Kollegen selbstverständlich das Recht haben, für ihre Arbeit bezahlt zu werden, kann ich mit dieser Frage wenig anfangen. Journalismus ist kein Hobby.

@chrisstoecker

Das ist doch gar nicht der Punkt der Nachfrage, selbstverständlich sollen Journalistïnnen für ihre Arbeit auch bezahlt werden! (Ob die Abomodelle dafür die beste Option sind: anderes Thema.)

Sondern darum, wie fragwürdige Thesen & Zitate immer wieder in den frei zugänglichen und (auch ohne Bezahlschranken) meist gelesenen Schlagzeilen und Teasern verbreitet werden, statt auch dort schon die Kritik unterzubringen und nicht nur da, wo es kaum jemand sieht.

@chrisstoecker

Auf die Weise pflanzt & verfestigt man doch in den Köpfen genau das, was man eigentlich kritisch aufarbeiten wollte.

Dies kritisch zu betrachten, ist eben gerade keine Hinterfragung des Werts guter journalist. Aufarbeitung, sondern eine Wertschätzung letzterer - gegenüber Marketingstrategien, die diese eher selbst unterminieren.